Feld unter Schirm: mit INTENS.- und FOCUS-Knopf pas-
sende Helligkeit und Scharfe einstellen, keine Taste drtik-
ken.
X-Feld:
mit X-POS.-Knopf Strahllinie symmetrisch
zum
Raster
stellen.
Taste
STOR.
driicken
(Storage-Lampe
leuchtet).
Triggerung.: vorerst Taste AT/NORM. nicht drucken, Trig-
gerkopplung entsprechend Signalfolgefrequenz.
Fur Fre-
quenzen unter 10 Hz Normaltriggerung wahlen (Taste AT/
NORM. driicken, DC oder LF am TRIG.-Wahlschalter ein-
stellen,
LEVEL-Knopf
so einstellen,
dafg$ TRIG.-Lampe
leuchtet oder bei sehr tlefen Frequenzen nach jeder Signal-
periode aufblitzt). Triggerflankenrichtung
mit Taste +/—
wahlen.
Zeitbasis. Zeitkoeffizienten am TIME/DINV. wahlen, dabei
im schwarz umrandeten Skalensektor bleiben.
In dieser Einstellung ist das Signal auf dem Bildschirm sicht-
bar, und zwar im Refresh-Betrieb. Das bedeutet, dalg das
Signal standig neu abgetastet und wieder aus dem Spei-
cher ausgelesen wird. Andert sich Signalamplitude, Kurven-
form, Frequenz oder Zeitkoeffizient, so ist diese Anderung
spatestens bei der folgenden Zeitablenkung auf dem Bild-
schirm sichtbar. Wird nun die Taste HOLD I gedrtickt, wird
das im Moment des Driickens dargestellte Signal ,,einge-
froren", also fest gespeichert. Bis zum Lésen der Taste
HOLD | ist das gespeicherte Signa! durch kein Einstellele-
ment des Oszilloskops mehr veranderbar. Das im Schirm-
bild sichtbare Signal kann aber durch Drucken der Taste X-
MAG. x10 gedehnt und mit dem Knopf X-PQS. horizontal
verschoben werden.
Im Prinzip funktioniert das sinngemal auch bei Einzelka-
naldarstellung von Kanal Il. Dabei mu selbstverstandlich
im Y-Feld die Taste CHI/IH-TRIG.I/II gedruckt sein. Zum
,Einfrieren"
des gespeicherten
Signals dient dann die
Taste HOLD
Il.
Anstelle des Refresh-Betiriebs kann ohne Nachteil auch
Einzel-Zeitablenkung durch Drucken der Tasten SINGLE
und RESET gewéanhit werden. Durch erneutes Drucken der
RESET-Taste kann der Vorgang Abtasten, Speichern und
Auslesen sofort wiederholt werden. Wird aber zusatzlich
die entsprecnende HOLD-Taste gedrtickt, ist das zuletzt
sichtbare Signal fest gespeichert. Einzelablenkung emp-
fiehlt sich insbesondere bei aperiodischen Signalen oder
Einzelereignissen, wie z.B. einem Einschaltvorgang. Dabel
erlischt die RESET-Lampe, wenn der Abtastvorgang abge-
schlossen ist. Bel Einzel-Zeitablenkung Ist die richtige Ein-
stellung der Triggerung (Art, Kopplung, Flankenrichtung,
Pegel) ganz besonders wichtig, da ohne Triggerung das
zuletzt gespeicherte Signal ungeandert im Speicher ver-
bleibt, also
auch
ungeandert
abgebildet
wird.
Unter
Umstanden empfiehlt sich die Einstellung der Triggerung
mit Hilfe eines simulierten Signals. Es kann dabei mit auto-
matischer Triggerung gearbeitet werden. Meist ist jedoch
Normaltriggerung mit passender LEVEL-Einstellung viel
M20 205-3
vorteilhafter, weil damit der Triggerounkt vom Nulldurch-
gang auf eine gUnstigere Stelle verschoben werden kann.
Vorzeitiges Triggern durch Stérimpulse wird so unterbun-
den.
-
Zweikanaldarstellung
Fur Zweikanalbetrieb wird die Taste DUAL gedrickt. Die
beiden
Kandle werden
getrennt, aber exakt gleichzeitig
abgetastet.
Die Bildschirm-Darstellung
dagegen
erfolgt
nacheinander: erst Kanal |, dann Kanal l!. Die Punktdichte ist
flr beide Kandle gleich (j¢ 2000 Punkte auf 10cm Bild-
breite). Es kann intern wahlweise von Kanal | oder von Kanal
I] getriggert werden mit Hilfe der Taste CHI/II -TRIG. I/II.
Zum ,,Einfrieren" beider Signale sind beide Tasten HOLD
|
und HOLD
Il zu drucken. Die Chopper-Kanalumschal-
tung wirkt nicht im Speicherbetrieb.
Bei gedruckter
Taste DUAL ist die CHOP.-Taste aulger Funktion. Wie im
Echtzeitbetrieb kann bei zwei synchronen Signalen gleicher
Frequenz
und Form die Phasendifferenz
am
Bildschirm
gemessen werden (siehe Seite M10). Dabei darf die Taste
INVERT CHI nicht gedrtickt sein. Die Eingangskopplungs-
schalter mussen beide auf DC oder beide auf AC stehen.
Auch
bei Zweikanaldarstellung
ist Einzel-Zeitablen-
kung anwenabar.
Summen.- und Differenzdarstellung
Die algebraische Summe der beiden Signale aus Kanal | und
Il kann nach Driticken der Taste ADD gespeichert und darge-
stellt werden. Dabei mufS die Taste DUAL ungedrtckt blei-
ben. Ob sich die arithmetische Summe oder Differenz bildet,
hangt von der Phasenlage bzw. Polung der Signale selbst
und von der Stellung der INVERT-Taste ab.
Gleichphasige Eingangsspannungen:
INVERT-Taste ungedruckt = Summe.
INVERT-laste gedruckt = Differenz.
Gegenphasige Eingangsspannungen:
INVERT-Taste ungedriickt = Differenz.
INVERT-Taste gedrtickt = Summe.
In der ADD-Betriebsart ist die vertikale Strahllage von der Y-
POS.-Einstellung beider Kandle abhangig.
Die beiden Signale mussen im allgemeinen synchron sein,
durfen aber durchaus eine konstante Phasendifferenz auf-
weisen. Sind sie nicht synchron (Schwebung), dann ,,atmet"
das Bild im Refresh-Betrieb. Das bedeutet, daf' das ,,Einfrie-
ren" mittels Drucken der Taste HOLD I oder bei Einzel-Zeit-
ablenkung mit den Tasten SINGLE und RESET einen Ampli-
tudenverlauf zeigt, der vom (zufalligen) Zeitpunkt des Dritk-
kens dieser Tasten abhangt. So kann sich z.B. eine Stokstelle
oder das Bild einer an- oder abklingenden Schwingung erge-
ben. Allerdings folgt die Umhtllende weder einer Sinus-
Anderungen vorbehalten