11.5.2 L
-V
AYER
ERSATZ
Das heißt, dass die folgende Schicht nicht mehr auf der vorigen liegt, sondern in einer oder zwei
Achsen versetzt wird, also neben das Druckstück gelegt wird. Findet dieses Problem bei der
ersten Inbetriebnahme mit Testdruckteilen von der CD statt, dann lösen Sie das Thema wie
unter Kapitel 10.3 beschrieben und halten Sie sich an den Service-Fragebogen auf der CD.
Wenn Lagenversätze bei eigen erzeugten GCodes auftreten, sollte immer ein Druckteil von der
CD gedruckt werden, da damit der Fehler im GCode verortet werden kann.
Lagenversatz beim 3D-Druck rührt bei einem gut justierten und aufgebauten Drucker von
Software-Einstellungen her. Dieses Merkblatt soll helfen, die wichtigsten Ursachen und Abhilfe
zu kennen.
Hilfreich ist in allen Fällen gute Erfahrung, eine Schulung, gute Literatur, Tutorials von multec
und dem Hersteller Simplify3D. Sehr fortgeschrittenen Nutzern sei auch empfohlen, sich Cura
und Slic3r als Freeware-Programme mal anzuschauen, diese erzeugen weniger Lagenversatz als
Simplify3D.
Lagenversatz kommt hauptsächlich von Überfüllung, das ist ein Hängenbleiben der Düse, von
Wackeln des Druckteils wegen zu wenig Haftung oder Schrumpfung und bei turmartigen Teilen.
Ganz wichtig für Einsteiger: niemals mehr als einen Parameter ändern, bis die notwendige
Erfahrung vorhanden ist.
Folgende Probleme führen dazu, bzw. sollten kontrolliert werden:
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Filamentdurchmesser eingegeben (Voreinstellung Multec ist 2,85mm bei 3mm-
Fremdfilament wird zu viel extrudiert)
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Bei Fremdfilament muss neben der Drucktemperatur auch der Filament-Extrusion
Multiplier kalibriert werden, bei Hängenbleiben nach unten kalibrieren
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Mehr Raft verwenden sonst droht Wackeln -> Lagenversatz
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Zu wenig Haftung oder Schrumpfung der ersten Lage: Wackeln – Lagenversatz (je dünner
die Schichthöhe v.a. auch der ersten Lage umso mehr Wackelgefahr)
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Bei sehr dünnen Schichthöhen besser dicken Brim wählen als RAFT (im RAFT hat S3D
gegenüber Cura auch Schwächen) und die erste Lage deutlich dicker drucken
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Füllgrad <75% halten, sonst muss meist der Extrusionmultiplier herunter gesetzt werden
(wir raten ab von Infill >75%)
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Füllmuster von S3D sind nicht alle in Ordnung: bei Rectilinear bleiben (Triangular geht gar
nicht, Wabenmuster macht öfter Probleme)
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Düsenhöhe über Tisch kontrollieren. Bei zu geringer Schichthöhe droht Lagenversatz. Hier
muss Füllgrad der First Layer gut kalibriert zur Lagenhöhe sein. Einsteiger sollten am besten mit
RAFT und großen Schichthöhen starten.
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Kleinere Teile langsamer drucken als Standardprofile (auch Travelgeschwindigkeit)
Montageanleitung Multirap
3D-Drucker Multirap PRO
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VERSCHOBENE
RUCKSCHICHTEN
© multec GmbH 2016
Seite 110