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Beispiele für Planung und Installation
Kleinanlagen
Großanlagen
Leitungen
3.6
Beispiele
Die Beispiele 3.6.1 bis 3.6.5 beschreiben Kleinanla-
gen, die sich ohne Programmierung einer Steuer-
zentrale installieren lassen. Die hier beschriebenen
Beispiele unterliegen nicht den in DIN VDE 0834
festgelegten Vorschriften, orientieren sich aber an
ihnen. Errichter und Betreiber der Rufanlage sind
jedoch verpflichtet, sich über etwaige weitere
Gesetze oder Vorschriften, die im Einzelfall gelten
können, zu informieren und diese gegebenfalls bei
der Planung und Installation zu berücksichtigen.
Erst bei größeren Installationen, wie z. B. in einem
Pflegeheim oder einem Krankenhaus, dient die
Steuerzentrale als zentraler Verteiler zwischen ver-
schiedenen Bereichen und erfordert eine Program-
mierung des Gira Rufsystems 834. Diese Beispiele
entsprechen den in der DIN VDE 0834 beschriebe-
nen Anwendungsbereichen, deren Einsatzort bzw.
Einsatz- oder Verwendungszweck bestimmt wird
durch Verordnungen des Bundes oder der Länder.
Dies können z. B. die Musterkrankenhausverord-
nung, die Mindestheimbauverordnung oder die
Beherbergungsverordnung sein. So ist z. B. in eini-
gen Bundesländern halogenfreies Leitungsgut
gefordert.
Auf Zimmerebene (Zimmerterminals / Zimmermo-
dule werden mit Ruf- und Anwesenheitstastern,
Zimmersignalleuchten usw. verbunden) wird stern-
förmig mit Leitungsgut 4x2x0,6 verdrahtet.
Die Busverdrahtung erfolgt mit 4x2x0,8.
Zum Gruppenbus (1 verdrilltes Adernpaar erforder-
lich) werden mehrere Zimmerterminals und/oder
Zimmermodule zusammen geschlossen.
Beim Stationsbus können bis zu 26 Gruppenzentra-
len mit der Steuerzentrale verbunden werden.
Dabei müssen zwei der Adernpaare verdrillt sein.