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Automatische Triggerung; Normaltriggerung - Hameg Instruments Hm205-3 Bedienungsanleitung

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Automatische Triggerung
Steht die Taste AT/NORM. ungedruckt in Stellung AT (Auto-
matic Triggering), wird die Zeitablenkung periodisch ausge-
l6st, auch ohne angelegte Mef&spannung oder externe Trig-
gerspannung. Ohne Mefspannung sieht man nur eine Zeitli-
nie (von der ungetriggerten, also freilaufenden Zeitablen-
kung). Bei anliegender MefSspannung beschrankt sich die
Bedienung im wesentlichen auf die richtige Amplituden- und
Zeitbasis-Einstellung
bei immer
sichtbaren
Strahl.
Eine
LEVEL-Einstellung ist bei automatischer Triggerung weder
ndtig noch méglich. Diese Einfachheit der Bedienung emp-
fiehlt die automatische Triggerung ftir alle unkomplizierten
MeRaufgaben. Sie ist aber auch die geeignete Betriebsart fur
den ,Einstieg" bei diffizilen Mefproblemen, namlich dann,
wenn das Mef&signal selbst in Bezug auf Amplitude, Fre-
quenz oder Form noch weitgehend unbekannt ist. Mit auto-
matischer Triggerung werden alle Parameter voreingestellt,
dann kann der Ubergang auf Normaltriggerung erfolgen.
Die automatische Triggerung arbeitet oberhalb von 710Hz
bis 40MHz. Der Ubergang bis zum Aussetzen der automa-
tischen Triggerung bei Frequenzen unter 10 Hz ist unvermit-
telt, kann aber nicht mit Hilfe des TRIG.-Lampchen beurteilt
werden, weil dieses weiter aufblitzt. Das Aussetzen der
Triggerung erkennt man am besten am linken Schirmrand
(Strahleinsatz dann in wechselnder Bildhéhe).
Die automatische Triggerung folgt oberhalb
10Hz allen
Anderungen oder Schwankungen des Mef&signals sofort.
Wird jedoch das Tastverhditnis eines Rechtecksignals so
stark verandert, dalS sich der eine Teil des Rechtecks zum
Nadelimpuls verformt, kann die automatische Triggerung
aussetzen. Bei automatischer Triggerung liegt der Trigger-
punkt namlich etwa im Nulldurchgang des Triggersignals.
Bei steilem Signal-Nulldurchgang kann die Zeit zum Ausl6-
sen der Zeitbasis zu kurz werden. Dann mufs auf Normaltrig-
gerung umgeschaltet werden.
Die automatische Triggerung ist sowohl bel interner wie bel
externer Triggerung anwendbar.
Normaltriggerung
Mit Normaltriggerung (gedriickte Taste AT/NORM.)
und
passender LEVEL-Einstellung
kann die Auslésung
bzw.
Triggerung der Zeitablenkung an jeder Stelle einer Signal-
flanke erfolgen. Der mit dem LEVEL-Knopf erfaf&bare Trig-
gerbereich ist stark abhangig von der Amplitude des Trig-
gersignals. Ist bei interner Triggerung die Bildhdhe kleiner
als
1cm, erfordert die Einstellung wegen des kleinen Fang-
bereichs etwas Feingefunhl.
Bei gedriickter Taste AT/NORM.
und falscher LEVEL-
Einstellung ist der Bildschirm dunkel.
Im Speicherbetrieb bleibt die Darstellung des letzten
Einlesevorgangs erhalten.
Mit Normaltriggerung sind auch komplizierte Signale trig-
gerbar.
Bel Signalgemischen
ist die Triggerméglichkeit
abhangig
von
gewissen
periodisch
wiederkehrenden
Pegelwerten, die u.U. erst bei gefuhlvollem Drehen des
LEVEL-Knopfes gefunden werden.
M12 205-3
Weitere Hilfsmittel zur Triggerung sehr schwieriger Signale
sind der Zeit-Feinstellknopf und die HOLDOFF-Zeiteinstel-
lung, die weiter unten besprochen wird.
Flankenrichtung
Die Triggerung kann bei automatischer und bei Normaltrig-
gerung wahiweise mit einer steigenden oder einer fallen-
den Triggerspannungsflanke einsetzen. Die gewahite Flan-
kenrichtung (slope) ist mit der Taste +/— einstellbar. Das
Pluszeichen (ungedrtickte Taste) bedeutet eine Flanke, die
vom negativen Potential kommend zum positiven Potential
ansteigt. Das hat mit Null- oder Massepotential und absolu-
ten Spannungswerten nichts zu tun. Die positive Flanken-
richtung kann auch im negativen Teil einer Signalkurve lie-
gen. Eine fallende Flanke (Minuszeichen) ldést die Trigge-
rung sinngemafs aus, wenn die Taste +/— gedrtckt ist. Dies
gilt bei automatischer und bei Normaltriggerung. Jedoch
kann
der Triggerpunkt
bei Normaltriggerung
mit dem
LEVEL-Knopf
auf der betreffenden
Flanke in gewissen
Grenzen beliebig verschoben werden.
Bei Videosignal-Triggerung Ist die Taste +/— aulser Betrieb.
Triggerkopplung
Die Ankopplungsart und dementsprechend der Frequenz-
bereich
des Triggersignals
kann
am
TRIG.-Umschalter
gewahlt werden. Dies ist aber nur méglich, wenn der TV -
Umschalter in Stellung OFF steht.
AC: Triggerbereich = 10Hz bis 10MHz.
Dies ist die am
hdufigsten zum
Triggern benutzte
Kopplungsart.
Unterhalb
10Hz
steigt
die Trigger-
schwelle zunehmend an.
DC: Triggerbereich 0 bis 10MHz.
DC-Triggerung ist dann zu empfehlen, wenn bei ganz
langsamen Vorgangen auf einen bestimmten Pegel-
wert des Mefssignals
getriggert werden
soll oder
wenn impulsartige Signale mit sich wahrend der Beob-
achtung staéndig andernden Tastverhdltnissen darge-
stelit werden mUssen.
Bei interner DC-Triggerung muf8 immer mit Nor-
maltriggerung und LEVEL-Einstellung gearbeitet
werden.
Bei automatischer Triggerung besteht die Méglichkeit,
dafS sich der Triggereinsatzpunkt verandert oder dalg
bei Signalen ohne Nulldurchgang (z.B. mit DC-Offset)
die Triggerung ganz aussetzt.
HF: Triggerbereich 1,5kHz bis 40 MHz (Hochpal).
Die HF-Stellung ist fur alle hochfrequenten Signale
giinstig. Gleichspannungsschwankungen und tieffre-
quentes (Funkel-) Rauschen der Triggerspannung wer-
den unterdrickt, was sich gtinstig auf die Bildstabilitat
auswirkt. Unterhalb 1,5kHz steigt die Triggerschwelle
zunehmend an.
Anderungen vorbehalten
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