Fällt im Diversity-Verbund ein Empfänger aus, geht der andere noch.......
Fällt die Empfänger-Umschaltung in der Akkuweiche aus, sind beide Empfänger tot.
Merke: Redundanz wird durch zusätzliche Bauteile an der falschen Stelle immer reduziert, nicht erhöht.
Klar ist aber, dass bei Empfängern, die mittels zusätzlichen Duo-Servokabeln an eine Weiche
angeschlossen werden, der Aufwand, und damit die Ausfallwahrscheinlichkeit, nochmals erhöht wird. Da
sind die Lösungen, die Empfänger mittels seriellem Signal an der Weiche anzuschließen, mechanisch
weniger ausfallträchtig.
Weitere Powerweichen Funktionen:
Konstantspannung nach der Regelung durch eine Akkuweiche
Betreibt man Lipos für die Empfangsanlage, muss die Spannung geregelt werden, wenn man 6V Servos
betreibt. Jede Regelung ist aber gleichzeitig auch eine Strombegrenzung, und wenn der Strom begrenzt ist,
dann schwankt eben die Ausgangs-Spannung ein bisschen. Das ist nicht besonders problematisch, aber es
wird oft geschrieben, mit unkonstanter Spannung würden auch die Servos unregelmäßig laufen....
Das mag sein, hat aber in Wahrheit keine Auswirkungen auf die Steuerpräzision, es sei denn, die Regelung
ist ganz schlecht...... Die Laufgeschwindigkeitsunterschiede durch Spannungsschwankungen von 0,5V (so
schlecht ist keine uns bekannte Regelung) sind so gering, dass kein Mensch das jemals bemerken kann.
Ein starkes Servo benötigt für kurze Zeit im Umpolzustand bis zu 8A............ 10 Servos dann .........
Wir rechnen heute bei modernen Servos immer mit ca. 2A je Servo und multiplizieren das mit der Anzahl der
Servos. Das ist die Maximalanforderung an die Regelung einer Akkuweiche, diesen Strom sollte sie können,
wenn man mit einer Regelung arbeiten muss.
Daher gilt, je niedriger der Innenwiderstand des Akkus, desto geringer die Spannungsschwankungen. Ein
Akku mit hohem Innenwiderstand erzeugt nur zusätzliche Probleme mit Spannungsschwankungen für die
Akkuweiche, eine unterdimensionierte Weiche kann dann das Problem aber noch verstärken.
Wer Telemetrie und Logger einsetzt, kann sich schön anschauen, denn man kann die Spannung an den
Akkus der Weiche loggen und die Spannung am Ausgang der Weiche –> und dann vergleichen.
Trotzdem ist die Regelung der Power-Akkuweichen im Grunde meist ausreichend für sichere
Stromversorgung. Aber mit Konstantspannung durch die Akkuweiche einen Gleichlauf von Servos darstellen
zu wollen ist etwas mutig.....
Warum Kühlkörper an Power-Akkuweichen
Muss man kühlen durch Kühlkörper, ist das immer der sichtbare Beweis, dass „Verlustleistung" vorhanden
ist. Verlustleistung ist immer das, was einem Akku entzogen wird und dem Verbraucher an Energie nicht zur
Verfügung steht...... ,weil eine Regelung eben z.T. Energie in Wärme umsetzt, und die muss wieder
abgeführt werden über Kühlkörper, um die elektronischen Bauteile zu schützen.
Die Verlustleistung steht dem Empfänger und den Servos nicht zur Verfügung und verringert die mögliche
Betriebszeit mit einem Akkusatz. Je größer der Kühlkörper, desto höher die Verlustleistung.
Konstante Empfängerspannungsversorgung
Viele Weichen bieten zusätzlich eine separate Regelung der Empfängerspannung an. Die ist bei 2,4 GHz
Empfängern überflüssig, denn diese arbeiten intern mit 3,3V oder weniger und das mit geringem
Strombedarf (max. 100mA). Es sei denn, der Akku liefert weniger als 3,6V. Aber dann ist das Modell eh
schon abgestürzt.
