100
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
-0,5
Abb. 57:
Nationale LVRT-Standards, aus: eBWK Bd. 60 (2008) Nr. 4. Autoren: Dipl.-Ing. Thomas
Smolka, Dr.-Ing. Karl-Heinz Weck, Zertifizierungstelle der FGH e.V., Mannheim, sowie
Dipl.-Ing. (FH) Matthias Bartsch, Enercon GmbH, Aurich.
(1)
Grid Code (Großbritannien)
(2)
E-on (Deutschland)
(3)
Vattenfall, VDN (Deutschland)
(4)
TF 3.2.5, TF 3.2.6 (Dänemark)
(5)
P.O. 1.2.3 (Spanien)
(6)
Awea (USA) und Aeso (Kanada)
(7)
Hydro-Quebec (Kanada)
Das LVRT-Funktionsprinzip
Aus der Sicht eines Netzbetreibers ist ein LVRT-Profil ein Spannungsprofil, dass eine
netzparallel speisende, dezentrale Energieerzeugungsanlage im Fall einer Netzstörung
durchfahren können muss, solange die Netzspannung am Netzanschlusspunkt oberhalb
der Kennlinie verbleibt, die durch das LVRT-Profil vorgegeben wird.
Die dezentrale Einspeiseanlage darf nur dann vom Netz getrennt werden, wenn die
Spannung am Netzanschlusspunkt unter die durch das LVRT-Profil vorgegebene Kennlinie
fällt. Oder anders ausgedrückt, das LVRT-Modul ist eine zeitabhängige
Spannungsüberwachung nach einem vordefinierten Spannungsprofil.
Das LVRT-Modul wird gestartet, wenn die Spannung am Netzanschlusspunkt unter einen
Startwert [Schutzparameter / Satz 1...4 / NA-Schutz / LVRT[x] / LVRT Profil] »Ustart<« fällt.
Das LVRT-Modul wird gestoppt, sobald die Spannung am Netzanschlusspunkt wieder über
den Stoppwert (Recover-Spannung) [Schutzparameter / Satz 1...4 / NA-Schutz / LVRT[x] /
LVRT Profil] »Ustop>« steigt.
MRU4-3.7-DE-MAN
0,
0,5
1,0
Kurzschlussdauer [s]
5.9 LVRT – Low Voltage Ride Through [27(t)]
1,5
2,0
2,5
MRU4
5 Schutzmodule
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
3,0
3,5
229