Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken

Lsv - Schalterversager [50Bf*/62Bf]; Prinzip - Generelle Verwendung - Seg Highprotec Mru4 Handbuch

Spannungsschutzgerät
Vorschau ausblenden Andere Handbücher für HighPROTEC MRU4:
Inhaltsverzeichnis
5 Schutzmodule
5.12 Überwachung
5.12
Überwachung
5.12.1
LSV – Schalterversager [50BF*/62BF]
* = Nur verfügbar in Schutzgeräten, die Ströme messen können.
5.12.1.1 Prinzip – Generelle Verwendung
Mittels des Schalterversagerschutzes – das ist im MRU4 das Modul »LSV« – werden nicht
ausgeführte Auslösebefehle eines Leistungsschalters erkannt (z. B. ein defekter
Leistungsschalter). Diese Meldung wird über ein Ausgangsrelais oder die Leittechnik
(SCADA) an einen übergeordneten Leistungsschalter (z. B. Einspeisung auf die
Sammelschiene) weitergereicht.
Je nach bestellter Gerätevariante stehen unterschiedliche Methoden zur Erkennung eines
Schalterversagers zur Verfügung.
Da eine Schutzfunktion, die als »Nur Überw.« = „ja" definiert wurde, weder einen
Auslöse-Befehl ausgibt noch einen Leistungsschalter öffnet, ist die Verwendung dieser
Schutzfunktion in Zusammenhang mit dem Schalterversagerschutz offensichtlich sinnlos.
Siehe auch
Überwachungsmethoden
Die Einstellung [Schutzparameter / Globale Schutzpara / Überwachung /
LSV] »Überwachungsmethode« ermöglicht auszuwählen, welche Überwachungsmethode
zur Erkennung eines Leistungschalterversagers eingesetzt werden soll. Zur Verfügung
stehen die folgenden Optionen:
• "LS Pos" — Falls die Stellungsmeldekontakte nach einem abgesetzten Auslösebefehl
nicht innerhalb der parametrierten Verzögerungszeit das erfolgreiche Öffnen des
Leistungsschalters indizieren, liegt ein Leistungsschalterversager vor und es wird
eine Meldung generiert.
Diese Methode empfiehlt sich insbesondere wenn ein Leistungsschalterversagen
erkannt werden soll während keine oder nur geringe Ströme fließen (z. B.
Überfrequenz oder Überspannungsüberwachung bei geringem oder gar keinem
Lastfluss).
Start/Trigger des LSV-Timers
Die Einstellung [Schutzparameter / Satz 1...4 / Überwachung / LSV] »t-LSV« definiert eine
Verzögerungszeit: Immer wenn das Modul »LSV« getriggert wird, wird die Zeitstufe
gestartet (und läuft auch weiter, wenn das Triggersignal wieder abfällt). Wird die Zeitstufe
nicht (durch das erfolgreiche Öffnen des Leistungsschalters) gestoppt, wird nach Ablauf
dieser Zeit ein Auslösebefehl ausgegeben. Dieser dient dazu, den übergeordneten
Leistungsschalter (Backup) auszuschalten.
238
╚═▷ „5.1.1 Generalanregung und
HINWEIS!
Generalauslösung".
MRU4
MRU4-3.7-DE-MAN
Inhaltsverzeichnis
loading

Inhaltsverzeichnis