Steuerung und Regelung
7.2.3
4-Wege-Umschaltventil für Heizen und Kühlen
Ein externes 4-Wege-Umschaltventil (VWU) zur Einbindung in
den Heizungsvorlauf ermöglicht einen für Heizen und Kühlen op-
timierten Betrieb einer reversiblen Wärmepumpe. Die Umschal-
tung erfolgt über einen elektromotorischen Stellantrieb der vom
7.3 Kälteerzeugung durch passive Kühlung
Grundwasser und Erdreich sind in größeren Tiefen im Sommer
deutlich kälter als die Umgebungstemperatur. Ein in den Grund-
wasser- bzw. Solekreislauf eingebauter Plattenwärmetauscher
überträgt die Kälteleistung auf den Heiz-/ Kühlkreislauf. Der Ver-
dichter der Wärmepumpe ist nicht aktiv und steht deshalb für die
Warmwasserbereitung zur Verfügung.
Der Parallelbetrieb von Kühlen und Warmwasserbereitung kann
im Menüpunkt „Einstellungen - Warmwasser- Parallel Kühlen-
WW" aktiviert werden.
HINWEIS
Für den Parallelbetrieb von Kühlen und Warmwasserbereitung sind spe-
zielle Anforderungen an die hydraulische Einbindung sicherzustellen.
7.4 Programmbeschreibung Kühlung
7.4.1
Betriebsart Kühlung
Die Funktionen zur Kühlung wird als 6. Betriebsmodus manuell
aktiviert. Eine externe Umschaltung über den Eingang N17.1/X3-
K28 ist nur bei deaktivierter automatischer Betriebsartenum-
schaltung möglich.
Die Betriebsart „Kühlen" lässt sich nur aktivieren, wenn die Kühl-
funktion (aktiv oder passiv) in der Vorkonfiguration freigegeben
ist.
7.4.2
Aktivieren der Kühlfunktionen
Mit Aktivierung des Kühlbetriebes werden spezielle Regelfunkti-
onen durchgeführt. Die Kühlfunktionen werden durch den Kühl-
regler getrennt von den übrigen Regelfunktionen übernommen.
Folgende Ursachen verhindern das Aktivieren der Kühlfunktion:
Die Außentemperatur liegt bei reversiblen Luft/Wasser-Wär-
mepumpen unterhalb von 15 °C / 10 °C.
Die Außentemperatur liegt unterhalb der einstellbaren Kühl-
grenztemperatur (empfohlener Minimalwert wegen Frostge-
fahr 3°C)
Der Kühlregler ist nicht vorhanden oder die Verbindung ist
gestört
In den Einstellungen wurde weder stille noch dynamische
Kühlung gewählt
In diesen Fällen bleibt der Betriebsmodus Kühlung aktiv, die Re-
gelung verhält sich wie im Betriebsmodus Sommer.
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Modul (N17.2) angesteuert wird (Abb. 9.21 auf S. 74 bis Abb.
9.23 auf S. 76 mit Einbindungsschemen siehe auch ausführliche
Anleitung VWU).
Passive Kühlung mit Erdwärmesonden
Bei Kühlanforderung wird eine zusätzliche Primärpumpe Kühlen
(M12) an der Klemme X2-M12 angeschlossen. Der Ausgang Pri-
märpumpe M11 ist nur im Heizbetrieb aktiv.
Passive Kühlung mit Grundwasser
Bei einer Kühlanforderung wird die Primärumwälzpumpe M11
angesteuert, d.h. es wird im Heiz- und Kühlbetrieb die gleiche
Primärumwälzpumpe verwendet (z.B. Brunnenpumpe bei Was-
ser/Wasser-Wärmepumpen)
Abschaltung der Kälteerzeugung
Zur Absicherung sind folgende Funktionen vorgesehen:
Die Vorlauftemperatur unterschreitet einen Wert von 7 °C
Auslösen des Taupunktwächters an sensiblen Orten des
Kühlsystems
Erreichen des Taupunktes bei rein stiller Kühlung
7.4.2
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