Hecksteuerknüppel immer in Mittenposition. Im Zweifel schalten Sie die Stromversorgung nochmals kurz aus
und wieder ein, sobald der Helikopter auf dem Startplatz steht.
Vermeiden Sie beim Abheben große Steuerkorrekturen auf Roll, Nick und Heck . Der Helikopter könnte
ansonsten umfallen . Da wie oben beschrieben das System die Steuerknüppelbewegungen als
Drehbefehle interpretiert kann im Stand selbst ein kleiner Steuerbefehl dazu führen, dass das System
mit großem Steuerausschlag versucht den Heli zu bewegen, weil dieser scheinbar nicht auf den
Steuerausschlag reagiert . Am besten ist es den Rotor bei 0° Pitch bis zur gewünschten Flugdrehzahl
hochlaufen zu lassen und dann den Helikopter ohne zyklische Steuereingaben beherzt und zügig in die Luft
zu heben. Dies erfordert etwas Umgewöhnung im Gegensatz zum Flug mit einem herkömmlichen
Paddelrotorkopf.
Zuerst sollten Sie die Heckrotor- sowie Taumelscheibenempfindlichkeit anpassen und die maximal möglichen
Werte erfliegen. Danach können Sie das Heck über Parametermenü Punkt D optimieren (falls der Heckkreisel
im HeadingLock Modus geflogen wird) und die Dynamik des Heckkreisels über Poti 3 anpassen. Auf der
Taumelscheibe sind gegebenenfalls noch Direktanteil (Poti 2) und Aufbäum-kompensation (Parametermenü
Einstellpunkt C) anzupassen. Sollte der Heli zu heftig auf Knüppeleingaben reagieren, wählen Sie beim
Steuerverhalten unter Parametermenü Punkt B eine niedrigere Stufe aus oder reduzieren Sie den
Steuerknüppelweg im Sender bzw. erhöhen Sie diese Werte, wenn Ihnen die maximale Drehrate zu gering ist.
Wenn die Regelung optimal eingestellt ist, können Sie das Steuergefühl über die Punkte G und H des
Parametermenüs weiter anpassen, falls Sie ein noch aggressiveres Ansprechverhalten benötigen. Zur
Unterstützung des Heckkreisels können Sie desweiteren die Drehmomentvorsteuerung (Parametermenü
Einstellpunkt F) aktivieren.
Wir empfehlen vor dem ersten Flug die Haupt- und Heckrotorblätter abzumontieren und den Motor
testweise in allen Drehzahlbereichen laufen zu lassen (Achtung Verletzungsgefahr!) . Beobachten Sie
dabei, ob die Taumelscheibe anfängt sich in eine bestimmte Richtung zu neigen oder ob die Servos
sporadisch zucken. Dies ist meist ein sicheres Zeichen, dass die Helikoptermechanik in einem
hochfrequenten Bereich vibriert, wodurch die Sensorik von MICROBEAST PLUS gestört wird. Stellen Sie in
diesem Fall unbedingt die Ursache ab, bevor Sie mit dem Helikopter fliegen. Eine Ursache kann auch sein,
dass die Befestigung von MICROBEAST PLUS oder die Kabelverlegung (vgl. Abschnitt 3.3) nicht optimal
ist, so dass sich Vibrationen besonders leicht auf das Gerät übertragen können.
Wenn der Heckantrieb des Helikopters über einen Antriebriemen erfolgt, so ist es ebenfalls ratsam den
Helikopter vor dem Erstflug testweise laufen zu lassen. Durch elektrostatische Aufladung des Riemens
kann es zu Effekten wie zitternden Servos oder zufälligem Aufleuchten der LEDs kommen. In besonders
schweren Fällen kann eine statische Aufladung dazu führen, dass sich der Mikroprozessor aufhängt oder
das Gerät neu bootet. Treffen Sie unbedingt Maßnahmen gegen elektrostatische Aufladungen und
fliegen Sie nicht, falls oben beschriebene Effekte auftreten .
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