PaSSive leiStunGSaBGRenzunG
Der RF 3000™ Generator ist eine regulierbare HF-Energiequelle mit konstanter
Spannung. Die Zufuhr von HF-Energie zum Zielgewebe mit der gewünschten
Leistung erzeugt Hitze, Koagulation und eine entsprechende Desikkation. Hierdurch
steigt die Impedanz des Gewebes. Bei gleichbleibender Spannung ist die Leistung
umgekehrt proportional der Belastung bzw. der Gewebeimpedanz. Verdoppelt sich
beispielsweise die Impedanz, so geht die Leistung um 50 % zurück. Die HF-Leistung
wird daher automatisch durch die Gewebereaktion begrenzt, was zum Schutz des
Gewebes vor Schäden durch zu energiereiche Ablation beiträgt.
teStSPeziFikationen und waRtunG
SelBStteSt Beim einSchalten
Bei jedem Einschalten des Netzschalters am RF 3000 Generator wird vom internen
Mikroprozessor ein Einschalt-Selbsttest durchgeführt, bei dem zahlreiche Systeme
und Funktionen überprüft werden, darunter:
• die Funktion aller Anzeigen und des HF-Signaltons;
• die Genauigkeit der Leistungs-, Spannungs- und Strommesswerte;
• die Genauigkeit der Referenzspannung;
• die Genauigkeit der Strommessung für das Rückleitungselektrodenpad;
• die Genauigkeit der A/D-Kalibrierung;
• RAM-Funktion;
• zyklische Firmware-Redundanzprüfung der Software.
Sollte einer dieser Tests fehlschlagen, wird ein Fehlercode angezeigt und der Hochfrequenz-
Generator (HF-Generator) stellt keine Energie bereit. Derartige Fehler können mitunter
durch Ein- und Ausschalten des Netzschalters behoben werden; ansonsten muss der
HF-Generator an Boston Scientific eingesandt werden.
leiStunGSGenauiGkeitSteSt
VORSICHT! Stellen Sie zum Schutz der Prüfgeräte sicher, dass das elektrochirurgische
Analysegerät bei 100%iger Last 200 W abstrahlen kann.
Die einzige aktive Buchse des Elektrodenanschlusses ist die mittlere; die drei
peripheren Buchsen sind für zukünftige Anwendungen vorgesehen. Außerdem
sind die beiden Stifte aller vier Rückleitungsanschlüsse (insgesamt also 8 Stifte)
elektrisch gleich allen anderen Stiften.
Der Stromwert jedes Rückleitungselektrodenpadanschlusses ist auf 0,79 A
begrenzt. Daher sind für die maximale Leistungsabgabe des Generators separate
Lasten (von je 100 Ω bis 400 Ω) parallel an jeden Rückleitungsanschluss zu schalten.
Wird an alle vier Rückleitungsanschlüsse lediglich eine Last geschaltet, können
schon geringfügige Unterschiede zwischen den Leitungswiderständen der einzelnen
Rückleitungsan schlüsse und der Last zu großen Stromflussunterschieden führen,
was zu einem Überstromzustand (P-x-Fehler) führen kann, bevor die maximale
Ausgangsleistung erreicht wird. Eine Methode zum Testen der Leistungsgenauigkeit
bei 200 W besteht im Zwischenschalten von vier induktionsfreien 100-Ω-Lasten
zwischen dem aktiven Anschluss und den einzelnen Rückleitungsanschlüssen. (Der
Generator erfasst diese Konfiguration als 25 Ω.)
Zum Testen der Leistungsgenauigkeit kann auch eine geringe Leistung bei einer
einzelnen 100-Ω-Last verwendet werden. Genaue Leistungsspezifikationen finden
Sie im Abschnitt „ Technische Daten" .
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rms