des Triebwerkes. Auf den Lagerzapfen läuft die Kurbelwelle in zwei kräftigen Kugellagern,
bei der R 50S undR 69S hinten in einemTonnenlager.Die gesenkgeschmiedetenStahl-
pleuel mit flachovalemQuerschnitt(Federschaftpleuel)Sindauf denHubzapfenmit groß-
dimensionierten Käfigrollenlagern gelagert. 1mKolbenbolzenauge des Pleuels ist eine
Lagerbüchse eingepreßt.
3. Kolben
Der Kolben, aus einer Spezial-l-eichtmetallegierunggefertigt, trägt 3 Kolbenringe: Der
Oberste hartverchromt, der zweite als Nasenring und der dritte als Ölabstreifring ausge-
bildet. Sie gewähren gute Abdichtung, sichere Schmierung und geringen Verschleiß.
Der großdimensionierte Kolbenbolzen ist schwimmend im Kolben gelagert und beider-
seits durch Federringe gegen axiales Verschieben gesichert.
4. Zylinder und Zylinderkopf
Die Graugußzylinder Sind mit hohen Kühlrippen versehen. Zwei Stoßstangen-Schutz-
rohre Sind oben im Zylinder eingepreßt und mit Gummimuffen an das Motorgehäuse an-
geschlossen. An der Unterseite jedes Zylinders ist ein Ölrohr eingepreßt.
Die Zylinderköpfe aus Leichtmetall sind sorgfältig verrippt und mit eingeschrumpften
Ventilsitzringen — für Einlaß Sondergraugruß, für Auslaß hitzebeständiger Spezialstahl —
versehen. Ventilführungen
sind eingepreßt. Jeder Zylinderkopf ist mittels 4 Schrau-
ben auf dem Zylinder befestigt, und zwar derart, daß jede Schraube den Kopf über ein
langes, in den Kopf eingepreßtes Distanzstück aus Stahl auf den Zylinder preßt; gleich-
zeitig damit Sind die Lagerböcke für die Schwinghebel befestigt,
40
5.
Ventilsteuerung
Die Steuerwelle ist oberhalb der Kurbelwelle im Motorgehäuse in Kugellagern gelagert;
sie Wird durch ein schrägverzahntes,
laufruhiges
drehzahl angetrieben.
Für jedes der zwei V-förmig
Ventile befindet sich auf der Steuerwelle eine Nocke, die über Ventilstößel, kurze Stoß-
stangen und Schwinghebel die Ventile betätigt. Die Schwinghebel sind auf ihren Lager-
bolzen in schwimmenden
Büchsen —bei der R 69 S in Nadellagern —gelagert.
Ventilspiel
einstellen
wie üblich
durch
Schwinghebeln.
Die Art der Zylinderkopfbefestigung
der Wärmeausdehnung des Leichtmetallzylinderkopfes auf das Ventilspiel. Die gesamte
Ventilsteuerung
wurde auf•besondere Laufruhe und lange Lebensdauer durchkonstruiert.
6. Schmiersystem
Der Motor hat eine Druckumlauf-SchIeuderschmierung
Die Schmierölpumpe ist als Zahnradpumpe ausgebildet und Wird von der Kurbelwelle
überein Stirnzahnräderpaar angetrieben.DiePumpesaugt dasÖI übereinengmaschiges
Sieb aus dem Ölsumpf an und drückt es durch Kanäle im Kurbelgehäusezu den zwei
ÖlschleuderringenanderKurbelwelle.FeinsteAbriebteilchenwerdenhierauszentrifugiert
und setzen sich innen am Umfangjedes Ölschleuderringesfest, währenddas gereinigte
Öl durch die hohlgebohrten Hubzapfenin die Pleuellager eintritt und von hier aus als
Schleuderöl
an Zylinder,
Kolben, Kolbenbolzen
Schleuderöl dringtferner
durch eine Gehäuseöffnung hinter den Ventilstößeln in die
Zahnradpaar
mit halber Kurbelwellen-
in jedem Zylinderkopf
angeordneten
Einstellschraube
und Kontermutter
an den
bewirkt einen nur geringen Einfluß
mit Ölsumpf im Kurbelgehäuse.
und die Steuerwelle
gespritzt wird. Das
41