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Betrachtungen Zum Thema Fail Safe - Act S3D-System Handbuch

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Sog. Servoprobleme bei 2,4 GHz ?
Seit langem gibt es Piezo-Kreisel von Futaba oder ACT, daran arbeiten auf jeden Fall alle Futaba-Servos.
Manche Graupner Servos, oder auch Analogservos "einfacherer Herkunft" oder großen Alters arbeiten daran
nicht richtig, die finden nicht richtig den Nullpunkt oder brummen etwas in der Mittelstellung. Eine der
Ursachen dafür ist die "schnellere" Servosignalausgabe des Kreisels von ca. 14ms. Und natürlich eine
geringe Servoauflösung des Servos.
Interessanterweise kann das Futaba Servos überhaupt nichts anhaben, denn die sind dafür schon immer
gebaut, das Futaba PCM System hatte auch schon eine "schnellere" Servoausgabe.
Das selbe "Problem" kann nun natürlich passieren, wenn schon der Empfänger wie bei allen 2,4GHz
Systemen, schnellere Servosignale ausgibt. Nur, das ist ja neben der höheren Sicherheit gerade einer der
ganz großen Vorteile gerade vom S3D-System.
Fast alle Kunden berichten davon, dass sich das Modell nun viel direkter steuern lässt, viel genauer anfühlt.
Das kommt ausschließlich von der schnelleren Servoansteuerung, die Servos können nun Leistungen und
Präzision entwickeln die vorher gar nicht möglich war.
Die Ursache , wenn überhaupt vorhanden, liegt nicht alleine an der Servosignalausgabe. Alle Sender "jittern"
um den Nullpunkt. Wer seinen Simulator abgleicht am PC kann das sehr schön an den "wackeligen
Balkendiagrammen" sehen. Und da sind nicht alle Sender gleich, auch nicht innerhalb einer gleichen Marke
oder Serie oder Typ. Es gibt Sender mit starkem Jitter, und Sender mit geringem Jitter. Bei starkem Jitter
wird das Servo viel mehr zum "Brummen" angeregt als bei Sendern mit schwachem Jitter. Da geht dann die
Servoauflösung ein, schlechte Auflösung = mehr Jitterprobleme. Das Ganze ist dann zusätzlich auch noch
von der Empfänger/Servostromversorgung bzw. vom Innenwiderstand des E-Akkus oder BEC abhängig.
Des Weiteren trifft das auch nicht auf alle Servos einer Serie zu, wir haben z.B. viele Servos 4041 JR im
Einsatz. Prima Servos. Diese sollen das Problem haben. Wir können es nicht feststellen.....
Von daher ist es auch sinnlos eine Servoliste anzufertigen. Man kann nur generell sagen, dass generell
Digital-Servos und alle Futaba-Servos, ob analog oder digital, praktisch nie Probleme haben, genau so
wenig wie alle Hitec, JR und viele billige Digital-Servos. bei Analogservos laufen die allermeisten Typen
problemlos. Da es aber seit ca. 40 Jahren Servos mit gleicher Ansteuer-Technik gibt, außerdem tausende
"Billig-Servos" aus Fernost, ist es praktisch unmöglich für alle vorhandenen Servos im Markt aus allen
Quellen der letzten 40 Jahre kompatibel zu sein.
Es gibt aber einen groben Test. Man nimmt den Knüppel auf Vollausschlag und lässt ihn einfach los, er wird
dann kurz hin- und her pendeln. Wenn danach das Servo seinen Nullpunkt nicht findet ist Vorsicht geboten.
Das aber dann bitte auch mal mit einem anderen Sender und richtiger Stromversorgung probieren.
Das S3D Universalmodul S-16T besitzt einen Umschalter auf 21ms Ausgabegeschwindigkeit, damit kann
man die Servoausgabe quasi „verlangsamen" auf 21ms...... Immer noch so schnell wie in Zeiten von PPM
und 35 Mhz. Also in jedem Fall mehr als ausreichend schnell.
Damit kann man diese „Probleme" aus der „Servo-Vergangenheit" lösen, nicht ohne sich andere Nachteile
einzuhandeln.

