Stichleitungen
Abb. 12: Beispiel: Modbus-Segment mit einer Stichlei-
tung
C Client
S Server
Für Stichleitungen gelten die oben aufgeführten Vor-
gaben der Modbus-Organisation in besonderer Weise,
da die Installation in der Regel linienförmig erfolgen soll.
6.3.3 Modbus RTU - Sollwertvorgabe / Ist-
wertabfrage
Im Modbus-Betrieb wird kein analoges Führungssignal
benötigt. Der Sollwert wird der Regelkomponente digital
über den Modbus übermittelt. In diesem Fall wird, falls
angeschlossen das analoge Sollwertsignal ignoriert.
Für den reibungslosen Datenaustausch im bauseitigem
Modbus RTU Netzwerk ist die Einstellung der Kommu-
nikationsparameter und der Teilnehmeradresse für die
Modbus-Schnittstelle erforderlich. Die Adressierung der
Regelkomponente ist einfach durch eines der folgenden
drei Service Tools möglich (
auf Seite 36 ):
das Einstellgerät GUIV3-M
die PC-Software WIN-VAV2
am internen Display
Zur Sollwertvorgabe, Istwertrückmeldung oder für Sta-
tusmeldungen stehen diverse standardisierte Modbus-
Register zu Verfügung. Somit erfolgt z. B. die Vorgabe
des Volumenstrom-Sollwerts unter Angabe der Modbus-
Adresse durch Übergabe des neuen Sollwertes im
Modbus-Register 0. Die Abfrage des Volumenstrom-Ist-
werts erfolgt je Regelkomponente unter Angabe der
Modbus-Adresse durch Auslesen von Modbus-Register
6. Weitere Modbus-Register werden in folgendem
Ä 9.7 „Modbus-Registerliste"
Abschnitt erklärt:
auf Seite 39
Installationshinweise beachten!
Ä 7 „Elektrischer Anschluss" auf Seite 23
Digitaler Betrieb - BACnet MS/TP > BACnet MS/TP - Sollwertvorgabe / Istwertabfrage
Ä 9.4 „Servicetools"
Regelkomponente Compact XDMB0
6.4 Digitaler Betrieb - BACnet MS/TP
6.4.1 BACnet MS/TP Grundlagen
BACnet MS/TP (Building Automation and Control net-
works) ist ein Bussystem welches in der Gebäude-
technik genutzt wird und eine hohe Interoperabilität zwi-
schen verschiedenen Geräten und Herstellern bietet.
Die hohe Interoperabilität aufgrund standardisierter,
detaillierter Regeln und Strukturen für den Kommuni-
kationsaustausch stellt den zentralen Mehrwert gegen-
über anderen Kommunikationssystemen dar. Dement-
sprechend gibt es für das BACnet Protokoll einen sehr
aufwendigen Zertifizierungsprozess.
BACnet MS/TP basiert auf einer seriellen Übertra-
gung von RS485 und steht für Multidrop Serial Bus/
Token Passing. MS/TP regelt den Zugriff auf den Bus
durch ein Token-Passing-Verfahren. Das bedeutet in
einem Netzwerk können mehrere Manager sein welche
sich mit dem Buszugriff abwechseln. Nach Abschluss
der Kommunikation wird ein Token an den nächsten
Manager weitergegeben. Manager können kommuni-
zieren, wenn sie den Token haben. Subordinates ant-
worten nur auf Anfragen von Managern, haben jedoch
kein eigenes Kommunikationsrecht.
Abb. 13: Beispiel: BACnet Segment mit einem Manager
und 5 Subordinates
M Manager
S Subordinate
BACnet MS/TP erlaubt als Bus-Struktur eine Linien-
struktur (Daisy-Chain). Durch bauseitige Umstände
kann es am Ende einer BACnet MS/TP-Linie zu Signal-
rückkopplungen kommen, um diese zu Filtern ist ein
120 Ω Abschlusswiderstand am Ende der Bus-Linie not-
wendig. Es können bis zu 127 Teilnehmer in einem
BACnet MS/TP Netzwerk betrieben werden.
6.4.2 BACnet MS/TP - Sollwertvorgabe /
Istwertabfrage
Im BACnet-Betrieb wird kein analoges Führungssignal
benötigt. Der Sollwert wird der Regelkomponente digital
über den BACnet-Anschluss übermittelt. In diesem Fall
wird, falls angeschlossen, das analoge Sollwertsignal
ignoriert. Für den reibungslosen Datenaustausch im
bauseitigem BACnet MS/TP Netzwerk ist die Einstel-
lung der Kommunikationsparameter und der Teilneh-
meradresse für die BACnet -Schnittstelle erforderlich.
Die Adressierung der Regelkomponente ist einfach
durch eines der folgenden drei Service Tools möglich
Ä 9.4 „Servicetools" auf Seite 36 ):
(
das Einstellgerät GUIV3-M
die PC-Software WINVAV2
am internen Display
Betriebsarten
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