Service-Anleitung
Allgemeines
Die folgenden Hinweise sollen dem Elektronik-Techniker
helfen, am
HM 205-3 auftretende Abweichungen von den
Solldaten zu korrigieren. Dabei werden anhand des Testpla-
nes
erkannte
Mangel
besonders
bericksichtigt.
Ohne
genugende Fachkenntnisse sollte man jedoch keine Ein-
griffe im Gerat vornehmen. Es ist dann besser, den schnell
und pretswert arbeitenden HAMEG-Service in Abspruch zu
nehmen. Erist so nah wie Ihr Telefon. Unter der Direktwahl-
Nummer 069/67 80520 erhalten Sie auch technische Aus-
kunfte.
Wir
empfehlen,
Reparatureinsendungen = an
HAMEG
nur im Originalkarton vorzunehmen. (Siehe auch
,Garantie", Seite M 2).
Offnen des Gerates
Ldst man die zwei Schrauben am Gehause-Ruckdeckel,
kann dieser nach hinten abgezogen werden. Vorher ist die
Netzkabel-Steckdose aus dem eingebauten Kaltgeratestek-
ker herauszuziehen.
Halt man den Gehdausemante! fest,
last sich das Chassis mit Frontdeckel nach vorn hinaus-
schieben. Beim spateren SchliefSen des Gerates ist darauf
zu achten, dalg sich der Gehausemantel an allen Seiten rich-
tig unter den Rand des Frontdeckels schiebt. Das gleiche
gilt auch fur das Aufsetzen des Ruckdeckels.
Warnung
Beim Offnen oder SchlieBen des Gehdauses, bei einer
Instandsetzung oder bei einem Austausch von feilen
muB das Gerat von allen Spannungsquellen getrennt
sein. Wenn
danach
eine Messung,
eine Fehlersuche
oder ein Abgleich am geoffneten Gerat unter Spannung
unvermeidlich ist, so darf das nur durch eine Fachkraft
geschehen, die mit den damit verbundenen Gefahren
vertraut ist.
Bei Eingriffen in den HM205-3 ist zu beachten, daB die
Betriebsspannungen der Bildréhre ca. 2kV und die der
Endstufen
etwa
150V bzw.
130V betragen.
Solche
Potentiale befinden sich an der Rohrenfassung sowie
auf der unteren Leiterplatte und der Z-Platte. Solche
Potentiale sind ferner an den Check-Leisten auf der
unteren
und der oberen Leiterplatte vorhanden.
Sie
sind lebensgefdahrlich. Daher ist gr6B&te Vorsicht gebo-
ten. Ferner wird darauf hingewiesen, dafS Kurzschlusse
an verschiedenen
Stellen des Bildrohren-Hochspan-
nungskreises den gleichzeitigen Defekt diverser Halb-
leiter und des Optokopplers bewirken. Aus dem glei-
chen Grund ist das Zuschalten von Kondensatoren an
diesen Stellen bei eingeschaltetem Gerat sehr gefahr-
lich.
Kondensatoren
im Gerat kénnen noch geladen sein,
selbst wenn
das Gerat von allen Spannungsquellen
getrennt wurde. Normalerweise sind die Kondensato-
Anderungen vorbehalten
ren 6 Sekunden
nach dem Abschalten entladen. Da
aber bei defektem
Gerat eine Belastungsunterbre-
chung
nicht auszuschlieBen
ist, sollten
nach
dem
Abschalten der Rethe nach alle Anschlisse der Check-
Leisten 1 Sekunde lang tiber 1kQ mit Masse (Chassis)
verbunden werden.
GroBte Vorsicht ist beim Umgang mit der Strahirohre
geboten. Der Glaskolben darf unter keinen Umstanden
mit geharteten Werkzeugen beruhrt oder ortlich uber-
hitzt (L6tkolben!) oder unterkuhit (Kaltespray!) wer-
den. Wir empfehlen das Tragen einer Schutzbrille (im-
plosionsgefahr).
Nach jedem
Eingriff ist das komplette
Gerat (mit
geschlossenem
Gehaduse
und gedrtickter Netztaste
POWER)
einer Spannungsprifung
mit 2000V 45 bis
65Hz
zu unterziehen
(bertihrbare Metallteile gegen
beide
Netzpole).
Diese
Priifung
ist gefahrlich
und
bedingt eine entsprechend ausgebildete Fachkraft.
Betriebsspannungen
Aulger den beiden Wechselspannungen fur Bildréhrenhel-
zung (6,3V) und Komponenten-Tester bzw. Netztriggerung
(72V) werden im HM 205-3 zehn Betriebsgleichspannun-
gen erzeugt. Sie sind alle elektronisch stabilisiert (+12V,
+5V,,
+5Vrp,
+5Vp,
+5Va,
—12V,
+130V,
+150V,
—1900V,
22V fur die Helltast-Schaltung).
Nur die Span-
nung +12V ist einstellbar. Von ihr (und von wenigen engto-
lerierten Widerstanden) hangt die Genauigkeit der anderen
Gleichspannungen ab. Allein die Helltastspannung 22V ist
mit Z-Diode stabilisiert. Wenn
eine der Gleichspannung
+5% vom Sollwert abweicht, mu
ein Fehler vorliegen.
Auger bei 22V, +130V und —1900V weichen die anderen
Gleichspannungen im Durchschnitt nicht mehr als +2%
ab.
Far die Messung der Hochspannung und der 22 V-Helltast-
versorgung
(als Differenz zweier Spannungsmessungen
gegen Masse) darf nur ein genugend hochohmiges Voltme-
ter (>10M&)
verwendet
werden.
Auf dessen
ausrel-
chende Spannungsfestigkeit ist unbedingt zu achten. In
Verbindung mit einer Kontrolle der Betriebsspannungen ist
es empfehlenswert, auch deren Brumm- bzw. Stdérspan-
nungen zu Uberprtifen. Zu hohe Werte kénnen oftmals die
Ursache flr sonst unerklarliche Fehler sein. Die Maximal-
werte sind in den Schaltbildern angegeben.
Maximale und minimale Helligkeit
Fur die Einstellung befinden sich auf der Z-Leiterplatte zwei
500 kQ2-Potentiometer (siehe Abgleichplan). Sie durfen nur
mit einem gut Isolierten Schraubenzieher betatigt werden
(Vorsicht Hochspannung). Beide Trimmer sind voneinander
abhangig. Daher mussen die Einstellungen eventuell mehr-
mals wiederholt werden. Nach dem Abgleich ist zu kontrol-
lieren,
ob der
Strahl
auch
bei gedrickter
X-Y-Taste
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