Betrachtungen zum Thema Fail Safe

Fail Safe
Fehler im Signal, also Störungen oder Signalunterbrechungen, werden vom Empfangs-System erkannt.
Daraus kann der S3D-Empfänger die Servos im Falle einer Störung in vorher vom Piloten programmierte
Positionen stellen. Das nennt man Fail Safe. Sinnvoll für z.B. Gas, dieses kann man damit auf Leerlauf oder
Motor AUS stellen. Bei Sender-Nachrüstsystemen muss dies im Empfänger eingestellt werden
Hold
Die Servos bleiben im Falle einer Störung oder Signalunterbrechungen in der zuletzt als richtig
empfangenen Position stehen.
Im Gegensatz zu vielen anderen 2,4Ghz-Systemen ist es mit dem S3D-System auf einfachste Weise
möglich Fail Safe oder Hold für den Fall einer Störung einzustellen. Auch wenn der Sender, wie
vorgeschrieben, mit PPM-Modulation betrieben wird. Die Auswahl zwischen beiden Möglichkeiten geschieht
im Empfänger. Es ist möglich für jeden Servo-Ausgang separat zu wählen zwischen Fail Safe oder Hold. Es
wird dazu kein zusätzliches Programmiergerät benötigt.
Einstellen von Fail Safe ohne Programmiergerät
Während des Normalbetriebs am Empfänger die Steckbrücke für Binding setzen (oder Binding-Taster
betätigen). 10sec warten, dann diejenigen Knüppel/Geber zunächst bewegen und dann auf eine Position
stellen (ohne Zeitbegrenzung) , die für den Fail Safe-Fall eingenommen werden soll. Durch die Bewegung
erkennt das System welche Geber im Falle einer Signalunterbrechung in Fail Safe Positionen gestellt
werden sollen.
Dann Steckbrücke abziehen (oder Binding Schalter loslassen). Es wird die Position als Fail Safe Position
eingestellt, welche die Knüppel beim abziehen der Steckbrücke/Bindingschalter loslassen eingenommen
haben. Alle Geber, die während des Vorgangs nicht bewegt wurden, nehmen „Hold" als Stellung für den
Störungsfall ein. Zum Test Sender aus/einschalten.
Beim einstellen von Fail Safe/Hold mit dem Programmierstecker bzw. Taster werden immer alle Servos
global programmiert.
Reset von Fail Safe:
Dazu einfach den Vorgang starten ohne die Knüppel zu bewegen und innerhalb 10sec den Jumper ziehen
oder Taster loslassen.
Einstellen von Fail Safe mit Programmiergerät
Dazu kann ein Palm, UPD, das Smartphone oder der PC/Laptop verwendet werden
Fail Safe/Hold
Mit dem Palm (oder PC/Laptop) kann Fail Safe oder Hold für jedes Servo separat erfolgen. Dazu wird für
das jeweilige Servo als Mischer Schalter 1 „Signal OK" eingestellt, die Servowege und Richtungen ganz
normal entsprechend Bedarf. Für den zweiten Mischer als Schalter „Signal Lost". Als Mischerquelle wird
„FIX" eingestellt, damit kann die Servoposition über den gesamten Weg auf die gewünschte Position gestellt
werden. Zur Einstellung/Kontrolle der Fail Safe Position Sender ausschalten (Signal Lost). Im Diversity-
Betrieb wird eine programmierte Fail Safe Position an einem Empfänger erst ausgegeben, wenn trotz
Diversity-Betrieb beide Empfänger kein Signal mehr liefern.
Für „Hold" muss der „Schalter" in jeder aktiven Ebene auf „ON" programmiert sein.
Wir empfehlen bei Motormodellen grundsätzlich, den Motor für den Fall einer Störung Fail Safe auf AUS-
Position zu programmieren. Sollten Störungen vom Motor kommen, beseitigen diese sich dadurch selber
und der Empfang wird automatisch besser.
Fail Safe in Jets
Sollen die Servos (oder die ECU und die Turbine) in eine für eine Störung vordefinierte Stellung laufen, muß
"Fail Safe" programmiert werden. Beim S3D-2,4GHz-System muß Fail Safe im Empfänger programmiert
werden, die Programmierung im Sender funktioniert nicht.
Fail Safe programmieren für ECU von Jets
Hier empfehlen wir Fail Safe für die Turbine/ECU, und Hold für alle anderen Ruder und Funktionen. Damit
kann die ECU eine Störung erkennen und die Turbine abschalten, z.T. mit einer in der ECU einstellbaren
Verzögerung, damit nicht kurzzeitige Störungen gleich einen Absteller der Turbine zur Folge haben.
Für S3D-Empfänger, die ohne Interface per Computer oder Palm eingestellt werden sollen, bedeutet dies,
Fail Safe für den ECU/Turbinenkanal wie im Handbuch auf Seite 4 (s.o) zu programmieren und dabei nur
den Gasknüppel zu bewegen innerhalb der 10sec. Alle anderen Ruder sind dann mit "Hold" programmiert.
Da die ECU nur Fail Safes erkennt, die größere Ausschläge produzieren als der für den Gaskanal
eingestellte, normale Servoweg, muß dieser für die Steuerung der Turbine/Gaskanal zunächst kleiner
eingestellt werden.

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