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Kontrolle Triggerung; Zeitablenkung - Hameg Instruments Hm604-3 Bedienungsanleitung

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empfehlenswert, in gewissen Zeitabständen alle Stellungen
der Eingangsteiler zu überprüfen und, wenn erforderlich, nach-
zugleichen.
Hierfür ist jedoch noch ein kompensierter 2:1-Vorteiler er-
forderlich, der auf die Eingangsimpedanz des Oszilloskops
abgeglichen werden muß. Wichtig ist, daß der Teiler abge-
schirmt ist.
Zum Selbstbau benötigt man an elektrischen Bauteilen ei-
nen 1MΩ-Widerstand (±1%) und, parallel dazu, einen C-Trim-
mer 3/15pF parallel mit etwa 10pF. Diese Parallelschaltung
wird einerseits direkt mit dem Vertikaleingang
andererseits über ein möglichst kapazitätsarmes Kabel mit
dem Generator verbunden. Der Vorteiler wird bei 5mV/
cm auf die Eingangsimpedanz des Oszilloskops abgegli-
chen (Feineinstellknopf auf Rechtsanschlag; Signalan-
kopplung auf DC; Rechteckdächer exakt horizontal ohne Dach-
schräge). Danach sollte die Form des Rechtecks in jeder Ein-
gangsteilerstellung gleich sein.
Betriebsarten: CH.I/II, DUAL, ADD, CHOP.,
INVERT und XY-Betrieb
Im DUAL-Betrieb müssen sofort zwei Zeitlinien erschei-
nen. Bei Betätigung der Y-POS.-Knöpfe sollten sich die Strahl-
lagen gegenseitig nicht beeinflussen. Trotzdem ist dies auch
bei intakten Geräten nicht ganz zu vermeiden. Wird ein Strahl
über den ganzen Schirm verschoben, darf sich die Lage des
anderen dabei um maximal 0,5mm verändern.
Ein Kriterium bei Chopperbetrieb ist die Strahlverbreiterung
und Schattenbildung um die Zeitlinie im oberen oder unteren
BildsCHIrmbereich. Normalerweise darf beides nicht sicht-
bar sein. TIME/DIV.-Einstellung dabei auf 0.5ms/cm. Signal-
kopplung auf GD; INTENS-Knopf auf Rechtsanschlag; FOCUS-
Einstellung auf optimale Schärfe. Mit den beiden Y-POS.-
Knöpfen wird eine Zeitlinie auf +2cm, die andere auf -2cm
Höhe gegenüber der horizontalen Mittellinie des Rasters ge-
schoben. Nicht mit dem Zeit-Feinsteller auf die
Chopperfrequenz (ca. 500kHz) synchronisieren!
Wesentliches Merkmal bei I+II (Additions-Betrieb - ADD -)
ist die Verschiebbarkeit der Zeitlinie mit beiden Y-POS.-Dreh-
knöpfen.
Bei XY-Betrieb (XY-LED leuchtet) muß die Empfindlichkeit in
beiden Ablenkrichtungen gleich sein. Dabei sollen die beiden
Feinsteller auf Rechtsanschlag stehen. Gibt man das Signal
des eingebauten Rechteckgenerators auf den Eingang von
Kanal II, muß sich horizontal, wie bei Kanal I in vertikaler Rich-
tung, eine Ablenkung von 4cm ergeben (50mV/cm-Stellung).
Die Prüfung der Einzelkanaldarstellung mit der Taste CHI/II
erübrigt sich. Sie ist indirekt in den oben angeführten Prü-
fungen bereits enthalten.

