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SIMPLON MTB Handbuch Und Bedienungsanleitung Seite 37

2015
Inhaltsverzeichnis
Je nach Gabeltyp lassen sich die Feder- und Dämpfe-
reinstellung über einen Drehknopf oder durch Verän-
derung des Luftdrucks anpassen. Sollten die Verstell-
möglichkeiten nicht ausreichen, müssen andere Federn
oder Dämpfer eingebaut werden. Dieser Wechsel sollte
jedoch nur vom Fachhändler vorgenommen werden.
!
GEFAHR: Eine Veränderung der Federgabeleinstellung
beeinträchtigt die Fahr- und Bremseigenschaften des
Fahrrades.
Manche Gabeln sind mit einem „Lockout System" aus-
gestattet. Diese Gabeln lassen sich über eine Verän-
derung der Druckstufendämpfung verhärten.
Um eine Beschädigung des Dämpfungssystems zu verhindern besitzen diese Gabeln ein Überdruck-
ventil welches bei Schlägen anspricht, sodass die Gabeln auch im verriegelten Betrieb
einfedern. Trotz des Überdruckventils sollten Sie das „Lockout" zur Schonung der Gabel und
des Rahmens nur aktivieren, wenn Sie entweder auf Asphalt oder bergauf fahren. Beim Bergab-
fahren das „Lockout" der Gabel auf jeden Fall ausschalten.
Abstimmung der Federgabel an die persönlichen Anforderungen:
• Beginnen Sie die Gabel-Abstimmung mit vollständig zurückgedrehter Federvorspannung
und auf der geringsten Dämpfungsstufe.
• Befestigen Sie einen Kabelbinder so über das Standrohr, dass er sich noch leicht
verschieben lässt.
• Die Gabel sollte beim Aufsitzen ca. 15 – 35 % ihres maximalen Federweges einfedern.
Ist das nicht der Fall, müssen Sie die Federvorspannung verändern.
• Fahren Sie über gemischtes Gelände und schauen Sie anschließend, wie viel des
Federweges Sie ausgenutzt haben. Ist der Kabelbinder nur wenige Millimeter verschoben,
ist die Gabel zu hart eingestellt. Kontrollieren Sie, ob die Federvorspannung vollständig
zurückgedreht ist und lassen Sie gegebenenfalls die Federn austauschen.
• Ist der Kabelbinder auf der gesamten Länge verschoben oder die Gabel schlägt mit einem
hörbaren Geräusch durch, ist die Feder zu weich. Spannen Sie die Federn vor. Wird das
Verhalten nicht besser, lassen Sie die Federn von einem Fachmann austauschen. (Können
Sie keinen Kabelbinder über das Standrohr ziehen, benötigen Sie einen Mitfahrer, der das
Verhalten Ihrer Gabel während der Fahrt beobachtet.)
• Ist die richtige Abstimmung der Feder getroffen, beginnen Sie die Dämpfung einzustellen.
Beginnen Sie in kleinen Schritten und beobachten Sie die Geschwindigkeit, mit der die
Gabel ausfedert. Bei zu geringer Dämpfung verläuft der Ausfedervorgang schlagartig. Sie
haben beim Fahren das Gefühl, als ob Sie das Rad abwerfen will.
• Je stärker Sie die Dämpfung einstellen, desto langsamer entspannt sich die Feder, der
Aufschwingeffekt ist geringer. Zu starke Dämpfung bewirkt, dass die Gabel bei schnell
aufeinander folgenden Stößen zusammensinkt, da sie nicht mehr schnell genug ausfedern
kann.
• Bei Systemen mit Plattformdämpfung sollten Sie die Abstimmung der Federgabel
laut Angaben des jeweiligen Herstellers machen.
Die genauen Bedienungs-, Einstellungs- und Wartungshinweise entnehmen Sie bitte der
>
mitgelieferten Bedienungsanleitung des Herstellers.
Luftventil
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