Kontrolle Triggerung
Wichtig ist die interne Triggerschwelle. Sie bestimmt, ab
welcher Bildhdéhe ein Signal exakt stehend aufgezeichnet
wird. Beim HM 205-3 sollte sie bei 3 bis 5mm fliegen. Eine
noch
empfindlichere
Triggerung
birgt die Gefahr
des
Ansprechens auf den Stér- und Rauschpegel in sich, insbe-
sondere dann, wenn die Empfindlichkeit des Vertikalein-
gangs mit der Drucktaste Yx5 auf 1 mV/cm erhéht wurde.
Dabei k6nnen phasenverschobene Doppelbilder auftreten.
Eine Veranderung der Triggerschwelle ist nur intern m6g-
lich. Die Kontrolle erfolgt mit irgendeiner Sinusspannung
zwischen 50Hz und 1MHz bei automatischer Triggerung
(AT/NORM.-Taste nicht gedriickt). Danach ist festzustel-
len, ob die gleiche Triggerempfindlichkeit auch mit Normal-
triggerung
(AT/NORM.-Taste
gedriickt)
vorhanden
ist.
Hierbei mu
eine LEVEL-Einstellung vorgenommen wer-
den. Durch Driicken der +/— Taste muf& sich der Kurvenan-
stieg der ersten Schwingung umpolen. Der HM 205-3 muff,
bei einer Bildhdhe von etwa 5mm und HF-Einstellung der
Triggerkopplung,
Sinussignale
bis 40MHz
einwandfrei
intern triggern.
Zur externen Triggerung (Taste EXT. gedrtickt) sind minde-
stens 0,3V,, Spannung
(synchron zum Y-Signal) an der
Buchse TRIG. INP. erforderlich.
Die TV-Triggerung wird am besten mit einem Videosignal
beliebiger Polaritat geprift. Eine zeilenfrequente Darstel-
lung erhalt man
mit TV-Schalter auf H und TIME/DIV.-
Schalter auf 20 oder 10us/em. Die bildfrequente Darstel-
lung ergibt sich bei V und bei 5 oder 2ms/cm. Die Flanken-
richtung muf richtig gewahit sein.
Die TV-Triggerung ist dann einwandfrei, wenn bei zeilen-
und bei bildfrequenter Darstellung die Amplitude des kom-
pletten Videosignals (vom Weil&wert bis zum Dach des Zel-
lenimpulses) zwischen 8 und 80mm
bei stabiler Darstel-
lung geandert werden kann.
Wird mit einem Sinussignal ohne Gleichspannungsan-
teil intern oder extern getriggert, dann darf sich beim
Umschalten von AC auf DC des TRIG.-Wahischalters das
Bild nicht horizontal verschieben.
Werden beide Vertikalverstarkereingange AC-gekoppelt an
das gleiche Signal geschaltet und im alternierenden Zwel-
kanal-Betrieb (nur Taste DUAL gedriickt) beide Strahlen auf
dem Bildschirm exakt zur Deckung gebracht, dann darf in
keiner
Stellung
der Taste
CH.I/II-TRIG.I/II
oder
beim
Umschalten des TRIG.-Wahlschalters von AC auf DC eine
Anderung des Bildes sichtbar sein.
Eine Kontrolle der Netztriggerung (50-60 Hz) in Stellung ~
des
TRIG.-Wahlschalters
ist mit einer
netzfrequenten
Eingangsspannung (auch harmonisch oder subharmonisch)
mdglich. Um zu kontrollieren, ob die Netztriggerung bei
sehr kleiner oder grofser Signalspannung nicht aussetzt,
sollte die Eingangsspannung bei ca. 1V liegen. Durch Dre-
hen des betreffenden Eingangsteilerschalters (mit Feinstel-
ler} lat sich die dargestellte Signalhéhe dann beliebig vari-
ieren.
Zeitablenkung
Vor Kontrolle der Zeitbasis ist festzustellen, ob die Zeitlinie
10cm lang ist und in allen Bereichen das Raster etwas
Uberschreibt. Andernfalls kann sie am Potentiometer fur die
Sweep-Amplitude korrigiert werden.
Diese Einstellung sollte bei der mittleren TIME/DIV.-Schal-
terstellung 5us/em erfolgen. Vor Beginn der Arbeit ist der
Zeit-Feinsteller auf CAL. einzurasten. Die Taste X-MAG.
x10 soll nicht gedruckt sein. Dies gilt, bis deren einzeine
Anderungsbereiche kontrolliert werden. Ferner ist zu unter-
suchen,
ob die Zeitablenkung
von
links
nach
rechts
schreibt. Hierzu Zeitlinie mit X-POS.-Einsteller auf horizon-
tale Rastermitte zentrieren und TIME/DIV.-Schalter auf
0,2s/cm stellen (Wichtig nur nach R6hrenwechsel!).
Steht fur die Uberpriifung der Zeitbasis kein exakter Mar-
kengeber zur Verfligung, kann man auch mit einem genau
geeichten
Sinusgenerator arbeiten.
Seine Frequenztole-
ranz sollte nicht gréfer als +1% sein. Die Zeitwerte des
HM 205-3 werden zwar mit +3 % angegeben; in der Regel
sind sie jedoch wesentlich besser. Zur gleichzeitigen Kon-
trolle der Linearitat sollten immer mind. 10 Schwingungen,
d.h. alle cm ein Kurvenzug abgebildet werden. Zur exak-
ten Beurteilung wird mit Hilfe der X-POS.-Einstellung die
Spitze des ersten Kurvenzuges genau hinter die erste verti-
kale Linie des Rasters gestellt. Die Tendenz einer evtl.
Abweichung
ist schon
nach
den
ersten
Kurvenztigen
erkennbar.
Recht genau kann man die Bereiche 20 und 10ms/cm mit
Netzfrequenz 50Hz kontrollieren. Es wird dann bei 20ms/
cm alle cm und bei 10ms/em alle 2cm ein Kurvenzug abge-
bildet.
Fur hadufige Routinekontrollen der Zeitbasis an einer gréfke-
ren Anzahl von Oszilloskopen ist die Anschaffung eines
Oszilloskop-Calibrators
empfehlenswert.
Dieser
besitzt
auch einen quarzgenauen Markergeber, der fur jeden Zeit-
bereich Impulse im Abstand von 1cm abgibt. Dabei ist zu
beachten, dalg bei der Triggerung solcher !mpulse zweck-
makig mit Normaltriggerung (Taste AT/NORM. gedriickt)
und LEVEL-Einstellung gearbeitet wird.
Die folgende Tabelle zeigt, welche Frequenzen flr den
jeweiligen Bereich bendédtigt werden.
Anderungen vorbehalten
T3 205-3