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Testplan; Allgemeines; Strahlrohre, Helligkeit Und Scharfe, Linearitat, Rasterverzeichnung; Astigmatismuskontrolle - Hameg Instruments Hm205-3 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
Testplan
Allgemeines
Dieser Testplan soll helfen, in gewissen Zeitabstanden und
ohne grofen Aufwand
an Mefgeraten
die wichtigsten
Funktionen des HM205-3 zu Uberpriifen. Aus dem Test
eventuell resultierende Korrekturen und Abgleicharbeiten
im
Innern
des
Gerates
sind
in der Service-Anleitung
beschrieben. Sie sollten jedoch nur von Personen mit ent-
sprechender Fachkenntnis durchgefuhrt werden.
Wie bei den Voreinstellungen ist darauf zu achten, dafg
zunachst alle vier Knépfe mit Pfeilen in Calibrierstellung ste-
hen. Keine der Tasten soll gedrickt sein. TRIG.-Wahlschal-
ter auf AC; TV SEP.-Schalter auf OFF. Es wird empfohlen,
das Oszilloskop schon ca.
15 Minuten vor Testbeginn einzu-
schalten.
Strahlrohre, Helligkeit und Scharfe,
Linearitat, Rasterverzeichnung
Die Strahlréhre im HM 205-3 hat normalerweise eine gute
Helligkeit. Ein Nachlassen derselben kann nur visuell beur-
teilt werden.
Eine gewisse Randunschéarfe ist jedoch in
Kauf zu nehmen.
Sie ist réhrentechnisch
bedingt.
Zu
geringe Helligkeit kann die Folge zu kleiner Hochspannung
sein. Dies erkennt man leicht an der dann stark vergrdéfer-
ten Empfindlichkeit des Vertikalverstarkers. Der Einstellbe-
reich fur maximale und minimale Helligkeit mul so liegen,
dafS kurz vor Linksanschlag des INTENS.-Einstellers der
Strahl gerade verldscht und bei Rechtsanschlag die Scharfe
und Strahlbreite noch akzeptabel sind. Auf keinen Fall darf
bei maximaler Intensitat mit Zeitablenkung der Ruck-
lauf sichtbar sein. Auch bei gedrtickter Taste X-Y mu
sich der Strahl véllig verdunkeln lassen. Dabei ist zu
beachten, dafg bei starken Helligkeitsveranderungen immer
neu fokussiert werden muf&. AuRerdem soll bei max. Hellig-
keit kein ,, Pumpen" des Bildes auftreten. Letzteres bedeu-
tet, dafi die Stabilisation der Hochspannungsversorgung
nicht in Ordnung ist. Die Potentiometer fur Hochspannung,
minimale und maximale Helligkeit sind nur innen zuganglich
(siehe Service-Anleitung).
Ebenfalls réhrentechnisch bedingt sind gewisse Toleran-
zen der Linearitat und Rasterverzeichnung. Sie sind in Kauf
zu nehmen, wenn die vom Roéhrenhersteller angegebenen
Grenzwerte nicht Uberschritten werden. Auch hierbei sind
speziell die Randzonen des Schirms betroffen. Ebenso gibt
es Toleranzen der Achsen- und Mittenabweichung. Alle
diese Grenzwerte werden von HAMEG
Uberwacht. Das
Aussuchen
einer toleranzfreien
Bildréhre
ist praktisch
unmédglich (zu viele Parameter).
|
Astigmatismuskontrolle
Es ist zu prufen, ob sich die maximale Scharfe waagerech-
ter und senkrechter Linien bei derselben FOCUS-Knopfein-
stellung ergibt: Man erkennt dies am besten bei der Abbil-
dung eines Rechtecksignals héherer Frequenz (ca. 1 MHz).
Bei normaler Helligkeit werden mit dem FOCUS-Regler die
waagerechten Linien des Rechtecks auf die bestmégliche
Scharfe eingestellt. Die senkrechten Linien mUssen jetzt
auch die maximale Scharfe haben. Wenn sich diese jedoch
durch die Betatigung des FOCUS-Reglers verbessern lat,
ist eine Astigmatismus-Korrektur erforderlich. Hierftir befin-
det sich im Gerat ein Potentiometer von 50kQ (siehe Ser-
vice-Anleitung).
Symmetrie und Drift
des Vertikalverstarkers
Beide Eigenschaften werden im wesentlichen von den Ein-
gangsstufen bestimmt.
Einen
gewissen
Aufschlufg
Uber die Symmetrie
beider
Kandle und des Y-Endverstarkers erhalt man beim Invertie-
ren (Taste INVERT driicken}. Bei guter Symmetrie darf sich
die Strahllage um etwa
5mm andern. Gerade noch zulassig
ware 1cm. Gréere Abweichungen weisen auf eine Veran-
derung im Vertikalverstarker hin.
Eine weitere Kontrolle der Y-Symmetrie ist Uber den Stell-
bereich der Y-POS.-Einstellung mdéglich. Man gibt auf den
Y-Eingang von Kanal | oder I! ein Sinussignal von etwa 10-
100kHz (Signalkopplung dabei auf AC). Wenn dann bel
einer Bildhéhe von ca. 8cm der ¥Y-POS.-Knopf nach beiden
Seiten bis zum Anschlag gedreht wird, muf& der oben und
unten noch sichtbare Teil ungefahr gleich grof§ sein. Unter-
schiede bis
1cm sind noch zulassig.
Die Kontrolle der Drift ist relativ einfach. Nach etwa
10
Minuten Einschaltzeit wird die Zeitlinie exakt auf Mitte
Bildschirm gestellt. In der folgenden Stunde darf sich die
vertikale Strahllage um nicht mehr als 5mm verandern.
Bei der Umschaltung vom Normal- zum Speicherbetrieb
(und umgekehrt) darf sich die vertikale Strahllage um maxi-
mail 2mm andern.
Calibration des Vertikalverstarkers
Die Ausgangsbuchsen des Calibrators geben eine Recht-
eckspannung von 0,2 V,, bzw. 2 V,,, ab. Sie haben normaler-
weise eine Toleranz von nur 1%. Stellt man eine direkte
Verbindung
zwischen
der 0,2V-Ausgangs-Ose
und dem
Eingang des Vertikalverstarkers her (Tastkopf 1:1), muf
das aufgezeichnete
Signal in Stellung 50mV/cm
4cm
hoch sein (Feinstellknopf des Teilerschalter auf Linksan-
' schlag CAL.; Signalankopplung DC). Abweichungen von
maximal 1,6mm (4%) sind gerade noch zulassig. Wird zwi-
, schen der 2V-Ausgangs-Buchse und MefSeingang ein Tast-
teiler 101 geschaltet, mufs sich die gleiche Bildhohe erge-
Anderungen vorbehalten
T1 205-3
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