3 Aufbau und Wirkungsweise
Das Eckventil Typ 3349 wird bevorzugt mit
den pneumatischen Antrieben Typ 3271 und
Typ 3277 (vgl. Bild 3-1) sowie mit dem
pneumatischen Kolbenantrieb Typ 3379
kombiniert (vgl. Bild 3-2). Standardmäßig ist
das Ventil mit Anschweißenden ausgeführt.
Das Ventil ist für den aseptischen Betrieb ge-
eignet und hat ein totraumfreies Gehäuse.
Das Ventil wird vorzugsweise mit Fließrich-
tung FTO (flow to open)
Fließrichtung FTC (flow to close)
lich. Die Mikroventilausführung wird immer
mit Fließrichtung FTC durchströmt. Ein Pfeil
auf dem Ventilgehäuse zeigt die Fließrich-
tung an. Die Stellung des Ventilkegels steuert
den Durchfluss über den freigegebenen
Querschnitt zwischen Kegel und eingedreh-
tem Gehäusesitz.
Die Kegelstange ist durch eine PTFE-Mem-
bran (Vollmaterial) abgedichtet, die nach
USP Class VI zertifiziert ist. Bei der Mikro-
ventilausführung kann zusätzlich eine Stopf-
buchspackung verwendet werden.
Der Prüfanschluss dient der Dichtheitskontrol-
le der Membran. Bei der Ausführung mit
nachgeschalteter Stopfbuchspackung ist die
Prüfbohrung mit einem Stopfen verschlossen.
Der Stopfen muss im Betrieb durch eine ge-
eignete Leckanzeige (z. B. Kontaktmanome-
ter, Ablauf in ein offenes Gefäß oder
Schauglas) ersetzt werden. Wenn das Ventil
keine Stopfbuchspackung hat, ist die Prüf-
FTO: flow to open (Fließrichtung von unten gegen den Kegel)
1)
FTC: flow to close (Fließrichtung von oben auf den Kegel)
2)
EB 8048-2
durchströmt. Die
1)
ist mög-
2)
Aufbau und Wirkungsweise
bohrung mit einem Rohrbogen ausgestattet,
um eventuell austretendes Medium gefahrlos
ableiten zu können.
Bei der Kombination mit Antrieben vom
Typ 3271 und Typ 3277 sind Antriebsstange
und Kegelstange über die Kupplungsschellen
(A26/27) verbunden. Bei der Kombination
mit Antrieb Typ 3379 werden Antriebsstange
und Kegelstange über ein Gewinde zusam-
mengeschraubt.
Tipp
Bei Stellventilen, die als Auf/Zu-Ventil einge-
setzt werden, empfiehlt SAMSON den An-
bau eines Stellungsreglers mit integrierter Di-
agnosefirmware, vgl. Kap. 3.4. Mit der Soft-
warefunktion „Teilhubtest" kann das Festfres-
sen einer im Normalfall in der Endlage be-
findlichen Absperrarmatur verhindert wer-
den.
3-1