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Wie Bestellt Man Telemetrie Richtig - Act S3D-System Handbuch

Inhaltsverzeichnis

Wie bestellt man Telemetrie richtig

Telemetrie erweitert eine Modellfernsteuerung um eine sog. Funk-Rückstrecke. Im Gegensatz zur Funk-
Hinstrecke, welche zur Übertragung der Steuersignale des Piloten zum Modell dient, werden auf der
Rückstrecke Daten, z.B. von Sensoren, aus dem Modell, von oben nach unten zum Piloten übertragen.
Diese Daten werden dann beim Piloten angezeigt. Die Datenübertragung von Daten aus dem Modell über
die Rückstrecke und Anzeige der Daten beim Piloten nennt man Telemetrie.
Ein Telemetrie-System für einen vorhandenen Sender besteht immer aus einem Telemetrie-Sendemodul,
einem Telemetrie-Empfänger, Sensoren und einem Programmier- und Anzeigegerät.
Wir verkaufen gerne Telemetrie, wir leben sogar davon :). Wir wollen aber auch, dass Sie als Kunde sich
darüber im Klaren sind, eine Fernsteuerung mit Telemetrie ist in gewissem Grad komplexer als bisher, den
es ergeben sich eine erhebliche Anzahl an Möglichkeiten und Variationen. Es müssen aus einer Vielzahl
von Produkten die jeweils für den persönlichen Bedarf geeigneten Einzelprodukte ausgewählt werden.
Kunden müssen sich also hier vorher gut informieren, damit immer nur das bestellt wird was wirklich benötigt
wird.
Damit Sie mit wenig Aufwand die für Ihre Zwecke richtige ACT-Telemetrie auswählen können, hier eine
schrittweise Anleitung zum richtigen Vorgehen.
Schritt 1
Sie benötigen ein telemetriefähiges ACT-Sendemodul (S-12T/S-16T), beide besitzen einen Ausgang für die
Rückstrecke/Sensordaten. Das S-12T-Modul kann nur ACT S3D-T- oder S3D-TL-Empfänger betreiben und
hat 12 Kanäle, das S-16T-Universal-Modul kann alle ACT S3D-Empfänger betreiben und hat 16 Kanäle.
Dazu benötigen Sie einen Adapter zum Anschluss des Moduls an den Sender. Oder, wenn der Sender mit
2,4GHz Telemetrie- und 35 MHz umschaltbar betrieben werden soll, dann einen Umschalter Switch IT.
Adapter und Switch IT sind senderspezifisch, dafür gibt es eine Adapterliste im Netz. Alle notwendigen
Produkte bekommen Sie bei ACT.
Schritt 2
Sie benötigen einen telemetriefähigen Empfänger (alle ACT S3D-T-Empfänger), welcher einen Anschluss für
Sensoren besitzt. Die S3D-T Empfänger haben bereits eingebaute Sensoren für das Empfangssignal (RSSI)
und für die Empfängerakkuspannung. Alle S3D-TL-Empfänger können ebenso mit dem Telemetrie-Modul
betrieben werden, haben aber keinen Sensoranschluss. Die Empfänger bekommen Sie bei ACT (link).
Sendemodul und S3D-10 Telemetrie-Empfänger gibt es auch im günstigen Sender-Erweiterungsset.
Schritt 3
Sie entscheiden, welche Daten aus dem Modell beim Piloten angezeigt werden sollen und wählen die
dazugehörigen Sensoren aus.
ACT Telemetrie-Empfänger benutzen den sog. M-Bus Standard von MPX, daher müssen Sie M-Bus
kompatible Sensoren auswählen. Sensoren für M-Bus gibt es schon eine so große Menge am Markt, dass
es nur zusätzliche Verwirrung stiftet, wenn auch wir noch Sensoren herstellen würden, deshalb bekommen
Sie diese beim Händler oder im Internet, suchen Sie einfach nach M-Bus-Sensoren.
Es gibt auf dem freien Markt (z.B. MPX, SM) Sensoren für die Anzeige von
Spannungen (V), Ströme (A), GPS-Daten, Drehzahlen, Flug-Geschwindigkeit
Höhe, Steigen/Sinken (Vario), Flüssigkeiten
Und viele weitere, die ständig dazukommen........s. oben ->Telemetrie to go.........
Entscheiden Sie, welche Daten aus dem Modell für Sie wichtig sind und wählen Sie dann den
entsprechenden Sensor aus.
Bis zu 16 Sensoren können hintereinander geschaltet werden (daher der Name Bus-System). Es ist aber
