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ACT S3D-System Handbuch Seite 21

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So hat sich im Automobilbau z.B. der Can-Bus durchgesetzt, damit gibt es einen gemeinsamen Standard
und alle Teilnehmer profitieren davon. Niemand muss Alles von Grund auf neu erfinden. Bus Standards sind
für jeweilige Funktionen definiert, dafür gibt es eine Beschreibung des oder der Erfinder, das sog.
Datenprotokoll.
In dieser Beschreibung sind alle Befehle, Adressen usw. und deren Funktion beschrieben. Ist bei der
Entwicklung eines Gerätes die Entscheidung für ein best. Bus-Systems gefallen, dann ist das Datenprotokoll
die Grundlage für die Datenkommunikation der einzelnen Gerätekomponenten.
Bus-System für Telemetrie
Für die Telemetrie im Modellbau gibt es derzeit nur ein genormtes Bus-System, den sog. M-Bus für die
Sensorik. Dieses System und dessen Beschreibung gibt es von MPX. Im M-Bus ist beschrieben (bzw.
festgelegt), welcher Sensor welche Adresse hat und wie die Sensoren mit dem Prozessor kommunizieren.
Der Vorteil liegt nun wieder darin, dass jeder der Ideen zur Sensorik hat, diese als Produkt verwirklichen
kann und wenn er sich an die M-Bus-Regeln hält, dann werden diese Sensoren an allen Geräten, die den M-
Bus-Standard für die Telemetrie benutzen, auch funktionieren.
So nutzen auch wir die M-Bus-Beschreibung für die Kommunikation mit den Sensordaten auf der
Empfängerseite, jeder M-Bus kompatible Sensor wird an unseren Empfängern auch funktionieren.
Auf der Anzeigeseite, also beim Piloten, gibt es von MPX keine Standards, das gibt uns die Freiheit die
Anzeigen selbst zu gestalten, und das mit vielen neuen Produkten.
Auch da verwenden wir ein Bus-System, mehrere Anzeige-Geräte können gleichzeitig benutzt werden, z.B.
Bluetooth Interface und Stickshaker-VCU.
Servo-Bus-Systeme
Hier gibt es ein System von Futaba und von ACT. Beim Futaba-Bus-System werden Geräte, in diesem Fall
Servos, als Adresse angesprochen. Der Vorteil liegt darin, dass nur eine Signalleitung verlegt werden muss
für alle S-Bus-Servos, daran „hängen dann alle Servos hintereinander. Normal ist bisher, dass für jedes
Servo eine einzelne Signalleitung bis zum Servo zugeführt werden muss.
Das Bus-System spart (vielleicht) Kabel, aber nach wie vor muss jedes Servo wie gehabt mit Strom versorgt
werden. Funktional kann man dieses System mit "Märklin Digital" vergleichen: Auf einer Schiene können
mehrere Loks unabhängig voneinander gesteuert werden, gleichzeitig. Die Loks sind dabei die Servos und
haben eben unterschiedliche, digitale Adressen.
Sieht man davon ab, dass eben ausschließlich und nur Futaba Servobus-Servos, Empfänger und
Zubehörteile eingesetzt werden können, ist das schon eine ganz gute Lösung. Allerdings, ob das Argument
hiermit Kabel zu sparen und die Betriebs-Sicherheit erhöht wird (was passiert, wenn die einzige Signalleitung
Unterbrechung hat ?) muss jeder für sich selber entscheiden. Als Kundenbindungssystem ist es aber sicher
ideal.
Das ACT-Servo-Bus-System geht von einem anderen Ansatz aus.
Seit wir Diversity-Empfänger-Systeme im Einsatz haben, gibt es auch unser Bussystem. Als Hersteller,
dessen Produkte markenübergreifend funktionieren müssen, haben wir unser System schon immer so
ausgestattet, dass es mit allen Servos und Zubehörteilen universell funktioniert.
Wir wollen keine Vorlieben unserer Kunden für bestimmte Servos ausgrenzen und sämtliches Zubehör im
Markt, welches an einem Empfänger-Bussystem angeschlossen werden kann, auch ermöglichen.
Wir wollen, dass alle bisherigen Servos und Stromversorgungen dazu verwendet werden können.
Sinn eines Bus-Systems ist viele lange Kabel zu sparen und die Servos besser mit Strom zu versorgen.
Durch Anschluss-Stellen, die so nahe wie möglich bei den Servos sitzen wird die ganze RC-Installation
dezentralisiert.
Mit unserem DSQ-Hochstromsystem und der DSL-Empfängerprogrammierung ist das bei unseren S3D-
DSL-Empfängern und Kanal-Expandern ganz einfach zu lösen.
Werden zwei Empfänger zu einer Diversity-Einheit verbunden, so ist das nichts Anderes als ein Bussystem.
Die Darstellung des Einbaus zweier Empfänger in ein Modell kennen unsere Kunden schon seit dem Jahr
2005.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand:
Es müssen nicht alle Servokabel zu einem zentralen Empfänger im Rumpf geführt werden, die Flügelservos
werden im Flügelempfänger angesteckt, die Rumpfservos im Rumpfempfänger, usw.
Das kann erhebliche Mengen an Kabeln sparen und funktioniert mit allen Servos oder sonstigen
Zubehörteilen aller Hersteller. Es ist kein neues Stecksystem notwendig, auch die Verkabelung der
Stromversorgung kann ganz herkömmlich vorgenommen werden, idealerweise über die Hochstrombuchsen
der DSL-S3D-Empfänger.
Damit diese Vorteile auch bei Verwendung von einem S3D-Empfänger im Modell möglich sind, haben wir
nun 2 neue Busweichen, die dies in Verbindung mit den Kanalexpandern ermöglichen. Das ACT-Bus-
System kann also entweder mit Empfängern oder eben mit Kanalexpandern dargestellt werden.
Dadurch ergibt sich die Möglichkeit bis zu 4 Expander oder auch Empfänger im Bussystem zum Haupt-
Empfänger zuzuschalten. So stehen maximal 50 frei programmierbare Servoausgänge zur Verfügung, bzw.
können eben die Expander in großen Modellen in die Nähe der Servogruppen gebaut werden, wie z.B. ins
Leitwerk, in die Rumpfschnauze, in den linken und den rechten Flügel.
Das spart dann wirklich Kabel und vereinfacht die Stromversorgung. Immer ergeben sich ganz geringe
Servo-Kabellängen und wenige Kabelverbindungen, auch an den Trennstellen.

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