6.8.1 Grundlagen der Regelung
Begriffserklärung
Hydraulik optimieren
V6
Eine kurze Begriffserklärung
Stellgröße
PID-Regler
Proportionalbereich
Xp
Nachstellzeit Tn
Vorhaltezeit Tv
Dämpfungszeit Td
Korrekturgrößenbe-
grenzung
Eine wichtige Voraussetzung für eine akzeptable Regelqualität ist eine gut
ausgelegte Hydraulik. Deshalb muss eine möglichst gute Verbindung zwi-
schen der zu temperierenden Applikation und dem Temperiergerät herge-
stellt werden.
Kurze Schläuche mit großem Querschnitt einsetzen. Dadurch wird der
Strömungswiderstand verringert. Es kann viel Temperierflüssigkeit in
kurzer Zeit zirkulieren, somit ist die Umlaufzeit kurz.
Temperierflüssigkeit möglichst dünnflüssig und mit möglichst hoher
Wärmekapazität auswählen. Rangliste: Wasser, Wasser-Glykol, Öle, Flu-
orinert®.
Pumpenstufe möglichst hoch einstellen.
Bei externer Anwendung stellen Sie den Durchsatz durch den externen
Verbraucher möglichst groß ein.
Bei den Badthermostaten achten Sie auf eine ausreichende Umwälzung
im Bad.
PRO Badthermostate und Umwälzthermostate
- Ausgangswert des Reglers, um die Differenz von
Istwert zu Sollwert (Regelabweichung) auszuglei-
chen.
- Der PID-Regler arbeitet sehr präzise und schnell
und besteht aus einem P-, I- und D-Anteil.
- Der Proportionalbereich Xp gibt den Tempera-
turbereich an, in dem der Proportionalanteil (P-
Anteil) des Reglers 0 – 100 % der maximalen
Stellgröße beträgt. Beträgt zum Beispiel bei einem
eingestellten Xp von 10 K die Regelabweichung
2 K, so beträgt der P-Anteil 20 % der Stellgröße.
Bei einer Regelabweichung von 10 K und mehr
beträgt der P-Anteil 100 % der Stellgröße.
- Die Nachstellzeit ist für den I-Anteil der Stellgröße
maßgebend. Sie gibt das Intervall an, in dem eine
bestehende Regelabweichung aufintegriert wird. Je
größer Tn ist, desto langsamer wird die Regelab-
weichung aufintegriert. Somit wird die Regelung
träger. Ein kleineres Tn macht die Regelung dyna-
mischer und führt schließlich zu Schwingungen.
- Der D-Anteil der Stellgröße wird aus der Vorhal-
tezeit Tv gebildet. Er beeinflusst die Annäherungs-
geschwindigkeit des Istwerts an den Sollwert und
wirkt dem P-Anteil und dem I-Anteil entgegen.
Je größer die Vorhaltezeit Tv eingestellt ist, desto
stärker wird das Ausgangssignal gedämpft. Als
Faustformel gilt: Tv = Tn x 0,75.
- Dämpfungszeit des D-Anteils. Als Faustformel gilt:
Td = Tv x 0,15.
- Stellt die maximal zugelassene Abweichung zwi-
schen der Temperatur am externen Verbraucher
und der Temperatur am Vorlauf dar.
95 / 151