Hier stehen für die Entscheidung, ob ein Signal gut oder schlecht ist, sehr viel Know How über digitale
Funkstrecken, Physik, HF, Mathematik, Datenpakete, Synchronität und Plausibilität, Hoppingtabellen, interne
Rechenmodelle, usw. zur Verfügung, bis zu 20 unterschiedliche Informationen können bewertet werden.
Das alles geschieht bei ACT S3D-Empfängern mit zwei Antennen schon in einem Gehäuse, intern, denn hier
sind zwei aktive Empfangssysteme eingebaut, die als Diversity-System arbeiten.
Anmerkung: Die meisten 2,4 GHz Empfänger haben 2 Antennen, aber nur ein (1) aktives Empfangs-
System, sie arbeiten mit Antennenumschaltung, also nicht mit Diversity und vor allem ohne
Rauschabstandsgewinn. Werden 2St. ACT S3D-Empfänger gekoppelt, dann arbeiten 4 aktive Systeme, und
diese 4 aktiven Systeme stellen dann auch die Entscheidungsgrundlage der Signalbewertung dar.
Es ergeben sich also im Diversity-Verbund nicht nur gewaltig mehr Informationen zur Signalbewertung als
bei der Empfänger-Umschaltung, vor allem wird hier der Rauchabstand erhöht (s.u.), und damit direkt die
Sicherheit der Funkstrecke. Der Zustand „schlechtes Signal" kommt, wenn überhaupt, ganz erheblich später
und wird dann auch von mind. 2 Empfangssystemen bewertet.
Rausch-Abstand
Die Steigerung der Empfangsqualität ist immer mit einer Erhöhung des Rauschabstandes verbunden. In der
Technik gibt es bei elektronischen Geräten ein Bewertungskriterium für die Qualität und die Sicherheit des
gedachten Konzepts, den Rauschabstand. Das ist (im Prinzip) ein Wert, welcher den Abstand zwischen
einer Störung und sicherem Betrieb eines Geräts bezeichnet. Wer einmal eine teuere Stereoanlage gekauft
hat, der kennt das wichtigste Werbeargument -> Rauchabstand..... Und das kann man bei Stereo-Anlagen
auch wörtlich nehmen, denn da will man das Rauschen minimieren, wenn keine Signale/Musik spielt....
Dreht man bei schlechten Anlagen die Lautstärke auf (ohne Ton), dann hört man sehr schnell ein Rauschen.
Bei guten Anlagen geht das viel weiter, bei einem BOSE Soundsystem noch erheblich weiter..... Es ist hier
wie eigentlich immer, diese Qualitätssteigerung gibt es nicht ganz umsonst......
Erhöht man den Rauschabstand bei einer Empfangsanlage von Flug-Modellen, und damit die
Sicherheitsreserve, dann hat man schon bei einem Absturz weniger eine ganze Menge Geld gespart......
Soweit zu den Grundlagen des Fernsteuer-Empfangs. Hier hat man als Pilot nur die Möglichkeit, die das
vorhandene Fernsteuer-System bietet. Man kann dabei lediglich bei der Wahl des Systems die Priorität auf
die Übertragungs-Sicherheit legen.
2. Steigerung der Sicherheit durch sichere Stromversorgung
Hier geht es darum die Stromversorgung eines Systems durch Redundanz gegenseitig abzusichern. Man
benutzt dazu zwei Akkus, weil man davon ausgeht, dass ein (1) Akku ausfallen kann. Durch technische
Maßnahmen muss gewährleistet sein, dass bei Ausfall eines Akkus der andere zur Verfügung steht.
Aufgabe 1 eines Empfangssystems: Maßnahmen zur Akku-Absicherung
Eine Steigerung der Sicherheit in diesem Punkt wird erreicht, indem verhindert wird, dass bei Ausfall eines
Akkus die ganze Stromversorgung ausfällt Dazu wird ein zweiter Akku parallel verwendet und beide
versorgen die Empfangsanlage gemeinsam, die Akkukapazität addiert sich.
Akku-Ausfall-Möglichkeiten
Die Stromversorgung kann ausfallen durch Unterbrechung einer Akkuzelle, Kabelunterbrechung, oder durch
Defekt einer Akkuzelle, ohne dabei den Kontakt zu unterbrechen (interner Kurzschluss einer Akkuzelle).
Von leeren Akkus durch Bedienerfehler wollen wir hier nicht reden......
Macht eine Akkuzelle bei parallel geschalteten Akkus internen Kurzschluss, fließt ein sehr hoher Strom vom
intakten Akku zum defekten Akku. Dies muss durch die Akkuweiche verhindert werden.
