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ACT S3D-System Handbuch Seite 47

Inhaltsverzeichnis
Rausch-Abstand
Die Steigerung der Empfangsqualität ist immer mit einer Erhöhung des Rauschabstandes verbunden. In der
Technik gibt es bei elektronischen Geräten ein Bewertungskriterium für die Qualität und die Sicherheit des
gedachten Konzepts, den Rauschabstand. Das ist (im Prinzip) ein Wert, welcher den Abstand zwischen
einer Störung und sicherem Betrieb eines Geräts bezeichnet. Wer einmal eine teuere Stereoanlage gekauft
hat, der kennt das wichtigste Werbeargument -> Rauchabstand..... Und das kann man bei Stereo-Anlagen
auch wörtlich nehmen, denn da will man das Rauschen minimieren, wenn keine Signale/Musik spielt....
Dreht man bei schlechten Anlagen die Lautstärke auf (ohne Ton), dann hört man sehr schnell ein Rauschen.
Bei guten Anlagen geht das viel weiter, bei einem BOSE Soundsystem noch erheblich weiter..... Es ist hier
wie eigentlich immer, diese Qualitätssteigerung gibt es nicht ganz umsonst......
Erhöht man den Rauschabstand bei einer Empfangsanlage von Flug-Modellen, und damit die
Sicherheitsreserve, dann hat man schon bei einem Absturz weniger eine ganze Menge Geld gespart......
Soweit zu den Grundlagen des Diversity-Fernsteuer-Empfangs. Hier hat man als Pilot nur die Möglichkeit,
die das vorhandene Fernsteuer-System bietet. Man kann dabei lediglich bei der Wahl des Systems die
Priorität auf die Übertragungs-Sicherheit legen.
Antennenverlegung im Diversity- oder Dual-Diversity-Betrieb
Grundsatz für einen S3D-Empfänger:
Die eigentliche Antenne(n) der S3D-Empfänger besteht immer aus den letzten 3cm der Gesamtantenne. Die
Zuführung zu diesen letzten 3cm ist nicht als Antenne wirksam.
Eine Verlegung der Antennen von S3D-Empfängern im Rumpf ist möglich, ausser der Rumpf besteht
vollständig aus Kohlefaser oder anderen leitenden Materialien. Dann müssen die letzten 3cm der Antennen
nach außen verlegt werden.
Für störungsfreien Telemetriebetrieb grundsätzlich die Antennen des Empfängers nach außen verlegen.
Das S3D-System hat so hohe Reserven, dass wir diese Grundregel nach aller vorhandenen Erfahrung nicht
mehr so strikt beachten müssen. Die Aussage gilt allerdings nur für das S3D-System und kann nicht
allgemein für andere 2,4GHz-Systeme angenommen werden.
Die beiden Empfängerantennen sollten räumlich getrennt verlegt sein.
Die beiden Antennen sollten immer so weit auseinander wie möglich verlegt werden. Optimal ist, wenn die
beiden Antennen nicht in der selben Richtung, sondern um 90 Grad versetzt verlegt werden.
Generell gilt, je mehr „Antennenfläche" beider Empfängerantennen in jeder möglichen Position des
Modells vom Sender aus „zu sehen" ist, desto besser der Empfang, desto besser die Diversity-
Wirkung.
Antennenverlegung von 2x S3D-Empfängern im Diversity-Verbund
Hier können die Antennen in jede Richtung verlegt werden, nach links, nach rechts, nach oben nach unten.
Diversity, Ausführung mal so, mal so...........
Was Fernsteuerhersteller aus dem Begriff Diversity machen
2-Antennen auf der Empfängerseite, Diversity
Diversity in der Fernsteuertechnik gibt es, seit ACT dies bei 35MHz Empfängern im Jahr 2004 eingeführt hat.
Damals von vielen belächelt nach dem Motto: Braucht man doch eh nicht - und das obwohl jeder sehen
konnte, welche Verbesserungen der Sicherheit in der Übertragung damit erzielbar waren. ACT Piloten hatten
kaum mehr Funk-Probleme bei komplexen, großen Modellen.
Heute, bei 2,4GHz Technik, ist Diversity Standard. Zumindest sieht es auf den ersten Blick oft so aus und
die Empfänger haben meistens zwei Antennen.
