Nach Beendigung dieser Arbeit sollte der HOLD-OFF-Regler
unbedingt wieder auf Linksanschlag zurickgedreht werden,
weil sonst u.U. die Bildhelligkeit im Analogbetrieb drastisch
reduziert ist. Die Arbeitsweise ist aus folgenden Abbildungen
ersichtlich.
Die hervorgehobenen Teile werden angezeigt
Abb. 1
Zeit-
ablenkspannung
aoe
|
Verenderung der
Hold-off-Zeit
|
Abb. 2
|
|
Abb. 1 zeigt das Schirmbild bei Linksanschlag des HOLD-OFF-Einstellknopfes (Grundstel-
lung). Da verschiedene Teile des Kurvenzuges angezeigt werden, wird kein stehendes
Bild dargestellt (Doppelschreiben).
Abb. 2: Hier ist die Hold-off-Zeit so eingestellt, da& immer die gleichen Teile des Kurven-
zuges angezeigt werden. Es wird ein stehendes Bild dargestellt.
Komponenten-Test (nur im Analogbetrieb)
Der HM 205-3 hat einen eingebauten Komponenten-Tester,
der durch Drticken der CT-Taste sofort betriebsbereit ist. Ist
das Oszilloskop im Digitalbetrieb, wird damit automatisch
auf Analogbetrieb umgeschaltet (STOR. LED erlischt). Der
zweipolige
Anschlu&
des zu priifenden
Bauelementes
erfolgt Uber die lsolierbuchse im umrahmten Component-
Tester-Feld (rechts unter dem Bildschirm) und Uber eine
der Masse-Buchsen
im Y-Feld. Bei gedruckter Compo-
nent-Tester-laste
sind sowohl
die Y-Vorverstarker wie
auch der Zeitbasisgenerator abgeschaltet. Jedoch durfen
Signalspannungen an den drei Front-BNC-Buchsen weiter
anliegen. Deren Zuleitungen mussen also nicht gelost wer-
den (siehe aber unten
,,Tests direkt in der Schaltung").
AufSer den
INTENS.-,
FOCUS-
und X-POS.-Kontrollen
haben die Ubrigen Oszilloskop-Einstellungen keinen Einflulg
auf den Testbetrieb. Fur die Verbindung des Testobjekts
mit den CT-Buchsen sind zwei einfache Mef&schnire mit
4mm-Bananensteckern
erforderlich.
Nach
beendetem
Test kann durch Auslésen der CT-Taste der Oszilloskop-
Betrieb Ubergangslos fortgesetzt werden.
Entsprechend der Schutzklasse des HM205-3 und der
Schutzklasse eventuell iber MeBkabel angeschlosse-
ner anderer Netzgerate ist es mdglich, da die mit Mas-
sezeichen versehene Buchse mit dem Netzschutzleiter
verbunden, also geerdet ist. lm allgemeinen ist das fiir
den Test einzeliner Bauteile ohne Belang.
Bei Tests in der Schaltung muB letztere unter allen
Umstanden
vorher' stromlos
gemacht
werden.
Bei
schutzgeerdeter NetzanschluG-Schaltung ist es dazu
erforderlich, den Netzstecker der zu testenden Schal-
tung zu ziehen, damit auch deren Schutzerdverbin-
dung aufgetrennt ist. Eine doppelte Schutzleiterverbin-
dung witirde zu falschen Testergebnissen fuhren.
Nur entladene Kondensatoren durfen getestet werden!
Zum
Schutz des Komponententesters
und des Oszillo-
skops ist in Reihe mit der CT-Buchse eine Feinsicherung
geschaltet. Bei Fehlbedienung, z.B. zu prufendes Gerat
nicht vom Netz getrennt, schmilzt sie durch. Sie darf nur
durch eine Sicherung gleichen Typs ersetzt werden. Dazu
muf das Oszilloskop gedffnet sein (siehe Service-Anleitung
S1, ,, Offnen des Gerdtes"). Die Sicherung befindet sich auf
der Unterseite des Gerates (Nahe CT-Tastenschalter).
G-Sicherungseinsatz:
Gréke 5x20mm,
250V~;
C nach
IEC 127, BI.I|; DIN 41661. Abschaltung: flink (F), 50mA.
Das Testprinzip ist von bestechender Einfachheit. Der Netz-
trafo im HM205-3
liefert eine netzfrequente Sinusspan-
nung, die die Reihenschaltung aus Priifobjekt und einem
eingebauten Widerstand speist. Die Sinusspannung wird
zur
Horizontalablenkung
und
der Spannungsabfall
am
Widerstand zur Vertikalablenkung benutzt.
Ist das Priifobjekt eine reelle GroBe (z.B. ein Wider-
stand), sind beide Ablenkspannungen
phasengleich.
Auf dem Bildschirm wird ein mehr oder weniger schra-
ger Strich dargestelit. Ist das Prufobjekt kurzgeschlos-
sen, steht der Strich senkrecht.
Bei Unterbrechung
oder ohne Prifobjekt zeigt sich eine waagerechte Linie.
Die Schragstellung des Striches ist ein Ma
fur den
Widerstandswert.
Damit
lassen sich ohmische
Wider-
stande zwischen 20@ und 4,7k@ testen.
Kondensatoren
und Induktivitaten
(Spulen,
Drosseln,
Trafowicklungen) bewirken eine Phasendifferenz zwischen
Strom und Spannung, also auch zwischen den Ablenkspan-
nungen. Das ergibt ellipsenférmige Bilder. Lage und Off-
nungsweite
der Ellipse sind kennzeichnend fur den
Scheinwiderstandswert bei Netzfrequenz. Kondensato-
ren werden im Bereich 0,7
uF bis 1000 uF angezeigt.
Eine Ellipse mit horizontaler Langsachse bedeutet eine
hohe Impedanz (kleine Kapazitat oder grofe Induktivi-
tat).
Eine Ellipse mit vertikaler Langsachse bedeutet nied-
rige Impedanz (groBe Kapazitat oder kleine Induktivi-
tat).
Eine Ellipse in Schraglage bedeutet einen relativ groBen
Verlustwiderstand in Reihe mit dem Blindwiderstand.
Anderungen vorbehalten
M15 205-3