sinnvoll, nur wenige Sensoren gleichzeitig einzusetzen. Vor allem am Anfang, wenn Telemetrie noch neu für
den Anwender ist.
Schritt 4
Sensordaten müssen interpretiert und Warnschwellen von Sensoren müssen eingestellt werden, sonst sind
sie nutzlos. Dazu gibt es zwei Programmiergeräte, eines kabellos (über ACT-Bluetooth-Interface zu einem
Android Smartphone) oder eines mit Kabelanschluss zum Sendemodul (ACT-UPD).
Beide Programmiergeräte haben ein Display und Bedientasten und dienen auch der optischen Anzeige der
Sensordaten (s. Schritt 5).
Schritt 5
Sie wählen eine Anzeigemöglichkeit für die Sensordaten aus. Bei ACT gibt es optische oder akustische
Anzeigen, aber auch Vibration oder sogar Automatik-Funktionen (s. homepage)
Tips für ACT-Telemetrie-Produkte vor dem ersten Einsatz
Sendemodul
Die 4 Kabel, die aus dem Modul herausgeführt sind, dienen dem Anschluss von externem Mode-Switch oder
Binding-Taster mit LED. Die Anschluss-Anleitung liegt dem Mode-Switch oder Binding Taster bei. Zum
Anschluss und Einbau in MPX 3030/4000 wird eine Antennenverlängerung 526043 benötigt. Zum Anschluss
von Telemetrie-Geräten wie BT-Interface oder UPD an der S-Bus-Buchse passt nur der S-Bus-DSL-
Adapter 527031. Das bekannte DSL-Kabel passt nicht und kann die Kontakte zerstören.
Reichweitentest, Änderung gegenüber S3D-Modul ohne Telemetrie
Das neue Modul wird beim Test am Boden mit gedrückter Binding-Taste weniger Reichweite erzielen als das
frühere Dual-Modul. Das ist völlig normal, denn jetzt wird dabei 4 x weniger Leistung abgestrahlt. Grund:
Kunden haben sich beschwert nicht an die Reichweitengrenze zu kommen zum Test. Jetzt ist die Reichweite
so ca. 50m und dafür ist der Aufwand dann relativ gering.
Stromverbrauch der Telemetrie-Empfänger.
Diese Empfänger haben Endstufen, das bedeutet, dass der Stromverbrauch erheblich größer ist als bei
normalen Empfängern. Da wir ja mit dem besonders sicheren Diversity System arbeiten, besitzen ACT
Telemetrie-Empfänger sogar 2 Endstufen, der Stromverbrauch eines Empfängers beträgt im Schnitt ca.
120mA. Bei normalem Empfänger 35 MHz sind das nur 10-15mA, 2,4 GHz Empfänger ohne Endstufen (z.B.
S3D-TL-Empfänger) benötigen ca. 50mA. Das muss bei der Stromversorgung berücksichtigt werden, auch
bei Verwendung von BECs. Wir empfehlen dringend, nur Hochstromakkus mit niedrigem Innenwiderstand
zu verwenden. Eneloops zur Stromversorgung der Empfangsanlage sind verboten.
Bei kleinen S3D-Empfängern im Hubschrauber mit BEC-Versorgung, womöglich sogar noch mit FBL
Elektronik, sollte in jedem Fall ein ACT-BEC-Kompensator verwendet werden. Dieser glättet die
Spannungseinbrüche und macht den kleinen Empfängern die Arbeit erheblich leichter (und sicherer).
Empfänger-Antennen Empfänger mit abschraubbaren Antennen nie ohne Antenne einschalten, die
Endstufen könnten dabei defekt gehen, darunter leidet dann auch der Empfang.
Für beste Reichweite bei Telemetrie-Empfang die Empfänger-Antennen nach außen legen und optimal im
90 Grad Winkel anordnen.
5pol.-Modulstecker für MPX und Futaba-Adapter fehlt
Es können daher auch die Graupner-Adapterplatine oder die MPX-Adapterplatine nicht mehr verwendet
werden. Bitte entsprechende Adapterkabel verwenden (shop).
Binding Steckbrücke S3D-10T, Verlängerung
Wir empfehlen die Verwendung des Extern-Anschlusses mit LED für Binding. Nicht nur weil das hier viel
bequemer ist, wenn ein Empfänger im Modell eingebaut ist und man den Binding oder Fail Safe Vorgang
machen möchte. Es dient auch der Sicherheit, denn wenn die Steckbrücke neben den vorgesehenen
Binding Stecker gesteckt wird, ist Kurzschluss mit hohem Stromfluss und Kabelbrand möglich.

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