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Kontrolle Triggerung; Zeitablenkung - Hameg Instruments Hm303-4 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis

Kontrolle Triggerung

Wichtig ist die interne Triggerschwelle. Sie bestimmt, ab
welcher Bildhöhe ein Signal exakt stehend aufgezeichnet
wird. Beim HM303 sollte sie zwischen 3 und 5mm liegen.
Eine noch empfindlichere Triggerung birgt die Gefahr des
Ansprechens auf den Stör- und Rauschpegel in sich.
Dabei können phasenverschobene Doppelbilder auftre-
ten. (Hier sollte mit dem LF Triggerfilter gearbeitet wer-
den).
Eine Veränderung der Triggerschwelle ist nur intern mög-
lich. Die Kontrolle erfolgt mit irgendeiner Sinusspannung
zwischen 50Hz und 1MHz bei automatischer Triggerung
(AT/NORM.-Taste nicht gedrückt). Danach ist festzu-
stellen, ob die gleiche Triggerempfindlichkeit auch mit
Normaltriggerung (AT/NORM.-Taste gedrückt) vorhan-
den ist. Hierbei muß eine LEVEL-Einstellung vorgenom-
men werden. Durch Drücken der SLOPE-Taste muß sich
der Kurvenanstieg der ersten Schwingung umpolen. Der
HM303 muß, bei einer Bildhöhe von etwa 5mm und AC-
bzw. DC-Einstellung der Triggerkopplung, Sinussignale
bis 100MHz einwandfrei intern triggern.
Zur externen Triggerung (Taste TRIG. EXT. gedrückt)
sind mindestens 0,3V
Signal) an der Buchse TRIG. INP. erforderlich.
Die TV-Triggerung wird am besten mit einem Videosignal
beliebiger Polarität geprüft. Dabei ist der Triggerkopplung-
Schalter in Stellung TV zu schalten. Die Umschaltung
zwischen der Triggerung auf Bild- bzw. Zeilen-Synchron-
impulse erfolgt bei TV-Triggerung durch den TIME/DIV.-
Schalter. In den Schalterstellungen von .5ms/div. bis
.1µs/div. wird auf Zeilensynchronimpuls-Triggerung
geschaltet, während von .2s/div. bis 1ms/div. Bild-
synchronimpuls-Triggerung vorliegt. Die Flanken-
richtung muß mit der SLOPE-Taste richtig gewählt sein.
Sie gilt dann für beide Darstellungen.
Die TV-Triggerung ist dann einwandfrei, wenn bei zeilen-
und bei bildfrequenter Darstellung die Amplitude des
kompletten Videosignals (vom Weißwert bis zum Dach
des Zeilenimpulses) zwischen 8 und 60mm bei stabiler
Darstellung geändert werden kann.
Wird mit einem Sinussignal ohne Gleichspannungsan-
teil intern oder extern getriggert, dann darf sich beim
Umschalten von AC auf DC des TRIG.-Wahlschalters
keine wesentliche Verschiebung des Signal-Startpunktes
ergeben.
Werden beide Vertikal-Verstärkereingänge AC-gekoppelt
an das gleiche Signal geschaltet und im alternierenden
Zweikanal-Betrieb (nur Taste DUAL gedrückt) beide Strah-
len auf dem Bildschirm exakt zur Deckung gebracht, dann
darf auch so in keiner Stellung der Taste CHI/II-TRIG.I/
Änderungen vorbehalten
Spannung (synchron zum Y-
ss
II oder beim Umschalten des TRIG.-Wahlschalters von
AC auf DC eine wesentliche Änderung des Bildes sicht-
bar sein.
Eine Kontrolle der Netztriggerung (50-60Hz) in Stellung
~ des TRIG.-Wahlschalters ist mit einer netzfrequenten
Eingangsspannung (auch harmonisch oder subharmo-
nisch) möglich. Um zu kontrollieren, ob die Netztriggerung
bei sehr kleiner oder großer Signalspannung nicht aus-
setzt, sollte die Eingangsspannung bei ca. 1V liegen.
Durch Drehen des betreffenden Eingangsteilerschalters
(mit Feinsteller) läßt sich die dargestellte Signalhöhe
dann beliebig variieren.

Zeitablenkung

Vor Kontrolle der Zeitbasis ist festzustellen, ob die Zeit-
linie min. 10cm lang ist. Andernfalls kann sie am
Potentiometer X1 (siehe Abgleichplan) korrigiert werden.
Diese Einstellung sollte bei der mittleren TIME/DIV.-
Schalterstellung 20µs/cm erfolgen. Vor Beginn der Ar-
beit ist der Zeit-Feinsteller auf CAL. einzurasten. Die
Taste X-MAG. (x10) darf nicht gedrückt sein. Dies gilt
solange, bis die einzelnen Zeitbereiche kontrolliert wur-
den.
Ferner ist zu untersuchen, ob die Zeitablenkung von links
nach rechts schreibt. Hierzu Zeitlinie mit X-POS.-Eins-
teller auf horizontale Rastermitte zentrieren und TIME/
DIV.-Schalter auf .1s/div. stellen (Wichtig nur nach
Röhrenwechsel!).
Steht für die Überprüfung der Zeitbasis kein exakter
Markengeber zur Verfügung, kann man auch mit einem
genau kalibrierten Sinusgenerator arbeiten. Seine
Frequenztoleranz sollte nicht größer als ±0,1% sein. Die
Zeitwerte des HM303 werden zwar mit ±3% angege-
ben; sie sind jedoch besser. Zur gleichzeitigen Kontrolle
der Linearität sollten immer mindestens 10 Schwingun-
gen, d.h. alle cm ein Kurvenzug abgebildet werden. Zur
exakten Beurteilung wird mit Hilfe der X-POS.-Einstel-
lung die Spitze des ersten Kurvenzuges genau hinter die
erste vertikale Linie des Rasters gestellt. Die Tendenz
einer evtl. Abweichung ist schon nach den ersten Kurven-
zügen erkennbar.
Für häufige Routinekontrollen der Zeitbasis an einer größeren
Anzahl von Oszilloskopen ist die Anschaffung eines
Oszilloskop-Kalibrators empfehlenswert. Dieser besitzt auch
einen quarzgenauen Markergeber, der für jeden Zeitbereich
Impulse im Abstand von 1cm abgibt. Dabei ist zu beachten,
daß bei der Triggerung solcher Impulse zweckmäßig mit
Normaltriggerung (Taste AT/NORM. gedrückt) und LEVEL-
Einstellung gearbeitet werden sollte.
Die folgende Tabelle zeigt, welche Frequenzen für den
jeweiligen Bereich benötigt werden.
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