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Anhang; Begriffe Kühlung; Klimatisierung - Dimplex Li 11Ter+ Projektierungshandbuch Und Installationshandbuch

Luft/wasser-wärmepumpen
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Inhaltsverzeichnis

Anhang

11 Anhang
11.1 Begriffe Kühlung
Anlagen-Aufwandszahl e
Die Anlagen-Aufwandszahl kennzeichnet den Primärenergiebe-
darf einer Anlage, der benötigt wird, um den Jahres-Heizwärme-
bedarf eines Gebäudes zu decken. Die Anlagen-Aufwandszahl
wird in einer Verhältniszahl ausgedrückt. Sie ist der Kehrwert der
Wirkungsgrade von anlagentechnischen Einzelkomponenten. Je
niedriger die Anlagen-Aufwandszahl ist, um so effizienter arbei-
tet das System. Die Ermittlung der Anlagen-Aufwandszahl ist in
der DIN 4701 Teil 10 festgelegt.
Absolute Feuchte
Die absolute Feuchte bezeichnet den Wasserdampfgehalt der
Luft in g/kg (g Wasser je kg trockener Luft). In der Luft befindet
sich immer eine gewisse Masse an Wasser. Diese Masse bleibt
bei Erwärmung oder Abkühlung der Luft konstant, ändert sich
also im Gegensatz zur relativen Feuchte nicht, solange kein
Wasser hinzukommt (z.B. durch schwitzende Personen) oder
entfernt wird (z.B. durch Kondensation).
Aktive Kühlung mit Heizungs-Wärmepumpen
Kühlung durch Prozessumkehr einer Wärmepumpe; durch Um-
schalten des Kältekreises über ein Vierwege-Umschaltventil
kann die Wärmepumpe als Kältemaschine betrieben werden.
Behaglichkeit
Behaglichkeit ist das definierte Toleranzfeld der Raumluftkonditi-
onen. Die Behaglichkeit wird wesentlich durch Lufttemperatur,
Luftfeuchte, Luftgeschwindigkeit und Temperatur der Raum-Um-
schließungsflächen bestimmt.
Nur wenn diese Werte sich in bestimmten Grenzen bewegen,
wird das Raumklima vom Menschen als behaglich empfunden.
Dynamische Kühlung
Kühlung mit Kühlmitteltemperaturen unterhalb des Taupunktes
durch den Einsatz von Gebläsekonvektoren (Zwangskonvek-
tion). Die Temperaturen der Kühlflächen liegen deutlich unter der
Raumtemperatur und entfeuchten durch Kondensation die
Raumluft.
Enthalpie
Aus dem Griechischen enthálpein -> „darin erwärmen". Enthal-
pie ist der Wärmeinhalt eines Trägermediums z.B. der Luft, ge-
kennzeichnet durch die Temperatur und den Feuchtegehalt. Die
spezifische Enthalpie wird in J/kg angegeben.
Entfeuchten
Verringern der absoluten Luftfeuchte.
Fensterlüftung
Austausch von Raumluft gegen Außenluft nur über geöffnete
oder gekippte Fenster, der Luftaustausch ist unkontrollierbar.
Flächenheizsystem
Wasserdurchströmte Rohre in Boden-, Wand- oder Deckenflä-
chen geben die auf das Wasser übertragene Heizleistung gleich-
mäßig an die Umgebung ab.
Gebläsekonvektoren
Gebläsekonvektoren dienen zum Heizen und/oder Kühlen klei-
ner und mittlerer Räume, wie Büros, Sitzungszimmer, Schulklas-
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P
sen, Wohnzimmer, kleinerer Säle, Restaurants usw. Sondervari-
anten verfügen auch über einen zusätzlichen Luftanschluss,
vereinzelt auch mit Luft/Luft-Wärmetauscher zum Lüften des be-
treffenden Raumes. Gebläsekonvektoren verfügen über einen
flachen Aufbau. Sie bestehen aus Ventilator, Wärmetauscher,
Filter und Verkleidung. Die Ventilatoren können über Stufen-
schalter mit mehreren Drehzahlen betrieben werden, somit ist
ein gutes Anpassen der Luftleistung an die jeweiligen Betriebs-
bedingungen möglich.
Heiz-/Kühlregister
Meist werden zur Erwärmung/Kühlung von Luft Rippenrohr-Re-
gister verwendet. Diese bestehen aus Rohren (überwiegend aus
Kupfer) mit aufgezogenen Lamellen (überwiegend aus Alumi-
nium), die den Wärmeübergang begünstigen. In den Rohren
fließt das Heiz- oder Kühlmedium wie z.B. Heizwasser, Dampf,
Kaltwasser, Sole oder Kältemittel.
Nach einem Kühlregister wird meist ein Tropfenabscheider an-
geordnet, der die Wassertropfen aus der Luft entfernt, die bei Ab-
kühlung der Luft unter den Taupunkt entstehen.

Klimatisierung

Klimatisierung ist die Herstellung definierter Temperaturen und
relativer Feuchtewerte im Raum. Dazu ist es meist erforderlich,
die Zuluft je nach Witterungsverhältnissen zu heizen, zu kühlen,
zu be- oder entfeuchten.
Kondensation
Es gibt zwei Arten von Kondensation:
a)
Wasserabscheidung aus der Luft an kalten Umgebungsflä-
chen
b)
Kältemittelverflüssigung im Kälte-Erzeugungsprozess
In beiden Fällen wird ein dampfförmiger Stoff so weit abgekühlt,
dass er ganz oder teilweise in den flüssigen Aggregatszustand
übergeht.
Kühldecken/Heizdecken
In gewerblichen Räumen wie Büros, Veranstaltungs- und Ver-
sammlungsräumen, Verkaufs- und Präsentationshäusern, Funk-
tionsräumen in Krankenhäusern usw. sind meistens abgehängte
Zwischendecken zur Raumverkleidung eingebaut. Dies ist das
typische Einsatzgebiet von Kühldecken/Heizdecken. Kühlde-
cken funktionieren nach dem Prinzip der stillen Kühlung, d.h. der
Taupunkt darf nicht unterschritten werden.
Je nach gewählter Wassertemperatur kann mit dieser Technik
gekühlt oder geheizt werden. Außerdem erfüllen Deckensys-
teme teilweise zusätzliche ästhetische, raumakustische und
lichttechnische Funktionen.
Die Oberflächentemperatur der Kühldecke wird mittels Wasser
einige Grad unter die Raumtemperatur abgesenkt, bleibt aber
stets über dem Taupunkt.
Weil die meisten Wärmequellen zum überwiegenden Teil Wärme
per Strahlung abgeben und ohne erzwungene Konvektion arbei-
ten, ist das physikalische Wirkungsprinzip der Kühldecke für
reine Büroräume die komfortabelste Lösung.
Bei der Abführung von größeren inneren Wärmelasten und
hoher Luftfeuchtigkeit besitzen Kühldecken aufgrund der maxi-
malen Kühlleistung jedoch Einschränkungen gegenüber Geblä-
sekonvektoren.
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