Jeder 2,4GHz-Empfänger hat eine eigene, eingebaute Regelung, sogar die 2,4GHz Chips sind intern oft
noch einmal geregelt. Alles was man da in der Akkuweiche zusätzlich anbietet, ist unnötiger, zusätzlicher
Aufwand, der wieder ausfallen kann.
Wie kann man eine Weiche mit Spannungsregelung umgehen?
Klar, wer Lipos einsetzt und keine Hochvolt-Servos hat, muss eine Weiche mit Spannungsregelung
einsetzen und akzeptieren, dass die Sicherheit u.U. geringer ist als möglich.
Die Alternative:
LiFePO-Akkus (LiFePo = Lithium Eisen Phosphat).
Zwei dieser Zellen liefern eine Spannung von 6,6V. Nach kurzer Zeit liefern die Akkus 6,1-6,2V, im Schnitt
über die Betriebszeit ca. 5,8V. Das erlaubt (z.B. in Verbindung mit unseren passiven Akkuweichen) den
Betrieb aller uns bekannter Servos direkt am Empfänger, ohne Weiche mit Regelung/Spannungsreduzierer.
Die Vorteile liegen auf der Hand:
So robust wie NiCd Akkus, schnellladefähig in 20min., Hochstrom entladefähig, da niedriger
Innenwiderstand, keine Probleme bei Tiefentladung, hohe Lebensdauer und Ladezyklenzahl, leistungsfähig
auch bei niedrigen Temperaturen.
Kurz, die idealen Akkus für Servos und Empfänger, ohne Power-Weichen. Mit der DSQ-Lösung geht der
ganze Strom direkt und ohne Umwege vom Akku zu den Servos, ohne Verlustleistung. Damit wird dann
auch keine Energie „verbraten" bzw. in Wärme umgesetzt.
In Verbindung mit unseren LiFePo-Akkus und unserer Akkuweiche AW30DSQ werden alle Forderungen
nach wenig Kabeln und wenig Bauteilen erfüllt.
Unser Fazit
Die beste Stromversorgung ist immer die, welche mit dem geringsten Aufwand an Bauteilen, Kabeln,
Steckverbindern und Elektronik die Spannung aus dem Akku direkt zu den Servos führt.
Der Akku selber ist immer die beste Regelung. Ist er ausreichend dimensioniert und hat einen niedrigen
Innenwiderstand, dann gibt es keine Elektronik die besser regelt ist als der Akku selber.
Für Empfangssysteme ohne direkte Hochstromversorgung führt kein Weg an einer Power-Weiche vorbei. Es
empfiehlt sich aber darauf zu achten dass nicht unnötige Funktionen den Bauteileaufwand aufblähen und
damit die Sicherheit wieder minimiert wird. Eine Steigerung der Empfangsqualität ist damit nicht möglich.
Bei Empfangssystemen mit DSQ-Hochstromversorgung im Diversity-Betrieb fallen die geringste Anzahl an
Bauteilen an und es ergibt sich die größt mögliche Sicherheit beim Empfang.
Deshalb gilt für die Stromversorgung einer Empfangsanlage
Was nicht eingebaut ist oder aktiv werden muss kann nicht ausfallen
Bei Empfangsanlagen mit der DSQ-Buchse hat man immer die wenigsten Bauteile im Einsatz. Es wird keine
Powerweiche benötigt, man kann den Strom vom Akku direkt auf den Empfänger führen. Die Servos werden
direkt an den Empfänger gesteckt und die Servos sind separat und einzeln einstellbar, ohne jegliche
zusätzliche Hardware oder Kabel und Stecker.
Schön ist an dieser Technik-Strategie, dass ACT Kunden durch Weglassen unnötiger Elektronik und
Bauteile nicht nur Geld und Gewicht sparen, sondern gegenüber anderen Konzepten auch noch die
Sicherheit für das Modell erheblich erhöhen können.