Tastteiler 10:1 oder 100:1 an den CH.I-Eingang anschlie-
en, keine Taste drucken. Eingangskopplung auf DC stel-
len, Eingangsteiler auf 5mV/em
und TIME/DIV.-Schalter
auf 0.2ms/em
schalten (beide Feinregler in Calibrations-
stellung CAL.), Tastkopf mit Federhaken in die entspre-
chende CAL.-Ose einhaken (Teiler 10:1 an Ose 0.2V, 100:1
an Ose 2V).
1kHz
falsch
falsch
richtig
Auf dem Bildschirm sind 2 WellenzUge zu sehen. Nun ist
der Kompensationstrimmer abzugleichen. Er befindet sich
im allgemeinen im Tastkopf selbst. Beim 100:1 Tastteiler
HZ53 befindet er sich im Kastchen am BNC-Stecker. Mit
dem beigegebenen Isolierschraubenzieher ist der Trimmer
abzugleichen, bis die oberen Dacher des Rechtecksignals
exakt parallel zu den horizontalen Rasterlinien stehen (siehe
Bild 1kHz). Dann sollte die Signalhé6he 4cm + 1,6mm (=
4% im ungtinstigsten Fall) sein. Die Signalflanken sind in
dieser Einstellung unsichtbar.
Abgleich
1MHz
Ein HF-Abgleich ist bei den Tastképfen HZ51, 52 und 54
méglich. Diese besitzen Resonanz-Entzerrungsglieder (R-
Trimmer in Kombination mit Soulen und Kondensatoren),
mit denen es erstmals médglich ist, den Tastkopf auf ein-
fachste Weise im Bereich der oberen Grenzfrequenz des
Vertikalverstarkers
optimal
abzugleichen.
Nach
diesem
Abgleich erhalt man nicht nur die maximal mégliche Band-
breite im Tastteilerbetrieb, sondern auch eine weitgehend
konstante Gruppenlaufzeit am Bereichsende. Dadurch wer-
den Einschwingverzerrungen (wie Uberschwingen, Abrun-
dung, Nachschwingen, Lécher oder Hécker im Dach) in der
Nahe der Anstiegsflanke auf ein Minimum begrenzt. Die
Bandbreite des Oszilloskops wird also bei Benutzung der
Tastképfe HZ751, 52 und 54 ohne Inkaufnahme von Kurven-
formverzerrungen voll genutzt. Voraussetzung fur diesen
HF-Abgleich
ist
ein
Rechteckgenerator
mit
kleiner
Anstiegszeit (typisch 3 ns) und niederohmigen Ausgang (ca.
50 Q), der mit einer Frequenz von 1 MHz eine Spannung von
0,25V bzw. 2,5V +1%
abgibt. Der Scope-Tester HZ60
erfullt diese Bedingungen und ermdglicht noch andere Kon-
trollmessungen.
Betriebsarten der Vertikalverstarker
Die gewunschte Betriebsart der Vertikalverstarker wird mit
den 3 mit VERT. MODE gekennzeichneten Tasten im Y-
Feld gewahlit. Bei Mono-Betrieb stehen alle heraus. Dann
ist nur Kanal I betriebsbereit.
Anderungen vorbehalten
Bei Mono-Betrieb mit Kanal Ilist die Taste CH M/Il zu druk-
ken. Diese Taste tragt unten die Bezeichnung TRIG. VIL
weil damit gleichzeitig die Kanalumschaltung der internen
Triggerung erfolgt.
Wird die Taste DUAL gedrtckt, arbeiten beide Kandle. Bei
dieser Tastenstellung erfoigt im Analog-Betrieb die Auf-
zeichnung zweier Vorgdnge nacheinander (alternate mode).
Die Signalbilder aus
beiden
Kanalen
werden
zwar
nur
abwechselind einzeln dargestellt, sind aber bei schneller
Zeitablenkung scheinbar beide gleichzeitig sichtbar. Fur das
Oszilloskopieren langsam verlaufender Vorgange mit Zeit-
koeffizienten = 1ms/cm ist diese Betriebsart nicht geeig-
net. Das Schirmbild flimmert dann zu stark, oder es scheint
Zu springen. Druckt man noch die Taste CHOP., werden
beide Kandle innerhalb einer Ablenkperiode mit einer hohen
Frequenz standig umgeschaltet (chop mode). Auch lang-
sam verlaufende Vorgadnge werden dann flimmerfrei aufge-
zeichnet. Fur Oszillogramme mit héherer Folgefrequenz ist
die Art der Kanalumschaltung weniger wichtig.
Ist nur die Taste ADD gedriickt, werden die Signale beider
Kandle algebraisch addiert (| +
II). Ob sich hierbei die
Summe oder die Differenz der Signalspannungen ergibt,
hangt von der Phasenlage bzw. Polung der Signale selbst
und von den Stellungen der INVERT-Taste ab.
Gleichphasige Eingangsspannungen:
INVERT CHIl-Taste ungedriickt
= Summe.
INVERT CHII-Taste gedriickt = Differenz.
Gegenphasige Eingangsspannungen:
INVERT CHII-Taste ungedruckt = Differenz.
INVERT CHIl-Taste gedritickt = Summe.
In der ADD-Betriebsart ist die vertikale Strahllage von der Y-
POS.-Einstellung beider Kanale abhangig.
Signalspannungen
zwischen
zwei hochliegenden
Schal-
tungspunkten
werden
oft im Differenzbetrieb
beider
Kandle gemessen. Als Spannungsabfall an einem bekann-
ten Widerstand lassen sich so auch Str6me zwischen zwel
hochliegenden
Schaltungsteilen
bestimmen.
Allgemein
gilt, daf& bei der Darstellung von Differenzsignalen die Ent-
nahme der beiden Signalspannungen nur mit Tastteilern
absolut gleicher Impedanz und Teilung erfolgen darf. Fur
manche Differenzmessungen ist es vorteilhaft, die Masse-
kabel beider Tastteiler nicht mit dem MeRobjekt zu verbin-
den. Hierdurch k6nnen eventuelle Brumm- oder Gleichtakt-
st6rungen verringert werden.
XY-Betrieb (nur analog)
Fur XY-Betrieb wird die Taste X-Y im X-Feld betatigt. Ist
das Oszilloskop im Digitalbetrieb, erfolgt dadurch automa-
tisch
die Umschaltung
auf Anlogbetrieb.
(STOR.
LED
erlischt).
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