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Auswahl Und Dimensionierung Von Wärmepumpen Zum Heizen Und Kühlen; Ermittlung Des Gebäude-Wärmebedarfs; Auslegung Vorlauftemperaturen; Warmwasser-Erwärmung - Dimplex La 6Mr Installationsanleitung

Wärmepumpen mit veraeinfachter regelung
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Inhaltsverzeichnis
Auswahl und Dimensionierung von Wärmepumpen zum Heizen und Kühlen
1 Auswahl und Dimensionierung von Wärmepumpen zum Heizen
und Kühlen
1.1 Ermittlung des Gebäude-Wärmebedarfs
Die genaue Berechnung des maximalen stündlichen Wärmebe-
darfs
erfolgt nach landesspezifischen Normen. Eine über-
h
schlägige Ermittlung des Wärmebedarfs ist über die zu behei-
zende Wohnfläche A (m) möglich:
2
= 0,03 kW/m
nach Wärmeschutzverordnung 95 bzw.
2
= 0,05 kW/m
2
= 0,08 kW/m
2
= 0,12 kW/m
Tab. 1.1: Überschlägige spezifische Wärmebedarfswerte für Deutschland
1.1.1
Warmwasser-Erwärmung
Bei normalen Komfortansprüchen muss mit einem Spitzen-
Warmwasserbedarf von 80-100 Litern pro Person und Tag, be-
zogen auf 45°C Warmwassertemperatur, gerechnet werden. In
diesem Fall ist die Heizleistung mit 0,2 kW pro Person zu berück-
sichtigen.
Bei der Dimensionierung sollte man von der maximal möglichen
Personenzahl ausgehen und zusätzlich besondere Benutzerge-
wohnheiten berücksichtigen (z.B. Whirlpool).
Die Regelung der Warmwasserbereitung erfolgt über den Wär-
mepumpenmanager, der bedarfs- und betriebsabhängig, die op-
timale Warmwasserbereitung aktiviert.
Bei Einsatz einer elektrisch betriebenen Flanschheizung im
Warmwasserspeicher kann diese im Auslegungspunkt (z.B. -
16°C) für die Warmwasserbereitung genutzt werden. In diesem
Fall muss die Heizleistung für die Warmwasserbereitung nicht
zur Heizlast addiert werden.
1.2 Verfahren zur Ermittlung des Gebäude-Kühlbedarfs
Um einer Überhitzung von Räumen durch Einwirkung uner-
wünschter Wärmelasten vorzubeugen, werden Kühlsysteme ein-
gesetzt. Hierbei wird der Kühlleistungsbedarf in erster Linie
durch das Außenklima, die Anforderungen an das Raumklima,
die internen und externen Wärmelasten, sowie die Orientierung
und Bauweise des Gebäudes bestimmt.
ACHTUNG!
Aufgrund des starken Einflusses solarer Einstrahlungen und interner
Wärmelasten ist eine Abschätzung des Kühlbedarfs über die zu kühlende
Fläche nicht möglich.
Interne Lasten sind z.B. die Abwärme von Geräten, der Be-
leuchtung sowie von Personen. Unter sog. externen Lasten ver-
steht man den Wärmeeintrag durch Sonneneinstrahlung, Trans-
missionswärmegewinne
durch
sowie Lüftungsgewinne durch eintretende wärmere Außenluft.
Die Berechnung der Kühllast klimatisierter Räume erfolgt nach
länderspezifischen Normen. In Deutschland ist dies die VDI 2078
(VDI-Kühllastregeln). Diese Richtlinie enthält zwei Berechnungs-
verfahren (das 'Kurzverfahren' und das EDV-Verfahren) sowie
www.dimplex.de
Niedrigstenergiehaus
Mindestdämmstandard EnEV
bei normaler Wärmedämmung
des Hauses (ab ca. 1980)
bei älterem Mauerwerk ohne
besondere Wärmedämmung
Raumumschließungsflächen

Auslegung Vorlauftemperaturen

Bei der Auslegung des Wärmeverteilsystems von Wärmepum-
penheizungsanlagen ist darauf zu achten, dass der benötigte
Wärmebedarf bei möglichst niedrigen Vorlauftemperaturen über-
tragen wird, da jedes Grad Temperaturabsenkung bei der Vor-
lauftemperatur bei gleichem Heizwärmebedarf eine Einsparung
im Energieverbrauch von ca. 2,5% bringt. Ideal sind großflächige
Heizflächen wie z.B. Fußbodenheizungen oder Gebläsekonvek-
toren mit maximalen Vorlauftemperaturen von ca. 40°C.
Zirkulationsleitungen
Zirkulationsleitungen stellen an der Zapfstelle sofort warmes
Wasser zur Verfügung, erhöhen aber erheblich den Wärmebe-
darf für die Warmwasser-Erwärmung. Der Mehrbedarf ist abhän-
gig von der Laufzeit, der Zirkulationsleitungslänge und der Güte
der Leitungsisolierung und ist entsprechend zu berücksichtigen.
Kann aufgrund von langen Leitungswegen auf eine Zirkulation
nicht verzichtet werden, sollte eine Zirkulationspumpe eingesetzt
werden, die sich durch einen Durchfluss-Sensor, Taster etc. nur
bei Bedarf aktiviert.
ACHTUNG!
Zirkulationsleitungen erhöhen aufgrund der Wärmeverluste die Anzahl
der Warmwasseranforderungen. Bei aktiver Kühlung führt jede
Warmwasseranforderung zu einer Unterbrechung des Kühlbetriebs
(siehe Kap. 7.4.3 auf S. 49).
zusätzliche Unterlagen zur Ermittlung der Kühllast klimatisierter
Räume und Gebäude. Das EDV-Verfahren dient hierbei nicht
dem Genauigkeitsgewinn bei Standardfällen, sondern der Erwei-
terung des Anwendungsbereichs auf nahezu beliebige Randbe-
dingungen (variabler Sonnenschutz, Raumtemperatur usw.). Für
Standardfälle sind diese Verfahren in der Praxis zu aufwändig.
Bei einfachen Objekten wie Büros, Arztpraxen, Verkaufsräumen
oder Anwendungen im privaten Wohnbereich ist eine Über-
schlagsrechnung mit Erfahrungswerten oder dem sog. HEA –
Kurzverfahren vom Fachverband für Energie-Marketing und -
Anwendung e.V., praktikabel.
HINWEIS
Unter www.dimplex.de steht ein Onlineplaner zur überschlägigen Berech-
nung der Kühllast zur Verfügung.
Die darin angegebenen Werte sind in Anlehnung an die VDI
2078 Kühllastregeln ermittelt. Der Berechnung zugrunde gelegt
ist hierbei eine Raumlufttemperatur von 27°C bei einer Außen-
temperatur von 32°C und dem Dauerbetrieb des Kühlgerätes.
1.2
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