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Einzelraumregelung; Dynamische Kühlung; Stille Kühlung; Auswahl Des Referenzraumes - Dimplex Li 11Ter+ Projektierungshandbuch Und Installationshandbuch

Luft/wasser-wärmepumpen
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Inhaltsverzeichnis
Steuerung und Regelung

7.5 Einzelraumregelung

Heizungstechnische Anlagen werden im Regelfall mit selbsttätig
wirkenden Einrichtungen zur raumweisen Regelung der Raum-
temperatur ausgestattet.
Im Heizbetrieb erfassen die Raumthermostate die aktuelle Tem-
peratur und öffnen bei Unterschreitung der eingestellten Solltem-
peratur das Regelorgan (z.B. Stellmotor).
7.5.1
Dynamische Kühlung
Bei der dynamischen Kühlung erfolgt die Regelung der Raum-
temperatur mit speziellen Raumtemperaturreglern, die sich über
ein externes Signal, das vom Kühlregler zur Verfügung gestellt
wird, vom Heiz- in den Kühlbetrieb umschalten lassen. Hierfür
muss eine Kabelverbindung vom Kühlregler zum Raumthermos-
7.5.2
Stille Kühlung
Die Konzeption des Kühlreglers bietet sowohl die Möglichkeit
einer zentralen, referenzraumgeregelten Kühlung, als auch einer
zentralen Vorregelung mit nachgeschalteter Einzelraumrege-
lung. Die stille Kühlung kann maximal über zwei gemischte Kühl-
kreise erfolgen. Jedem Kühlkreis ist eine Raumklimastation (N3/
N4) zugeordnet.

Zentrale Regelung

Werden die Raumthermostate im Kühlbetrieb vollständig geöff-
net (z.B. manuell), erfolgt die Regelung der Raumtemperatur
zentral über die am Kühlregler eingestellte Raumsolltemperatur
und die Messwerte der Raumklimastation. In nicht zu kühlenden
Räumen sind die Raumthermostate ganz zu schließen.

Raumweise Regelung

Durch den Einsatz von Raumtemperaturreglern Heizen/Kühlen -
die sich vom Heiz- in den Kühlbetrieb umschalten lassen – kön-
nen in einzelnen Räumen unterschiedliche Solltemperaturen ein-
gestellt werden (Abb. 10.2 auf S. 79). Die Umstellung der Raum-
thermostate vom Heiz- in den Kühlbetrieb erfolgt durch ein vom
Kühlregler bereitgestelltes Signal (potentialfreier Kontakt).

7.6 Warmwasserbereitung

Die im Warmwasserspeicher installierte Tauscherfläche muss so
dimensioniert sein, dass sie bei Temperaturspreizungen unter
10K die maximale Heizleistung der Wärmepumpe übertragen
kann. Die Heizleistung steigt z.B. bei Luft/Wasser-Wärmepum-
7.6.1
Warmwasseranforderung ohne Zusatzwärmetauscher
Kommt während des Heizbetriebes eine Warmwasseranforde-
rung, so schaltet der Wärmepumpenmanager die Heizungsum-
wälzpumpe (M13) aus und die Warmwasserumwälzpumpe
(M18) an. Der Heizungsvorlauf der Wärmepumpe wird noch vor
dem Pufferspeicher abgezweigt und in den Wärmetauscher des
7.6.2
Warmwasseranforderung mit Zusatzwärmetauscher
Bei Wärmepumpen mit Zusatzwärmetauscher läuft im Heiz- und
Kühlbetrieb auch die Warmwasserumwälzpumpe und nutzt die
höhere Heißgastemperatur für die Warmwasserbereitung (ein-
stellbare Maximaltemperatur). Durch den Parallelbetrieb können
ca. 10 % der Heizleistung auf einem höheren Temperaturniveau
abgegeben werden.
www.dimplex.de
Im Kühlbetrieb müssen Raumthermostate entweder deaktiviert
bzw. durch solche ersetzt werden, die zum Heizen und Kühlen
geeignet sind.
Im Kühlbetrieb verhält sich der Raumthermostat dann genau um-
gekehrt, sodass sich bei Überschreitung der Solltemperatur das
Regelorgan öffnet.
tat Heizen/Kühlen geschaffen werden. Bei konstanter Rücklauf-
temperatur erfolgt die Raumtemperaturregelung über einen re-
gelbaren Volumenstrom (z.B. bei Kühlregistern) bzw. über
Lüfterstufen (z.B. bei Gebläsekonvektoren).

Auswahl des Referenzraumes

Über eine Raumklimastation wird die aktuelle Temperatur und
Feuchte in einem Referenzraum gemessen und bei Überschrei-
tung der am Kühlregler eingestellten Raumsolltemperatur die
Vorlaufsolltemperatur so lange abgesenkt, bis sich die ge-
wünschte Raumtemperatur einstellt.
HINWEIS
Die Raumklimastation muss innerhalb der thermischen Hülle des Gebäu-
des in dem Raum aufgehängt werden, in dem im Kühlbetrieb die nied-
rigste Raumtemperatur erreicht werden soll (z.B. Schlafzimmer bzw.
Wohnzimmer)
Bei den folgenden Anwendungsfällen sollte ein an den Raum-
temperaturregler angeschlossener Folienfühler bei Kondensat-
ausfall an den Kühlflächen den Kühlbetrieb des Raumes stop-
pen:
Kühlsysteme mit geringer Überdeckung der Kühlleitungen
(z.B. konvektive Deckenkühlung)
Räume mit schwankender Luftfeuchte (z.B. Besprechungs-
raum)
pen mit der Außentemperatur. Deshalb muss die Tauscherfläche
des Warmwasserspeichers auf die Heizleistung im Sommer (Au-
ßentemperatur ca. 25 °C) ausgelegt werden.
Warmwasserspeichers umgeleitet. Nach Erreichen der ge-
wünschten Warmwassertemperatur wird auf die Heizungsum-
wälzpumpe zurückgeschaltet und die Wärmeverbraucher des
Heizsystems werden mit der Heizleistung der Wärmepumpe ver-
sorgt.
Steht längere Zeit keine Heiz- bzw. Kühlanforderung an (z.B. in
der Übergangszeit), läuft die Wärmepumpe ausschließlich für die
Warmwasserbereitung. In diesem Fall erfolgt die Warmwasser-
bereitung wie im Kapitel Kap. 7.6.1 auf S. 57 beschrieben.
7.6.2
57
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