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Sicherheit im Flugbetrieb

100% Sicherheit gibt es nicht, vor allem nicht bei Funkstrecken. Deshalb ist das Ausschöpfen aller
Möglichkeiten nicht nur sinnvoll, sondern aus Sicherheitsgründen fast gar Pflicht, um so nahe wie möglich an
diese 100% heranzukommen.
Was ist sicherer ?
Diese Lösung ?
Sehen wir einmal ab von den vielen Fehlermöglichkeiten, die man als Pilot (leider) selber machen kann hat,
schauen wir auf die technischen Möglichkeiten, den Betrieb so sicher als möglich zu gestalten.
Es gibt neben der Produktqualität der eingesetzten Geräte zwei grundlegende Punkte, die für den Betrieb
eines Flugmodells von essentieller Bedeutung sind:
1.) Die Funk-Übertragungsstrecke
2.) Die Stromversorgung
Beide Punkte sind zwar auch oft vom Piloten abhängig, z.B. laden und Pflegen des Akkus, Überwachung
des Akkus, usw.
Für den Empfang ist der Einbau ins Modell mitentscheidend, und natürlich die
Sicherheitsreserven des Empfangs-Systems.
1.) Die Funk-Übertragungsstrecke, Signal-Empfang
Störungen des Empfangs von Funksignalen sind relativ häufig anzutreffen, weil diese physikalisch einfach
vorhanden sind durch die Richtwirkungen der Antennen und die Bewegung des Modells. Daher ist es erste
Priorität, wenn es darum geht die Sicherheit im Betrieb so hoch wie möglich zu gestalten.
Akkuweichen mit Empfänger-Umschaltung
Oder diese Lösung ?
Zwei Empfänger werden angeschlossen, eine Umschaltung
schaltet bei Störungen immer auf den vermeintlich ungestörten
Empfänger um.
Parallelschaltung von zwei Empfängern im aktiven Diversity-Betrieb
Unterschiede der beiden Systeme
Beide Systeme sollen bei Störungen eines Empfängers weiter arbeiten. Störungen müssen also erkannt
werden vom System. Die Unterschiede der beiden Systeme liegen, neben anderen Punkten, vor allem in der
Bewertungsmöglichkeit von Empfangssignalen.
Dabei geht es technisch zunächst immer um die Frage: Was ist ein gestörtes und was ist ein ungestörtes
Empfangssignal ? Dazu muss in jedem Fall eine Bewertung des Empfangs-Signals vorgenommen werden,
aus der dann die Entscheidung - gestört oder ungestört - hervorgeht.
Daher betrachten wir die Unterschiede der Bewertungsmöglichkeiten von Empfangs-Signalen in beiden
Systemen.
Bewertung/Filterung von Empfangssignalen bei digitaler Funkstrecke im Diversity-Verbund
Im Empfänger kommt das Sendesignal in unterschiedlicher Qualität an. Nun folgen viele Prüfverfahren,
bevor das Signal weiter verarbeitet wird. Bei 2,4GHz handelt es sich um eine digitale Funkstrecke, da geht
es um Datenblöcke (ein Datenblock stellt die Steuerinformation komprimiert und verschlüsselt zur
Verfügung), Kompressions- und Dekompressionsverfahren, Synchronität und Plausibilität, Hoppingtabellen,
interne Rechenmodelle, usw.
Dabei steht dann auch das RSSI Signal (Radio Signal Strenght Indicator) als 1(ein) Wert von vielen zur
Verfügung. Häufig wird auch von Link Quality gesprochen. Das RSSI Signal zeigt an, wie stark das
Sendesignal am Empfänger ankommt. Das ist in einer analogen Funkstrecke eine wichtige Information.
Die 2,4GHZ-Funkstrecke arbeitet digital, und da ist der RSSI Wert als analoge Feldstärke alleine wertlos.
Das RSSI Signal zeigt nur einen Wert zwischen 0 und 100%. Feldstärkewerte ohne die digitalen
Informationen aus den Datenblöcken können keine verwertbare Information darstellen.
Ein Beispiel von vielen anderen internen Vorgängen:
Ein Datenblock kommt ungestört an -> RSSI Anzeige 100%
Ein Datenblock ist gestört, kann aber noch decodiert werden -> RSSI Anzeige 100%
Ein Datenblock ist gestört, kann nicht ausgelesen werden -> RSSI Anzeige 100%
Umgekehrt
RSSI Wert 0% -> Der Datenblock kommt trotzdem an und kann ausgelesen werden
RSSI Wert 0% -> Der Datenblock kommt an und kann nur teilweise ausgelesen werden
RSSI Wert 0% -> Der Datenblock kommt gar nicht an
Zwei Empfänger werden per Datenkabel gekoppelt, die
Empfänger
kommunizieren
miteinander
redundant mit Empfangsverbesserung.
Alle Servo-Einstellungen und noch viel mehr Möglichkeiten, die
selbst teuere Akkuweiche nicht bieten, sind hier bereits
enthalten (s. SPS Servo-Programmier-System)
und
empfangen

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