M-Bus, wie funktioniert das ?
Für die Telemetrie im Modellbau gibt es derzeit nur ein genormtes
Bus-System, welches für alle Hersteller zugänglich ist, den sog. M-
Bus für die Sensorik. Dieses System und dessen Beschreibung gibt
es von MPX. Im M-Bus ist beschrieben (bzw. festgelegt), welcher
Sensor welche Adresse hat und wie die Sensoren mit dem
Prozessor kommunizieren.
Der Vorteil in diesem M-Bus-System liegt darin, dass jeder Hersteller, der Ideen zur Sensorik hat, diese als
Produkt verwirklichen kann. Und wenn er sich an die M-Bus-Regeln hält, dann werden diese Sensoren an
allen Geräten, die den M-Bus-Standard für die Telemetrie benutzen, auch funktionieren.
Unsere Kunden wollen nun wissen, wie das bei uns funktioniert, obwohl wir derzeit keine eigenen Sensoren
herstellen ?
Ganz einfach, wir verwenden technisch den Standard M-Bus.
Ein Vergleich: Es gibt zig Hersteller von CD-Beschreib- oder Lese-Geräten wie CD-ROM im PC, oder CD-
Video-Player usw.
Es gibt auch zig Hersteller von Video-Kameras, die Bilddaten auf CD schreiben, oder PCs schreiben Bilder
auf CDs. Egal woher die Daten kommen oder wie diese erzeugt wurden, Bilder und Videos können mit
jedem Gerät angezeigt werden , welches den selben Standard verwendet.
So ist das auch mit dem Telemetrie-System bei ACT. Wer an die ACT-Telemetrie-Empfänger einen M-Bus
kompatiblen Sensor ansteckt, der wird von unserem System richtig übertragen und unsere Auslesegeräte
können die Sensoren richtig anzeigen.
Von daher, wir wissen eigentlich nicht, was die Sensoren können oder machen sollen, wir stellen nur die
Übertragung vom Modell zum Sender und die Auslesegeräte zur Verfügung.
Deshalb müssen Sie sämtliche Informationen über die Funktionen und Möglichkeiten der Sensoren beim
jeweiligen Hersteller des Sensors erfragen,, dieser verdient sein Geld damit und muss dann auch die
Beratung dafür erbringen. Wir können da kaum weiterhelfen.
Eine Hilfe dazu stellen aber unsere Sensorpakete dar, die für best. Anwendungen sinnvoll zusammengestellt
sind. Bitte informieren Sie sich dazu unserem shop oder weiter unten in dieser Beschreibung
M-Bus für Technik-Freaks
16 Sensoren können im M-Bus-Standard hintereinander angeschlossen werden, davon 14 St. extern, E-
Akkuspannung und RSSI-Signal sind in den Telemetrie-Empfängern schon eingebaut und gelten als die
Sensoren 1 + 2.
Die 16 Sensoren haben sog. Adressen, und zwar von 0-15. Sensor 1 hat also die Adresse 0.
Das Sensorsystem ist ein Bus-System, weil auf einer Daten-Leitung 16 Sensoren hintereinander
angeschlossen sind. Diese können unabhängig voneinander völlig unterschiedliche Informationen liefern,
über eine Daten-Leitung. Der Telemetrie-Empfänger steuert die Abfrage der einzelnen Sensoren sequentiell,
als nacheinander.
Wie ein Briefträger, der nacheinander die Post an 16 verschiedenen Hausnummern abholt.
Klar ist, je mehr Sensoren angeschlossen sind, desto länger dauert die Abfrage, wenn weniger
angeschlossen sind geht das schneller. Das kann z.B. bei Steigen oder Fallen beim Vario eine Rolle spielen,
da sind Verzögerungen nicht erwünscht.
Der Briefträger ist eben auch schneller fertig, wenn er nur ein paar Adressen abholen muss.
Das kann man nun damit steuern, indem man die Sensoren priorisiert, also einen bestimmten Sensor
wichtiger, und damit andere unwichtiger macht per Programmierung am Empfänger. Der wichtige Sensor
(Adresse) wird dann häufiger, die anderen dafür weniger häufig übertragen
Werden die Sensoren abgefragt, liefern diese für jeden Sensor 3 Informationen: Adresse, Einheit, Wert, in
Programmiersprache".
Diese Daten kommen so am Sendemodul an und werden auf unser UPD oder über das Bluetooth-Interface
zum Android Smartphone geleitet und dort angezeigt.
Aus diesen 3 Werten können nun eben die jeweiligen Anzeigen generiert werden, weil eben Adresse, Wert
und Einheit angegeben sind, weiß das Anzeigegerät, was angezeigt werden soll.
Abweichend vom M-Bus-System ist bei ACT die Abspeicherung der Warnschwellen. Zu jedem Sensorwert
kann eine obere und eine untere Warnschwelle eingestellt werden. Bei MPX macht man das am Sensor, und
muss dazu immer wieder an den Sensor um zu programmieren.
Beim ACT System stellen wir das im UPD oder im Android Smartphone ein. Damit kann alles im Modell
bleiben wie es ist, nichts muss umgesteckt und neu verbaut werden.
Sensoren
Die gibt es fast jeden Tag mehr, auch welche die nicht von MPX sind. Meist ist eine Einrichtung oder
Computerprogramm vorhanden um zumindest die Sensoradresse einzustellen. Das muss dann gemacht
werden, damit die Sensoren überhaupt am M-Bus-System funktionieren.
Sind noch weitere Einstellungen für den Sensor möglich, z.B. Warnschwellen o.ä., dann kann das mit dem
Bus-System in Konflikt kommen. Diese dann am ACT Anzeigegerät einstellen.
Beim Einrichten von Sensoradresse empfehlen wir zunächst, sich am besten an die vom M-Bus als
Standard-Adresse eingerichteten Vorschläge zu halten. Unterschiedliche Adressen in unterschiedlichen
Modellen für die selben Sensoren erschweren einfach den Überblick.
Die Adressen 0 und 1 sind immer belegt und dürfen nicht noch einmal vergeben werden für andere
Sensoren. Externe Sensoren können also die Adressen 2-15 nutzen.
M-Bus Standard Adressen
Adresse
Beschreibung
0
RSSI Link Quality
1
Spannung
2
Strom
3
Steigen/Sinken
4
Geschwindigkeit
5
Drehzahl
6
Temperatur
7
Richtung
8
Höhe/kurze Distanz
9
Füllstände
10
Frei
11
Stromverbrauch
12
Flüssigkeiten
13
Lange Distanz
14
Frei
15
Frei
Min Wert und Max Wert sind die jeweiligen minimalen und maximalen Anzeigen
Auflösung
Min Wert
1%
0%
0,1V
-600
0,1A
-1000
0,1m/s
- 500
0,1km/h
0
100 1/min
0
0,1 Grad C
- 250
0,1 Grad Winkel
0
1m
- 500
1%
0
0
1mAh
-16000
1mL
0
0,1km
0
Max Wert
+100%
+600
+1000
+500
+6000
+ 500
7000
3600
2000
+ 100
+ 100
16000
16000
16000