07 Gefahreneinweisung
und Extremflug
Gefahreneinweisung
Bei Flugfehlern, extremen
Windverhältnissen und Turbulenzen, die der
Pilot nicht rechtzeitig erkennt, kann der
Gleitschirm in einen außergewöhnlichen
Flugzustand geraten, der vom Piloten
besondere Reaktionen und Fähigkeiten
erfordert. Die nachweislich beste Methode,
um im Ernstfall ruhig und richtig zu
reagieren, ist der Besuch eines
Sicherheitstrainings. Hierbei lernt man unter
professioneller Anleitung, extreme
Fluglagen zu beherrschen.
Eine weitere sichere und effektive Methode,
sich mit den Reaktionen seines Gleitschirms
vertraut zu machen, ist das Bodentraining.
Das Starten lässt sich dabei genauso üben
wie kleinere Flugmanöver
(Strömungsabriss, einseitiges Einklappen
Front Stall u.a.).
Jeder Pilot, der in Turbulenzen fliegt oder
einen Fehler bei der Steuerung seines
Gleitschirms macht, begibt sich in die
Gefahr, in einen extremen Flugzustand zu
geraten. Alle hier beschriebenen extremen
Flugfiguren und Flugzustände sind
gefährlich, wenn sie ohne adäquates
Wissen, ohne ausreichende
Sicherheitshöhe oder ohne Einweisung
durchgeführt werden.
WARNUNG
Halten Sie unter allen Umständen die
Betriebsgrenzen ein. Vermeiden Sie auf
jeden Fall Kunstflugfiguren und
Extrembelastungen. Sie beugen
dadurch Unfällen vor und vermeiden
Überlastungen der Gleitschirmstruktur.
Halten Sie bei Turbulenzen immer
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Kapitel 7
Gefahreneinweisung und Extremflug
genügend Abstand zu Felswänden und
anderen Hindernissen. Sie brauchen
Zeit und genügend Höhe, um
Extremsituationen wieder auszuleiten.
Führen die beschrieben Korrekturen in
den einzelnen Kapiteln nicht zur
Rückkehr in einen kontrollierten
Flugzustand oder ist die Höhe für eine
Korrektur zu gering, lösen Sie ihr
Rettungsgerät aus.
Sicherheitstraining
Wenn Sie mit dem Core 2 ein
Sicherheitstraining besuchen wollen,
empfehlen wir Ihnen unter allen Umständen
davor an der Einweisung für den Core 2
teilzunehmen. Dort erfahren Sie alle
Besonderheiten, die Flugverhalten und
Strukturbelastungen des Core 2 betreffen.
Spezielle Faltleinen werden für die
Ausführungen der einzelnen Manöver nicht
benötigt.
Grundsätzlich ist die Teilnahme an einem
Sicherheitstraining empfehlenswert, um sich
mit dem Gerät und den richtigen Reaktionen
in Extremsituationen vertraut zu machen.
Allerdings stellen Sicherheitstrainings auch
immer eine Extrembelastung für das
Material dar.
Materialbelastung und -schäden
Swing rät davon ab, dass Material des
Core 2 im Rahmen von Sicherheitstrainings
über Gebühr zu strapazieren.
Im Rahmen von Sicherheitstrainings können
unkontrollierte Flugzustände auftreten, die
Außerhalb der Betriebsgrenzen des
Gleitsegels liegen und die zu Überlastungen
des Gerätes führen können.
Vertrimmungen der Leinenlängen und des
Kappenmaterials nach einem
Sicherheitstraining können zu einer