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Artder Signalspannung; Grofse Der Signalspannung - Hameg Instruments Hm205-3 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
Art der Signalspannung
Mit dem HM205-3
kénnen praktisch alle sich periodisch
wiederholenden Signalarten oszilloskopiert werden, deren
Frequenzspektrum unter 20 MHz liegt. Die Darstellung
einfacher elektrischer Vorgange, wie sinusférmige HF- und
NF-Signale oder netzfrequente Brummspannungen,
ist in
jeder Hinsicht problemlos. Bei der Aufzeichnung rechteck-
oder impulsartiger Signalspannungen tst zu beachten, dalg
auch deren Oberwellenansgeile Ubertragen werden mius-
sen. Die Folgefrequenz des Signals mufg deshalb wesent-
lich kleiner sein als die obere Grenzfrequenz des Vertikal-
verstarkers. Eine genauere Auswertung solcher Signale mit
dem HM 205-3 ist deshalb nur bis ca. 2 MHz Folgefrequenz
modglich. Schwieriger ist das Oszilloskopieren von Signalge-
mischen, besonders dann, wenn darin keine mit der Folge-
frequenz standig wiederkehrenden
hdéheren
Pegelwerte
enthalten sind, auf die getriggert werden kann. Dies ist z.B.
be! Burst-Signalen der Fall. Um auch dann ein gut getrigger-
tes Bild zu erhalten, ist u.U. die Zuhilfenahme des HOLD-
OFF- und/oder des Zeit-Feinstellers erforderlich.
Video-
Signale (FBAS-Signale) sind mit Hilfe des aktiven TV-
Sync-Separator (TV-Schaiter) leicht triggerbar.
Fur den wahlweisen Betrieb als Wechsel- oder Gleichspan-
nungsverstarker hat der Vertikalverstarker-Eingang einen
DC/AC-Schalter (DC = direct current; AC = alternating cur-
rent). Mit Gleichstromkopplung
DC sollte nur bei vorge-
schaltetem Tastteiler oder bei sehr niedrigen Frequenzen
gearbeitet werden, oder wenn die Erfassung des Gleich-
spannungsanteils der Signalspannung unbedingt erforder-
lich Ist.
Bei der Aufzeichnung sehr niederfrequenter Impulse k6n-
nen bei AC-Wechselstromkopplung des Vertikalverstarkers
st6rende Dachschragen auftreten (AC-Grenzfrequenz ca.
1,6Hz fur —3dB). In diesem Falle ist, wenn die Signalspan-
nung nicht mit einem hohen Gleichspannungspegel Uberla-
gert ist, dle DC-Kopplung vorzuziehen. Andernfalls muf8 vor
den Eingang des auf DC-Kopplung geschalteten Mefiver-
starkers ein entsprechend grolser Kondensator geschaltet
werden. Dieser mug eine geniigende Spannungsfestigkeit
besitzen.
DC-Kopplung
ist auch fur die Darstellung von
Logik- und Impuls-Signalen zu empfehlen, besonders dann,
wenn sich das Tastverhdaltnis standig andert. Andernfalls
wird sich das Bild bei jeder Anderung auf- oder abwéarts
bewegen.
Reine Gleichspannungen
kénnen nur mit DC-
Kopplung gemessen werden.
Grofse der Signalspannung
In der allgemeinen
Elektrotechnik bezieht man
sich bei
Wechselspannungsangaben in der Regel auf den Effektiv-
wert. Fur Signalgr6&en und Spannungsbezeichnungen in
der Oszilloskopie wird jedoch der V,,-Wert (Volt-Spitze-
Spitze) verwendet.
Letzterer entspricht
den wirklichen
Potentialverhditnissen zwischen dem positivsten und nega-
tivsten Punkt einer Soannungskurve.
Will man eine auf dem Oszilloskopschirm aufgezeichnete
sinusformige
Gréf&e auf ihren Effektivwert umrechnen,
mulg der sich in Vs, ergebende Wert durch 2 x V 2 =2,83
dividiert werden. Umgekehrt ist zu beachten, dal in Vers
angegebene
sinusférmige
Spannungen
den 2,83fachen
Potentialunterschied in Vs, haben. Die Beziehungen der
verschiedenen Spannungsgréfken sind aus der nachfolgen-
den Abbildung ersichtlich.
Spannungswerte an einer Sinuskurve
Vott = Effektivwert; V, = einfacher Spitzenwert;
Veg = Spitze-Spitze-Wert; Vmom = Momentanwert
Die minimal erforderliche Signalspannung am Y-Eingang fur
ein 1 cm hohes Bild betragt 7mV,,5, wenn die Drucktaste Y-
MAG.x5
gedriickt ist und der Feinstell-Knopf des auf
5mV/cm
eingestellten Eingangsteilerschalter sich in sei-
ner kalibrierten Stellung CAL. (Rechtsanschlag) befindet.
Es k6nnen jedoch auch noch kleinere Signale aufgezeichnet
werden. Die Ablenkkoeffizienten am Eingangsteiler sind in
mVs5s5/cm oder Vs./cem angegeben. Die GréBe der angeleg-
ten Spannung ermittelt man durch Multiplikation des
eingestellten Ablenkkoeffizienten mit der abgelesenen
vertikalen Bildhéhe in cm. Wird mit Tastteiler 10:1 gear-
beitet, ist nochmals mit 10 zu multipilizieren.
Far Amplitu-
denmessungen muB der Feinsteller am Eingangsteiler-
schalter in seiner calibrierten Stellung CAL.
stehen
(Pfeil waagerecht nach rechts zeigend). Wird der Feinstell-
knopf nach links gedreht, verringert sich die Empfindlichkeit
in jeder Teilerschalterstellung mindestens um den Faktor
2,5. So kann jeder Zwischenwert innerhalb der 1-2-5 Abstu-
tung eingestellt werden. Bei direktem Anschluf an den Y-
Eingang sind Signale bis 100 V,,, darstellbar (Teilerschalter
auf 5 V/cm, Feinsteller auf Linksanschlag).
Mit den Bezeichnungen
H = Hohe in cm des Schirmbildes,
U = Spannung in V,, des Signals am Y-Eingang,
A = Ablenkkoeffizient in V/cm am Teilerschalter
lat sich aus gegebenen
zwei Werten die dritte Grdfe
errechnen:
U = A-H
=
|
dic
au
A= i
Anderungen vorbehalten
M3 205-3
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