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Siemens SINUMERIK 808D ADVANCED T Bedienungsanleitung Seite 77

Programmier- und bedienhandbuch (drehen/fräsen nach iso)
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Durch Angabe von "G65 P ... L... <Argument>; " wird ein Makroprogramm, dem mit "P" eine Programmnummer zugeordnet
wurde, aufgerufen und "L"-mal ausgeführt.
Die benötigten Parameter müssen im selben Satz (mit G65) programmiert werden.
Erläuterung
In einem Teileprogrammsatz mit G65 oder G66 wird die Adresse Pxx als Programmnummer des Unterprogramms
interpretiert, in dem die Makrofunktionalität programmiert ist. Mit der Adresse Lxx kann die Durchlaufanzahl der Makros
definiert werden. Alle weiteren Adressen in diesem Teileprogrammsatz werden als Übergabeparameter interpretiert und
deren programmierten Werte in den Systemvariablen $C_A bis $C_Z gespeichert. In den Unterprogrammen können diese
Systemvariablen gelesen und für die Makrofunktionalität ausgewertet werden. Werden in einem Makro (Unterprogramm)
weitere Makros mit Parameterübergabe aufgerufen, müssen die Übergabeparameter im Unterprogramm vor dem neuen
Makroaufruf in internen Variablen gespeichert werden.
Damit interne Variablendefinitionen möglich sind, muss beim Makroaufruf automatisch in den Siemens-Modus gewechselt
werden. Das erreicht man, indem man in die erste Zeile des Makroprogramms die Anweisung PROC<Programmname>
einfügt. Wird im Unterprogramm ein weiterer Makroaufruf programmiert, muss dann vorher wieder der ISO-Dialekt-Modus
angewählt werden.
Tabelle 1-25
Die Befehle P und L
Adresse
P
L
Systemvariablen für die Adressen I, J, K
Da die Adressen I, J, und K bis zu zehnmal in einem Satz mit Makroaufruf programmiert werden können, muss auf die
Systemvariablen für diese Adressen mit einem Arrayindex zugegriffen werden. Die Syntax für diese drei Systemvariablen ist
dann $C_I[..], $C_J[..], $C_K[..]. Die Werte stehen in der programmierten Reihenfolge im Array. Die Anzahl der im Satz
programmierten Adressen I, J, K steht in den Variablen $C_I_NUM, $C_J_NUM, $C_K_NUM.
Die Übergabeparameter I, J, K für Makroaufrufe werden jeweils als zusammengehörender Satz behandelt, auch wenn
einzelne Adressen nicht programmiert werden. Wenn ein Parameter erneut programmiert wird, oder ein nachfolgender
Parameter bezogen auf die Reihenfolge I, J, K programmiert wurde, so gehört er zum nächsten Satz.
Um im ISO-Modus die Programmierreihenfolge zu erkennen, werden die Systemvariablen $C_I_ORDER, $C_J_ORDER,
$C_K_ORDER gesetzt. Diese sind identische Arrays zu $C_I, $C_K und enthalten die zugehörige Nummern der Parameter.
Hinweis
Die Übergabeparameter können nur im Unterprogramm im Siemens-Modus gelesen werden.
Beispiel:
N5 I10 J10 K30 J22 K55 I44 K33
Block1
Block2
$C_I[0]=10
$C_I[1]=44
$C_I_ORDER[0]=1
$C_I_ORDER[1]=3
$C_J[0]=10
$C_J[1]=22
$C_J_ORDER[0]=1
$C_J_ORDER[1]=2
$C_K[0]=30
$C_K[1]=55
$C_K[2]=33
$C_K_ORDER[0]=1
$C_K_ORDER[1]=2
$C_K_ORDER[2]=3
Programmier- und Bedienhandbuch (Drehen/Fräsen nach ISO)
6FC5398-0DP40-0AA0, 08/2013
Beschreibung
Programmnummer
Anzahl Wiederholungen
Block3
Anzahl Stellen
4 bis 8 Stellen
77

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