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Astigmatismus; Fehlersuche Imgerat; Austausch Von Bauteillen - Hameg Instruments Hm205-3 Bedienungsanleitung

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verdunkelt werden kann. Richtig eingestelit, mUssen die im
Testplan beschriebenen Forderungen erfullt sein.
Astigmatismus
Auf der Z-Leiterplatte befindet sich ein 50 kQ-Trimmer, mit
dem
der
Astigmatismus
bzw.
das
Verhdltnis
zwi-
schen vertikaler und horizontaler Scharfe korrigiert werden
kann (siehe Abgleichplan). Die richtige Einstellung ist auch
abhangig von der Y-Plattenspannung (ca. +74 V). Man sollte
diese daher vorsichtshalber vorher kontrollieren. Die Astig-
matismuskorrektur erfolgt am besten mit einem hochfre-
quenten
Rechtecksignal (z.B. 1MHz). Dabei werden mit
dem FOCUS-Knopf zuerst die waagerechten Rechteckli-
nien scharf eingestellt. Dann wird am Astigm.-Pot. 50kQ
die Scharfe der senkrechten Linien korrigiert. In dieser Rei-
henfolge wird die Korrektur mehrmals
wiederholt.
Der
Abgleich ist beendet, wenn sich mit dem FOCUS-Knopf
allein keine Verbesserung der Scharfe in beiden Richtun-
gen mehr erzielen lat.
Fehlersuche im Gerat
Im allgemeinen benédtigt man
hierftr mindestens
einen
kontinuierlich einstellbaren Netz-Trenntrafo (Schutzklasse
Il), einen Signalgenerator, ein ausreichend genaues Multi-
meter und, wenn mdglich, ein zweites Oszilloskop. Letzte-
res ist notwendig,
wenn
bei schwierigen
Fehlern eine
Signalverfolgung oder eine Stérspannungskontrolle erfor-
derlich wird. Wie bereits erwahnt, ist die stabilisierte Hoch-
spannung sowie die Versorgungsspannung fulir die Endstu-
fen (max. ca. 150V) lebensgefahrlich). Bei Eingriffen in das
Gerat ist es daher ratsam, mit langeren vollisolierten
Tastspitzen zu arbeiten. Ein zufalliges Bertihren kritischer
Spannungspotentiale ist dann so gut wie ausgeschlossen.
Selbstverstandlich k6nnen in dieser Anlettung nicht alle még-
lichen Fehler eingehend erdértert werden. Etwas Kombina-
tionsgabe Ist bei schwierigen Fehlern schon erforderlich.
Wenn ein Fehler vermutet wird, sollte das Gerat nach dem
Offnen des Gehduses zuerst gruindlich visuell Uberpriift
werden, insbesondere nach losen bzw. schlecht kontaktier-
ten oder durch Uberhitzung verfarbten Teilen. Ferner soll-
ten alle Verbindungsleitungen im Gerat zwischen den Let-
terplatten, zum Netztransformator, zu Frontchassisteilen,
zur ROhrenfassung und zur Trace-Rotation-Spule innerhalb
der R6hrenabschirmung inspiziert werden. Ferner sind die
Lé6tanschlUsse der Transistoren und Festspannungsregler
am unteren Rand des Ruckchassis zu kontrollieren. Diese
visuelle Inspektion kann unter Umstanden
viel schneller
zum Erfolg fuhren als eine systematische Fehlersuche mit
Mef&gerdaten.
Die erste und wichtigste Malsnahme bei einem volligen
Versagen des Gerates ist — abgesehen von der Netzspan-
nungs- und Sicherungskontrolle — das Messen der Platten-
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Spannungen an der Bildréhre. In 90 % aller Falle kann dabei
festgestellt werden, welches Hauptteil fehlerhaft ist. Als
Hauptteile sind anzusehen:
1. Y-Ablenkeinrichtung
3. Bildréhrenkreis
2. X-Ablenkeinrichtung
4. Stromversorgung
Wahrend der Messung mUussen die POS.-Einsteller der bei-
den Ablenkrichtungen médglichst genau in der Mitte thres
Stellbereiches stehen. Bei funktionstuchtigen Ablenkein-
richtungen sind die Einzelspannungen jedes Plattenpaares
dann recht genau gleich grok (Y ~74V und X =72V). Sind
die Einzelspannungen
eines
Plattenpaares
stark unter-
schiedlich, mu in dem zugehGérigen Ablenkteil ein Fehler
vorliegen. Wird trotz richtig gemessener Plattenspannun-
gen kein Strahl sichtbar, sollte man den Fehler im Bildrdh-
renkreis
suchen.
Fehlen
die Ablenkplattenspannungen
Gberhaupt, ist dafUr wahrscheinlich die Stromversorgung
verantwortlich.
(~1900V)
(TJ 22V..) ~K
+73V
(typ.)
Spannungen an der Strahiroéhrenfassung
Austausch von Bauteilen
Beim Austausch von Bauteilen diirfen nur Teile gleichen
oder gleichwertigen Typs eingebaut werden. Widerstande
ohne besondere Angabe in den Schaltbildern haben (mit
wenigen Ausnahmen) eine Belastbarkeit von 0,33W und
eine Toleranz von 1%. Widerstande im Hochspannungs-
kreis mussen entsprechend spannungsfest sein. Konden-
satoren ohne Spannungsangabe mussen fir eine Betriebs-
Spannung von 63V geeignet sein. Die Kapazitatstoleranz
sollte 20 % nicht Uberschreiten. Viele Halbleiter sind selek-
tiert. Dies trifft insbesondere fur alle Gate-Dioden 1N4154
und alle im Gegentakt geschalteten Verstarker-Transisto-
ren zu. Fallt ein selektierter Halbleiter aus, sollten gleich alle
Gate-Dioden
bzw. beide
Gegentakt-Transistoren
einer
Stufe durch selektierte ersetzt werden, weil sich Abwel-
chungen der spezifischen Daten oder Funktionen ergeben
kénnen. Der HAMEG-Service berat Sie gern und beschafft
selektierte oder Spezialteile, die nicht ohne weiteres im
Handel erhaltlich sind (z.B. Bildréhre, Netztrafo, Potentio-
meter, Drosseln usw.).
Anderungen vorbehalten
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