der 1-Rad-Elektrode wesentlich schneller. Bei grossen horizontalen Flächen wird
die 4-Rad-Elektrode empfohlen, da sie eine deutlich schnellere automatische
Messung in einem vordefinierten Raster ermöglicht.
Verbinden mit der Stahlbewehrung
Das Erdungskabel muss mit der Bewehrung der zu messenden Fläche ver-
bunden werden. Dies geschieht in der Regel durch Abtragen oder Anbohren
des Betons bis zur Bewehrung. In manchen Fällen können evtl. vorhandene
Gebäudeelemente verwendet werden, die mit der Bewehrung verbunden
sind (z. B. Wasserrohre, Erdungspunkte). Die Verbindung mit der Bewehrung
sollte mit dem kleinsten möglichen Widerstand hergestellt werden. Dazu
kann es von Vorteil sein, die Bewehrung abzuschleifen (z. B. mithilfe eines
Winkelschleifers) und das Kabel mit einer Elektrodenzange anzuschliessen.
Eine sichere Verbindung lässt sich auch wie folgt herstellen: Ein 25-mm-
Loch in den Beton über dem Bewehrungsstab und danach ein 4-mm-Loch
in den Bewehrungsstab bohren. In das Loch in dem Stahl eine selbstschnei-
dende Schraube mit dem daran befestigten Leiter einführen. Die Verbindung
sollte einer Durchgangsprüfung unterzogen werden. Dazu muss mindestens
ein weiterer Punkt der Bewehrung freigelegt und der Widerstand zwischen
den beiden Punkten mit einem Ohmmeter überprüft werden. Die Verbindun-
gen sollten soweit wie möglich voneinander entfernt an entgegengesetzten
Eckbereichen der Testfläche liegen. Der gemessene Widerstand darf nicht
mehr als 1 Ω über dem Widerstand des verwendeten Kabels betragen.
Beschichtete Oberflächen
Messungen durch elektrisch isolierende Beschichtungen hindurch sind
nicht möglich (z. B. Epoxidharzbeschichtungen, Abdichtungsfolien oder
Asphaltschichten).
Messungen können durch dünne Dispersionsfarbschichten durchgeführt
werden, die z. B. oft für Wände und Decken von unterirdischen Parkhäu-
sern verwendet werden. Dies kann jedoch zu geringen Potentialverschie-
bungen führen.
Sie sollten stets prüfen, ob eine Messung durch eine Beschichtung hin-
durch vorgenommen werden kann.
Hierzu sollten die Potentiale an einer Reihe von Stellen gemessen werden,
und zwar:
• zuerst durch die Beschichtung hindurch und dann
• ohne Beschichtung
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Wenn möglich, sollten Bereiche ausgewählt werden, in denen das Potenti-
al stark variiert. Wenn sich das Potential nicht ändert oder die Potentialver-
schiebung durch eine Korrektur ausgeglichen werden kann (z. B. E = ±
50 mV), ist eine Messung direkt auf der Beschichtung möglich. Andernfalls
muss die Beschichtung vor dem Messen entfernt werden.
Vorbenetzen
Der Kontakt zwischen der Porenlösung des Betons und der Sonde kann
durch eine ausgetrocknete Betonoberfläche beeinträchtigt werden. Da-
durch wird der elektrische Widerstand des Betons stark erhöht.
Es wird deshalb empfohlen, die Oberfläche ca. 10 bis 20 Minuten vor der
Messung zu benetzen.
Wenn dies nicht möglich ist, muss sichergestellt werden, dass der
Schwamm der Stabelektrode oder die Filzreifen an der Radelektrode aus-
reichend feucht sind. In diesem Fall muss die Sonde bei der Durchführung
der Messung an die Oberfläche gehalten werden, bis ein stabiler Endwert
erzielt wird. (Wenn die Oberfläche zu Beginn der Messung trocken ist,
muss sie mit dem Schwamm an der Sonde befeuchtet werden. In diesem
Fall ist anfangs kein stabiler Wert verfügbar.)
Dies ist nur mit der Stabelektrode möglich.
Proceq stellt einen zusätzlichen Schwamm zur Verfügung, der an der Sta-
belektrode befestigt wird, um die Gesamtkontaktfläche zu vergrössern.
So lässt sich verhindern, dass unmittelbar über einem grossen Aggregat
geprüft wird.
Bei der Radelektrode mit kontinuierlicher automatischer Messung kann
nicht überwacht werden, ob der gemessene Wert stabil ist. Es wird daher
empfohlen, die Oberfläche im Vorfeld abschnittsweise zu benetzen und in
Abständen von einigen Minuten Messungen durchzuführen.
4.2.2. Korrosionseinstellungen
Scrollen Sie auf dem Bildschirm auf und ab, indem Sie Ihren Finger auf und
ab bewegen. Die aktuelle Einstellung wird auf der rechten Seite angezeigt.
Klicken Sie auf ein Element, um es anzupassen.
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