Alternativ können getrennte Kabel in Rohren oder
Installationskanälen mit doppelter oder verstärkter
Isolation nach DIN EN 60950 ausgeführt werden.
Die Isolation hat dabei einer Prüfspannung von
4000 V Effektivwert eine Minute lang standzuhal-
ten, der komplexe Ableitstrom darf 0,5 mA nicht
überschreiten.
Leiter der Rufanlage, die das Gebäude verlassen,
sind an der Austrittsstelle mit einem Überspan-
nungsschutz nach DIN VDE 0845 zu versehen. Die-
ser kann entfallen, wenn eine galvanische Trenn-
stelle den Übertritt gefährlicher Spannungen sicher
verhindert.
Im Hinblick auf die elektromagnetische Verträglich-
keit (EMV) sind generell Leitungsführungen in
unmittelbarer Nähe von möglichen Störquellen zu
vermeiden. Dies gilt in besonderem Maße auch für
Sendeantennen (z. B. Personensuchanlagen) und
Therapiegeräte. Trotz der Einhaltung aller Normen
und Vorschriften bezüglich der EMV kann es im
Einzelfall zu gegenseitigen Beeinflussungen kom-
men.
Der Schirm bzw. der blanke Schirmdraht ist unmit-
telbar bis zur Anschlussstelle isoliert zu führen. Es
kann sonst zu Kurzschlüssen kommen.
Alle geschirmten Leitungen für die Musik- oder
Sprachübertragung sollten kürzestmöglich abge-
mantelt werden, damit die Schirmfunktion erhalten
bleibt.
Besondere Beachtung erfordert die Installation der
Stromversorgungsleitungen. Hier ist auf kurze Lei-
tungswege, ausreichenden Leitungsquerschnitt
und eine geeignete Absicherung bei Reduzierung
des Leitungsquerschnitts zu achten, um einen
Schaden im Kurzschlussfall zu verhindern.
Durch geeignete Farbauswahl und entsprechende
Verlegungsart muss die Verwechslung mit Leitun-
gen der Starkstromanlage ausgeschlossen werden.
Beispiele für Planung und Installation
Überspannungs-
schutz
Elektromagneti-
sche Verträglich-
keit
Geschirmte Lei-
tungen
Stromversor-
gungsleitungen
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