Kontrolle Triggerung

Wichtig ist die interne Triggerschwelle. Sie bestimmt, ab
welcher Bildhöhe ein Signal exakt stehend aufgezeichnet
wird. Beim HM604-3 sollte sie zwischen 3 und 5mm liegen.
Eine noch empfindlichere Triggerung birgt die Gefahr des
Ansprechens auf den Stör- und Rauschpegel in sich. Dabei
können phasenverschobene Doppelbilder auftreten. (Hier
sollte mit dem LF Triggerfilter gearbeitet werden).
Eine Veränderung der Triggerschwelle ist nur intern möglich.
Die Kontrolle erfolgt mit irgendeiner Sinusspannung zwischen
50Hz und 1MHz bei automatischer Spitzenwert-Triggerung
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(NM-Anzeige leuchtet nicht) und Mittenstellung des
TRIG. LEVEL-Einstellers. Danach ist festzustellen, ob die
gleiche Triggerempfindlichkeit auch mit Normaltriggerung
(NM-Anzeige leuchtet) vorhanden ist. Hierbei muß eine
LEVEL-Einstellung vorgenommen werden. Durch Drücken
der 〉 〉 〉 〉 〉 -Taste (SLOPE) muß sich der Kurvenanstieg der er-
sten Schwingung umpolen. Der HM604-3 muß, bei einer Bild-
höhe von etwa 5mm und AC- bzw. DC-Einstellung der
Triggerkopplung, Sinussignale bis 100MHz einwandfrei intern
triggern.
Zur externen Triggerung (EXT.-Anzeige leuchtet) sind minde-
I bzw. II,
stens 0,3 V
ss
TRIG. INP. erforderlich.
Die TV-Triggerung wird am besten mit einem Videosignal be-
liebiger Polarität geprüft. Dabei ist die Triggerkopplung auf
TV-L oder TV-F zu schalten und ein geeigneter Zeit-Ab-
lenkkoeffizient einzustellen. Die Flankenrichtung muß mit
der SLOPE-Taste richtig gewählt sein. Sie gilt für beide Dar-
stellungen.
Die TV-Triggerung ist dann einwandfrei, wenn bei zeilen- und
bei bildfrequenter Darstellung die Amplitude des kompletten
Videosignals (vom Weißwert bis zum Dach des Zeilen-
impulses) zwischen 8 und 60mm bei stabiler Darstellung
geändert werden kann.
Wird mit einem Sinussignal ohne Gleichspannungsanteil in-
tern mit Normal-Triggerung (NM leuchtet) oder extern
getriggert, dann darf sich beim Umschalten von AC auf DC
Triggerkopplung keine wesentliche VersCHIebung des Signal-
Startpunktes ergeben.
Werden beide Vertikal-Verstärkereingänge AC-gekoppelt an
das gleiche Signal geschaltet und im alternierenden Zwei-
kanal-Betrieb (0.2ms/cm bis 5ns/cm) beide Strahlen auf dem
Bildschirm exakt zur Deckung gebracht, dann darf beim Um-
schalten der internen Triggerquelle von TRI auf TRII oder beim
Umschalten der Triggerkopplung (TRIG.) von AC auf DC kei-
ne wesentliche Änderung des Bildes sichtbar sein.
Eine Kontrolle der Netztriggerung (50-60Hz) in Stellung ~
der Triggerkopplung ist mit einer netzfrequenten Eingangs-
spannung (auch harmonisch oder subharmonisch) möglich.
Um zu kontrollieren, ob die Netztriggerung bei sehr kleiner
oder großer Signalspannung nicht aussetzt, sollte die Ein-
gangsspannung bei ca. 1V liegen. Durch Verändern des Ab-
lenkkoeffizienten (auch mit dem Feinsteller) läßt sich die dar-
gestellte Signalhöhe dann beliebig variieren.

Zeitablenkung

Vor Kontrolle der Zeitbasis ist festzustellen, ob die Zeitlinie
mindestens 10cm lang ist. Andernfalls kann sie am Potentio-
meter X x 1 korrigiert werden. Diese Einstellung sollte bei
einem mittleren Zeit-Ablenkkoeffizienten (TIME / DIV.) von
20µs/cm erfolgen. Vor Beginn der Arbeit ist der Zeit-Feins-
teller auf Rechtsanschlag zu drehen. Die X-Dehnung x10 muß
unwirksam sein. Dies gilt solange, bis die einzelnen Zeit-
bereiche kontrolliert wurden.
Ferner ist zu untersuchen, ob die Zeitablenkung von links
nach rechts schreibt. Hierzu Zeitlinie mit X-POS.-Einsteller
auf horizontale Rastermitte zentrieren und Ablenkkoeffizient
(TIME / DIV.) auf .2s/div. stellen (Wichtig nur nach Röhren-
wechsel!).
Steht für die Überprüfung der Zeitbasis kein exakter Marken-
geber zur Verfügung, kann man auch mit einem genau kali-
brierten Sinusgenerator arbeiten. Seine Frequenztoleranz soll-
te nicht größer als ±0,1% sein. Die Zeitwerte des HM604-3
Spannung (synchron zum Y-Signal) an der Buchse
Änderungen vorbehalten
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