Potenzielle Nebenwirkungen
Im Folgenden finden Sie eine Liste potenzieller
Nebenwirkungen (z. B. Komplikationen), die mit
der Verwendung des Geräts verbunden sind,
darunter 1) Risiken, die mit jeglicher Operation
einhergehen; 2) Risiken, die mit der Reduktion des
Schultereckgelenks einhergehen; 3) Risiken, die mit
synthetischen Implantaten bei der Reduktion des
Schultereckgelenks einhergehen. Es können weitere
chirurgische Eingriffe nötig werden, um manche dieser
Behandlungsschäden zu korrigieren.
1.
Zu einschlägigen Risiken, die mit jeglichem
chirurgischen Eingriff einhergehen, gehören:
Infektion und Schmerz.
2.
Zu den einschlägigen Risiken, die mit der
Reduktion des Schultereckgelenks einhergehen,
gehören: Reduktionsverlust; Reduktionsmangel;
Wiedererkrankung, Knochenbruch;
beeinträchtigte Wundheilung; Kalzifikation/
Ossifikation von Gelenkbändern und Arthritis/
degenerative Arthropathie.
3.
Zu Risiken, die mit synthetischen Implantaten bei
Reduktion des Schultereckgelenks einhergehen,
darunter auch das Knopfsystem "Infinity-
Lock", gehören: Reizung; allergische und/oder
entzündliche Gewebereaktionen; Geräteversagen
und Osteolyse/Erosion des Schlüsselbeins.
Wie bei jedem Eingriff dieser Art besteht das Risiko,
dass die Operation als Behandlung nicht wirksam ist
oder die Symptome verschlimmert.
Chirurgische Technik
1.
Während sich Patient in Beach-Chair-Lagerung
befindet, beginnen Sie mit einer vertikalen
Hautinzision von 5 cm beginnend auf Höhe der
Clavicula und leicht medial zur Spitze des Os
coracoides (Rabenbein). Führen Sie eine vertikale
Inzision der Faszie und des Deltamuskels durch
und teilen Sie anschließend das Periosteum über
der hinteren Clavicula lateral bis zum AC-Gelenk.
2.
Führen Sie eine subperiostale Dissektion durch,
und erstellen Sie eine „L"-förmige Lasche.
Erstellen Sie eine Situationsnaht an der Spitze der
Lasche, um die Retraktion zu erleichtern.
3.
Führen Sie einen selbsthaltenden Retraktor ein,
um den Zugang zum Processus coracoideus zu
erleichtern. Entfernen Sie Weichgewebe rund um
das Coracoid, damit das Tube-Tape sicher sitzt.
4.
Führen Sie eine Cholezystektomie-Pinzette unter
das Coracoid ein und folgen Sie dieser mit dem
Coracoid-Durchführinstrument, das unter dem
Hals des Processus coracoideus von medial nach
lateral geführt wird. Für weitere Einzelheiten siehe
die Gebrauchsanweisung für das Coracoid-
Durchführinstrument.
5.
Fassen Sie den grünen Leitfaden des Tube-Tape mit dem
Coracoid-Durchführinstrument (Abbildung 1) und ziehen
Sie es medial unter dem Coracoid durch, sodass die
Schlaufe des Tube-Tape zugänglich ist (Abbildung 2).
Entfernen Sie die Bleinaht, wenn Sie mit dem Ergebnis
zufrieden sind.
6.
Führen Sie beide Enden des Tube-Tape durch die
Schlaufe und fassen Sie das Coracoid. Bewegen Sie
das Tube-Tape von einer Seite zur anderen, um es am
Coracoid zu befestigen.
7.
Suchen Sie die Tuberositas an der Unterseite der
Clavicula, an der das Ligamentum conoideum befestigt
war, bevor es herausgerissen wurde. Identifizieren
Sie alternativ einen Punkt, der 3 bis 3,5 cm vom nicht
exzisierten lateralen Ende der Clavicula entfernt.
8.
Das Ende der Clavicula wird auf die normale anatomische
Position reduziert, indem es nach unten gedrückt und der
Ellbogen gleichzeitig nach oben gezogen wird. Stellen Sie
sicher, dass diese Position in den folgenden Schritten des
Eingriffes beibehalten wird.
9.
Bohren Sie den 2-mm-Führungsdraht senkrecht durch die
Mitte der Clavicula an der markierten Stelle.
10. Bohren Sie anschließend mit dem 4-mmLochbohreinsatz,
um den endgültigen Knochenkanal in der Clavicula zu
erstellen. Runden Sie die oberen Kanten des Tunnels ab,
um einen Verschleiß des Tube-Tape zu vermeiden. Achten
Sie darauf, dass ausreichend Knochen um den Tunnel
stehen bleibt, um den zu erwartenden Zugkräften zu
widerstehen.
11. Passen Sie den Winkel der Schlaufe um das Coracoid
an, um den Abstand vom Ende des Knochentunnels bis
zu dem Punkt zu minimieren, an dem die Enden des Tube-
Tape die Schlaufe verlassen. Achten Sie darauf, dass die
Schlaufe vollständig angezogen bleibt.
12. Verwenden Sie Nadel und Faden, um die Enden des Tube-
Tape einzeln durch den Knochenkanal zu ziehen. Hierzu
kann auch der Nitinoldraht des CC-Hook verwendet
werden. (Abbildung 3).
13. Führen Sie die Enden des Tube-Tape durch die zentralen
Löcher des Infinity-Lock-Button, ggf. mit Naht und Nadel
(Abbildung 4). Wahren Sie diese Reduktion und geben Sie
entsprechenden Zug auf das Tube-Tape (Abbildung 4).
Gehen Sie dabei vorsichtig vor, damit Sie das Tube-Tape
nicht beschädigen. Ggf. kann auch ein Halbknoten über
dem Button gebunden werden (Abbildung 5), vermeiden
Sie aber einen Knotenstapel (Abbildung 6).
14. Überprüfen Sie, ob die Reparatur physiologisch ist und
die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt. Wenn Sie mit
dem Ergebnis zufrieden sind, schieben Sie die Enden
des Tube-Tape an beiden Seiten der Clavicula vorbei
und sichern dieses inferior mit einem Chirurgenknoten
(Abbildungen 5 und 7). Sollte unterhalb der Clavicula nicht
ausreichend Platz sein, kann der Knoten auch anterior
gebunden werden. Stellen Sie sicher, dass der Knoten gut
hält.
15. Schneiden Sie zur Minimierung freiliegender Fasern
überschüssiges Tube-Tape mit einer Schere rechtwinkelig