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Kontrolle Triggerung; Zeitablenkung - Hameg Instruments Hm604-2 Bedienungsanleitung

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Inhaltsverzeichnis
Kontrolle Triggerung
Wichtig ist die interne Triggerschwelle. Sie bestimmt,
ab welcher Bildhohe ein Signal exakt stehend aufge-
zeichnet wird. Beim HM604 sollte sie bei ca. 5mm
liegen. Eine noch empfindlichere Triggerung birgt die
Gefahr des Ansprechens auf den Stor- und Rauschpegel
in sich. Dabei konnen phasenverschobene Doppelbilder
auftreten. Eine Veranderung der Triggerschwelle ist nur
intern moglich. Die Kontrolle erfolgt mit irgendeiner
Sinusspannung zwischen 50Hz und 1 MHz bei automa-
tischer Triggerung (LEVEL-Knopf in AT-Stellung). Da-
nachistfestzustellen,obdiegleicheTriggerempfindlich-
keit auch mit Normaltriggerung (LEVEL-Knopf nichtin
AT-Stellung) vorhanden ist. Durch Drucken der SLOPE
+/- Taste muft sich der Kurvenanstieg der ersten
Schwingung umpolen. Der HM604 mud, bei einer
Bildhohe von >5mm und HF-Einstellung der Trigger-
kopplung, Sinussignale bis 100MHz einwandfrei intern
triggern.
Zur externen Triggerung (Taste EXT. gedruckt) sind min-
destens 50mVss Spannung (synchron zum Y-Signal) an der
Buchse TRIG. INP. erforderlich.
Die TV-Triggerung wird mit einem FBAS-Videosignal
umschaltbarer Polaritat uberpruft. Dabei ist jede Polaritat
in den Stellungen V und H zu testen.
Wird mit einem Sinussignalohne Gleichspannungsan-
teil intern oder extern getriggert, dann darf sich beim
Umschalten von AC auf DC des TRIG.-Wahlschalters das
Bild nicht horizontal verschieben.
Im alternierenden Zweikanal-Betrieb mussen zwei ver-
schiedene Signale (z.B. Netzfrequenz und Kalibratorsignal)
in Stellung ALT. einwandfrei (intern) getriggert werden.
Bei Chopper-Zweikanal-Betrieb darf in der Stellung ALT.
nur eine Triggerung von Kanal I moglich sein und keine
Darstellung der Chopperfrequenz erfolgen.
Werden beide Vertikalverstarkereingange AC-gekop-
pelt an das gleiche Signal geschaltet und im
alternierenden Zweikanal-Betrieb (nur Taste DUAL ge¬
druckt) beide Strahlen auf dem Bildschirm exakt zur
Deckung gebracht, dann darf in keiner Stellung der
Tasten CH.I/II-TRIG.I/II und ALT. oder beim Umschal¬
ten des TRIG.-Wahlschalters von AC auf DC eine Ande-
rung des Bildes sichtbar sein.
Eine Kontrolle der Netztriggerung (50-60Hz) in Stellung
~ des TRIG.-Wahlschalters ist mit einer netzfrequenten
Eingangsspannung (auch harmonisch odersubharmonisch)
moglich. Um zu kontrollieren, ob die Netztriggerung bei
sehr kleiner oder grofter Signalspannung nicht aussetzt,
sollte die Eingangsspannung bei ca. IV liegen. Durch
Drehen des betreffenden Eingangsteilerschalters (mit
Feinsteller) laftt sich die dargestellte Signalhohe dann
beliebig variieren.
Zeitablenkung
Steht fur die Uberprufung der Zeitbasis kein exakter
Markengeber zur Verfugung, kann man auch mit einem
genau geeichten Sinusgeneratorarbeiten. Seine Frequenz-
toleranz sollte nicht grower als ±1 % sein. Die Zeitwerte
des HM604 werden zwar mit ±3% angegeben; in der
Regel sind sie jedoch wesentlich besser. Zur gleichzeiti-
gen Kontrolle der Linearitatsollten immermind. lOSchwin-
gungen, d.h. alle cm ein Kurvenzugabgebildet werden.
Zur exakten Beurteilung wird mit Hilfe der X-POS.-Ein-
stellung die Spitze des ersten Kurvenzuges genau hinter
die erste vertikale Linie des Rasters gestellt. Die Tendenz
einer evtl. Abweichung ist schon nach den ersten
Kurvenzugen erkennbar.
Recht genau kann man die Bereiche
20
und
lOms/cm
mit
Netzfrequenz 50Hzkontrollieren. Es wird dann bei
20ms/
cm
alle cm und bei
lOms/cm
alle 2cm ein Kurvenzug
abgebildet.
Die folgende Tabelle zeigt, welche Frequenzen fur den
jeweiligen Bereich benotigt werden.
1 s/cm -
1Hz
0.1 ms/cm -
10kHz
0.5s/cm -
2Hz
50ps/cm -
20kHz
0.2s/cm -
5Hz
20[js/cnn -
50kHz
0.1 s/cm -
10Hz
10[js/cm -
100kHz
50ms/cm
-
20Hz
5ps/cm -
200kHz
20ms/cm
-
50Hz
2|js/cm -
500kHz
10ms/cm
-
100Hz
1 |js/cm
-
1MHz
5ms/cm -
200Hz
0.5iJs/cm -
2MHz
2ms/cm -
500Hz
0.2[js/cm -
5MHz
1 ms/cm -
1kHz
0.1[js/cm -
10MHz
0.5ms/cm -
2kHz
0.05[js/cm -
20MHz
0.2ms/cm
-
5kHz
Dreht man den Zeit-Feineinsteller bis zum Anschlag nach
links, werden mindestens2,5Kurvenzuge/cmgeschne-
ben (Messung bei
5|js/cm).
Druckt man die Taste X
MAG. xIO,
dann erscheint nur alle
10cm (±5%) ein Kurvenzug (Zeit-Feinsteller auf
CAL.;
Messung bei
5|js/cm).
Die Toleranz laSt sich aber leichter
in Stellung
50iis/cm
erfassen (ein Kurvenzug pro cm).
Die Sagezahnausgangspannung an der mit AVbezeich-
neten BNC-Buchse auf der Gerateruckseite lafrt sich mit
einem Kontroll-Oszilloskop uberprufen. Dieses wird auf
einen Ablenkkoeffizienten von IV/cm und auf einen
Zeitkoeffizienten, der um eine Stufe langsamer ist als der
am zu testenden Oszilloskop, eingestellt. Man sollte dann
2 bzw. 2,5 Wellen eines positiv ansteigenden Sagezahn
mit einer Amplitude von etwa5Vssauf dem Kontrollschirm
sehen konnen. Dabei sollte dem zu prufenden Oszilloskop
keine Eingangsspannung (und keine Triggerspannung)
zugefuhrt werden. Die Sagezahnspannung wird dem
Kontroll-Oszilloskop mit einem nicht abgeschlossenen
50Li-BNC-BNC-Kabel zugefuhrt. Gleichzeitig kann die Wir-
kung der HOLD-OFF-Zeiteinstellung kontrolliert werden.
Anderungen vorbehalten
T3 604-2
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