Hat eine Akkuzelle Unterbrechung, kommt keine Spannung mehr aus diesem Akkupack, der andere Akku
muss dann die Versorgung übernehmen.
Für alle Akku-Ausfallmöglichkeiten gibt es einfache Maßnahmen, die ohne unnötigen Aufwand diese
Aufgaben lösen.
Dafür gibt es ein passiv arbeitendes elektronisches Bauteil, die sog. Schottky-Diode..........
Dieses Bauteil verhindert alle drei Ausfallmöglichkeiten beim Parallelschalten von Akkus, mit den wenigsten
Kontakten und Kabeln, und völlig ohne Software. Die Schottky-Diode ist in jeder uns bekannten
Akkuweichen eingebaut.
Der Fall einer Kabelunterbrechung kann nicht kompensiert werden, vor allem nicht durch "mehr Kabel", im
Gegenteil......
Jedes zusätzliche Kabel ist eine weitere Ausfallmöglichkeit. Wenn es um Steigerung der Betriebssicherheit
geht, dann bedeutet dies in jedem Fall Vermeidung unnötiger Kabel, Stecker, Kontakte, doppelte
Servosignalverarbeitung und Software.
Aufgabe 2 eines sicheren Empfangs-Systems: Hochstromversorgung vieler
starker Servos
Die zweite Aufgabe eines sicheren Empfangs-Systems besteht darin, den heute erhältlichen starken Servos
genügend Strom an den Servosteckern zur Verfügung zu stellen. Da die Stecksysteme durch den
Flaschenhalseffekt des einzigen Akkusteckers an den Empfängern meist nur wenig Strom zulassen, muss
ein Weg gefunden werden, den Servos auf anderen Wegen genügend Strom zur Verfügung zu stellen.
Dies geschieht bei heutigen Akkuweichen dadurch, dass die Servos an eine Weiche angeschlossen werden,
und der Empfänger dann separat mit Strom versorgt wird. Damit erfüllt die Weiche dann ihre beiden
Aufgaben.
Durch die Trennung der Versorgung von Empfänger und Servos führt das leider aber immer zu einer
erheblichen Anzahl von zusätzlichen Kabeln, Steckern und Lötstellen, dadurch hebt sich im Idealfall der
zusätzliche Sicherheitsgewinn meist wieder auf, oft wird im Grunde sogar weniger Sicherheit erzeugt.
Kommen jetzt in den Akkuweichen noch Funktionen dazu wie Servowegeinstellungen, Servo-Abgleich,
Konstantspannungserzeugung usw., usw., ist das bei manchen Empfangs-Systemen zwar durchaus eine
Steigerung des Bedienkomforts, aber in keinem Fall ein Sicherheitsgewinn.
Bis heute hat sich bei den großen Herstellern von Empfängern die Auslegung der Stromzufuhr nicht
geändert. Ein Steckplatz mit JR-Stecker für den Akku und dessen Stecksystem ist im Prinzip bestimmend,
wie viel Strom zu allen angesteckten Servos gelangen kann.
Vor allem wird aber vergessen, dass man zuerst sicheren Empfang benötigt, und als zweites natürlich dann
eine sichere Stromversorgung.
ACT geht einen anderen Weg
Servoausgänge werden frühestens bei ca. 50A warm.
Der Engpass liegt daher immer an den Gleitkontakten im Servostecker, nie an den Empfängerstiften oder
den Leiterbahnen. Deshalb ist ein normaler Servostecker eben auch immer nur dafür geeignet, den Strom
für 1 (ein) Servo zu liefern, nicht für einen Empfänger mit allen angeschlossenen Servos. Da sind bei guter
Qualität max. 1,5A pro Stecker möglich, es gibt hier aber auch sehr schlechte Qualität.
Vor diesem Hintergrund wurde beim ACT-DSL-System die
Problematik
wieder
auf
die
einzelnen
zurückgeführt
und
direkt
am
Empfänger
Ausgangspunkt ist dabei die Hochstromzuführung direkt zum
Empfänger mittels DSQ-Buchse.
Die DSQ-Hochstrombuchse an ACT-Empfängern und
ihre Vorteile
Diese Buchse ermöglicht die direkte Stromzuführung zu den
Servos mit einem Dauerstrom von 15A, 50A kurzzeitig
(10sec). Damit sind auch 10 starke Servos optimal und sicher
zu betreiben. Die Leiterbahnen zu den Servosteckern sind im
Empfänger optimiert für mehr als 50A Strom, die Stifte der
Teilaspekte
gelöst: