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Anwendungsbeschränkungen Der Potentialmessmethode; Betrieb Des Profometer Corrosion; Vorbereitung - Proceq Profometer 6 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
4.1.4. Anwendungsbeschränkungen der Potentialmessmethode
Die Messung von Potentialdifferenzen liefert auch bei groben Rastern gute
Ergebnisse in Bezug auf die durch Chlorid verursachte Korrosion. Diese Art
der Korrosion zeichnet sich durch Lochfrass aus, durch den sich Mulden
bilden. Dies wirkt sich nachhaltig auf den Durchmesser der Bewehrung
und somit vor allem auf die Tragfähigkeit aus. Die Korrosion durch Karbo-
natisierung zeichnet sich durch die Bildung kleinerer Makroelemente aus
und kann nur mithilfe eines sehr feinen Rasters bestimmt werden (sofern
möglich).
Die Korrosion vorgespannter Stahlbewehrungen kann nicht festgestellt
werden, wenn diese sich in einem Schutzrohr befinden.
Die Messung von Potentialdifferenzen allein gibt keinen quantitativen
Aufschluss über die Korrosionsgeschwindigkeit. Wie empirische Studien
gezeigt haben, besteht eine direkte Beziehung zwischen der Korrosions-
geschwindigkeit und dem elektrischen Widerstand. Die Werte für die Kor-
rosionsgeschwindigkeit sind jedoch nur beschränkt von Nutzen, da die
Korrosionsgeschwindigkeit von Bewehrungsstäben mit der Zeit deutlich
schwankt. Aus diesem Grund sind Korrosionswerte, die über einen gewis-
sen Zeitraum gemessen wurden, zuverlässiger.
4.2

Betrieb des Profometer Corrosion

4.2.1. Vorbereitung

Vorbereiten der Elektrode(n)
Stabelektrode: Vor dem Füllen die Kappe mit dem Holzzapfen entfernen
und ca. eine Stunde in Wasser einweichen, damit sich das Holz vollsaugt
und aufquillt.
Radelektrode: Der Holzzapfen sollte nicht entfernt werden. Das Rad vor
der Verwendung eine Zeitlang in Wasser legen, damit der Zapfen Wasser
aufsaugen kann. Die Filzreifen und die Filzreifenverbindung sollten vor der
Messung mit Wasser getränkt werden.
Kupfersulfat (Stab und Rad): Die gesättigte Lösung vorbereiten. Dazu
40 Gewichtsteile Kupfersulfat mit 100 Gewichtsteilen destilliertem Wasser
mischen. Einen zusätzlichen Teelöffel Kupfersulfatkristalle in die Elektrode
geben, damit gewährleistet ist, dass die Lösung gesättigt bleibt.
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Die Elektrode sollte so weit wie möglich gefüllt werden, damit möglichst
wenig Luft im Behälter eingeschlossen ist. Dadurch wird sichergestellt,
dass die Lösung den Holzzapfen auch beim Messen nach oben berührt.
HINWEIS! Beim Umgang mit Kupfersulfat die Sicherheitsvor-
schriften auf der Verpackung beachten.
Auswählen des richtigen Rasters und Markieren der Oberfläche
Eine Methode besteht darin, für eine erste Schätzung eine relativ grosse
Rasterweite zu verwenden, z. B. 0,50 x 0,50 m bis max. 1,0 x 1,0 m (unter
Verwendung des Grobrasters. (Siehe "4.2.2. Korrosionseinstellungen").
Verdächtige Bereiche können dann mithilfe eines feineren Rasters genauer
untersucht werden (z. B. 0,15 x 0,15 m). Auf diese Weise kann genau fest-
gestellt werden, wie gross die instand zu setzende Fläche ist.
Für vertikale Elemente ist in der Regel ein kleineres Raster erforderlich (z. B.
0,15 x 0,15 m). Dasselbe gilt für schmale Elemente, bei denen die Geom-
etrie das Raster bestimmt (z. B. Treppen, Balken und Verbindungsstücke
usw.).
Für grosse horizontale Flächen (Parkdecks, Brückendecken usw.) ist nor-
malerweise ein Raster von 0,25 x 0,25 m bis 0,5 x 0,5 m ausreichend.
Es wird empfohlen, ein Raster auf der Oberfläche zu markieren, das dem
zu verwendenden Raster entspricht. Bei kleinen Flächen, bei denen Punkt-
messungen mit der Stabelektrode durchgeführt werden, kann dazu ein Kle-
beband verwendet oder das Raster auf das Element aufgezeichnet werden.
Bei grossen Flächen wie Park- oder Brückendecks sollte vorzugsweise die
Radelektrode verwendet werden. Die integrierte Wegmessung stellt sicher,
dass das richtige Raster in Messrichtung verwendet wird. Um sicher zu ge-
hen, dass Sie bei parallelen Messungen dem richtigen Raster folgen, kön-
nen Wegmarkierungen auf die Oberfläche aufgezeichnet werden. Beachten
Sie dabei, dass die 4-Rad-Elektrode für ein gleichmässiges paralleles Ras-
ter sorgt, sodass weniger Markierungen auf der Oberfläche notwendig sind.
Auswählen der richtigen Elektrode
Der zu verwendende Elektrodentyp muss abhängig von der zu testenden Ober-
fläche ausgewählt werden. Bei kleinen oder schwer zugänglichen Flächen wird
normalerweise die handliche Stabelektrode verwendet. Bei leichter zugängli-
chen, horizontalen, vertikalen oder oben liegenden Flächen ist die Messung mit
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