Aber, nicht jeder Empfänger mit zwei Antennen arbeitet mit aktiver Diversity, sondern lediglich mit Antennen-
Umschaltern.
Aktive Diversity
--- Antennenschalter-Diversity
Ausgangsbedingungen/Geschichte/Grundlagen
Sieht man sich den Signalverlauf am Antenneneingang eines
Fernsteuerempfängers einmal genauer an, ist das Eingangssignal
größten Schwankungen unterworfen, ganz unabhängig von der
Entfernung zum Sender.
Der Grund: Alle Antennen haben eine Richtwirkung, also eine
Richtung, in der viele Energie abgestrahlt bzw. empfangen wird, und
eine Richtung in der weniger Energie abgestrahlt oder empfangen
wird.
Die Darstellung zeigt die Abstrahlcharakteristik (Apfelform) einer
normalen 2,4GHz Sendeantenne. Der Antennenstab steht in der
Mitte, 90 Grad dazu wird die meiste Energie abgestrahlt, genau in
Stabrichtung keine Energie.
Die selben Eigenschaften gelten auch für die Empfangsantenne.
Daraus folgt, dass der beste Empfang dann vorhanden ist, wenn beide Antennen parallel zueinander stehen,
der schlechteste Empfang dann, wenn die beiden Antennenstäbe aufeinander zeigen.
Für die Signalauslöschungen ist daher die Bewegung der Modelle mit Änderungen der Antennenstellungen
zwischen Sender und Empfänger verantwortlich. Hat man 2 Empfangsantennen in 90 Grad Anordnung, kann
man die Antennen zueinander verdrehen, es wird immer Empfang vorhanden sein (Schwund s.u.).
In der professionellen Funktechnik, da wo es auf höchste Sicherheit ankommt, gibt es heute praktisch keine
Funkübertragung, die ohne Antennendiversity (2 Empfangsantennen) arbeitet, gut sichtbar z.B. an
Verkehrsflugzeugen, aber auch gute drahtlose Mikrofonanlagen. So sind auch die besseren W-Lan-Router
mit zwei (oder mehr) Antennen ausgestattet. Immer dann, wenn sich das (Funk)Ziel bewegt, ist Diversity
Funkübertragung in der professionellen Funktechnik schon längst ein bewährter und erprobter Standard. Mit
der
Diversity-Technik
ist
es
möglich,
Antennenrichtwirkungen in erheblichem Maß auszublenden.
Welche Technik steckt hinter dem Begriff „Aktive Diversity"
Es müssen zwei Antennen und für jede Antenne ein aktives Empfangs-System (das Empfangssystem ist der
„Motor" des Empfängers) vorhanden sein. Deren Ausgangssignale werden von einem Verwaltungsprozessor
nach dem definierten Diversity-Verfahren bewertet und verarbeitet zum Nutzsignal. Dadurch entsteht ein
erheblicher Rauschabstands-Gewinn.
alle
die
oben
beschriebenen,
negativen
Signalverlauf im aktiven Diversity-System bei 2,4GHz-
RC-Empfängern. Die Signale vom Sender gelangen auf
die Empfänger-Antennen. Hinter jeder Antenne sitzt ein
eigenes, aktiv+intelligent arbeitendes Empfangssystem
(Transceiver-Baustein). Der Empfänger besitzt 2 aktive
Sende/Empfangssysteme (Transceiver-Bausteine). Dort
werden
die
HF-Empfangs-Signale
ausgewertet und demoduliert. Als Ergebnis stehen zwei
bewertbare NF-Signale zur Verfügung (s.o.).
Diese beiden Signale werden in den Diversity-Rechner
(Verwaltungsprozessor) des
Empfängers geführt. Der
Diversity-Rechner entscheidet vereinfacht ausgedrückt
(s.u.), welches der beiden Signale besser (ungestört) ist
und zur Servo-Ausgabe beider Empfänger geleitet wird.
Der tatsächliche Vorgang bei aktiver Diversity ist sehr viel
komplexer und geschieht "gleitend" (s.o.). Beide Signale
gehen unterschiedlich ins Gesamtergebnis ein, z.B. 80%
zu 20%, oder 100% zu 50%, bis hin zu max. 100%zu
100% Antennensignal sind möglich.
Effekte
wie
jeweils
komplett

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