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Heizen Und Kühlen Mit Einem System; Energieeffizienter Betrieb; Regelung Eines Kombinierten Systems Zum Heizen Und Kühlen; Hydraulische Anfoderungen An Ein Kombiniertes Heiz- Und Kühlsystems - Dimplex Li 11Ter+ Projektierungshandbuch Und Installationshandbuch

Luft/wasser-wärmepumpen
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Inhaltsverzeichnis
Heizen und Kühlen mit einem System
3 Heizen und Kühlen mit einem System

3.1 Energieeffizienter Betrieb

Im gleichen Zuge, wie länderspezifische Normen zu baulichen-
und anlagentechnischen Maßnahmen zur Reduzierung des
Heizenergiebedarfs verpflichten, sind auch Maßnahmen zu
einem Energie sparenden sommerlichen Wärmeschutz zu er-
greifen.
Dennoch unvermeidbare Kühllasten eines Raumes können
durch Einbringen gekühlter Luft, durch Abkühlung der Luft mittels
Wärmetauscher im Raum oder durch direkte Bauteilkühlung ab-
geführt werden.
3.2 Regelung eines kombinierten Systems zum Heizen und Kühlen
Die Regelung der Wärmepumpe – der sogenannte Wärmepum-
penmanager – ist in der Lage, ein kombiniertes Heiz- und Kühl-
system zu regeln und die im Kühlbetrieb anfallende Abwärme auf
vorhandene Wärmeverbraucher (z.B. Warmwasserbereitung) zu
verteilen (siehe Kap. 7 auf S. 52).
3.3 Hydraulische Anfoderungen an ein kombiniertes Heiz- und
Kühlsystems
Im Heizbetrieb wird die von der Wärmepumpe erzeugte Heizleis-
tung über Umwälzpumpen auf ein wassergeführtes Heizsystem
übertragen. Bei der Umschaltung in den Kühlmodus wird die er-
zeugte Kälteleistung an das auch für kaltes Wasser ausgelegte
Wärmeverteilsystem übertragen (siehe Kap. 9 auf S. 60). Die
zweifache Nutzung des Verteilsystems verringert die zusätzli-
chen Investitionskosten für die Kühlung.
3.4 Kühllast
Die Gesamtleistung des Kälteerzeugers ergibt sich aus der
Summe, der vom Kühlsystem übertragenen sensiblen und laten-
ten Kühlleistung. Die Kühllast ist die Summe aller einwirkenden
konvektiven Wärmeströme, die abgeführt werden müssen, um
die gewünschte Lufttemperatur in einem Raum zu halten.
Sensible Kühllast ist derjenige Wärmestrom, der bei kon-
stantem Feuchtegehalt aus dem Raum abgeführt werden
muss, um eine angestrebte Lufttemperatur aufrecht zu er-
halten und entspricht somit den ermittelten konvektiven
Wärmeströmen.
3.5 Dynamische Kühlung
Die Raumluft durchströmt einen Wärmetauscher, in dem das
Kühlwasser zirkuliert. Vorlauftemperaturen unterhalb des Tau-
punktes ermöglichen die Übertragung hoher Kälteleistungen
durch Reduzierung der in der Raumluft gespeicherten sensiblen
Wärme, bei gleichzeitiger Entfeuchtung der Raumluft durch Kon-
densatausfall (latente Wärme).
HINWEIS
Eine Raumklimatisierung mit besonderen Anforderungen an die Luft-
feuchte eines Raumes ist nur in Verbindung mit einer raumlufttechni-
schen Anlage mit aktiver Be- und Entfeuchtung möglich.
www.dimplex.de
HINWEIS
Die Dimensionierung des kombinierten Heiz- und Kühlsystems sollte zur
Erhöhung der Effektivität mit möglichst niedrigen Heizwassertemperatu-
ren und mit möglichst hohen Kühlwassertemperaturen erfolgen.
Bei reversiblen Wärmepumpen mit Zusatzwärmetauscher kann
die im Kühlbetrieb anfallende Abwärme für die Warmwasserbe-
reitung und die Versorgung weiterer Wärmeverbraucher genutzt
werden, um den Gesamtprimärenergieverbrauch zu senken.
Im Kühlbetrieb können zwei unterschiedliche Temperaturni-
veaus zur Verfügung gestellt werden. Konstante Rücklauftempe-
raturen für die dynamische Kühlung (siehe Kap. 3.5 auf S. 11)
und taupunktgeführte Vorlauftemperaturen für die stille Kühlung
(siehe Kap. 3.6 auf S. 12)
Je nach Art des installierten Kälteverteilsystems können die
Kühlwasservorlauftemperaturen auf minimal ca. 16 °C bis 18 °C
bei Flächenkühlsystemen und ca. 8 °C bei Gebläsekonvektoren
reduziert werden.
ACHTUNG!
Die für ein kombiniertes Heiz- und Kühlsystem eingesetzte Dämmung
muss so ausgeführt werden, dass es im Kühlbetrieb nicht zu einer
Durchfeuchtung kommen kann.
Latente Kühllast ist derjenige Wärmestrom, der erforderlich
ist, um einen Dampfmassenstrom bei Lufttemperatur zu
kondensieren, so dass bei konstanter Lufttemperatur ein an-
gestrebter Feuchtegehalt im Raum aufrecht erhalten wird.
HINWEIS
Liegen die Kühlwasser-Temperaturen oberhalb des Taupunktes, so fällt
kein Kondensat aus und die Gesamtkühllast entspricht der sensiblen
Kühllast.
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