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Federn Vorspannen; Federvorspannung Aufbauen; Stellkraft Erhöhen; Hubbereich Anpassen - Samson 3271 Einbau- Und Bedienungsanleitung

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Inhaltsverzeichnis

6.1 Federn vorspannen

Durch das Vorspannen der Federn im Antrieb kön-
nen folgende Effekte erzielt werden:
Erhöhung der Stellkraft (nur bei Antrieben mit
„Antriebsstange ausfahrend")
in Kombination mit einem SAMSON-Ventil: An-
gleichen des Antriebshubbereichs an einen klei-
neren Ventilhubbereich
A22
A25
A23
A24
Bild 18: Antrieb mit Spannschrauben und Spannmuttern
A1
oberer Deckel
A2
unterer Deckel
A4
Membran
A20 Sechskantschraube
A21 Sechskantmutter
6.1.1

Federvorspannung aufbauen

HINWEIS
!
Beschädigung des Antriebs durch ungleichmäßig
aufgebrachte Federvorspannung!
_ Spannschrauben und Spannmuttern gleichmäßig
am Umfang verteilen.
_ Spannmuttern abwechselnd und Schritt für Schritt
gleichmäßig festziehen.
1. Die langen Schrauben (A22) gleichmäßig am
Umfang des Antriebs verteilen.
2. Die langen Muttern (A23) zusammen mit je ei-
ner Unterlegscheibe (A25) auf die Spannschrau-
ben (A22) schrauben, bis sie am unteren Deckel
(A2) anliegen.
3. Um die Federn gleichmäßig vorzuspannen,
die Muttern (A23) abwechselnd und Schritt für
Schritt festziehen. Dabei am Schraubenkopf mit
einem geeigneten Werkzeug gegenhalten und
EB 8310-6
A1
A20
A25
A21
A4
A2
A22 Sechskantschraube (Vor-
spannung)
A23 Sechskantmutter (Vor-
spannung)
A24 Verschlussstopfen
A25 Unterlegscheibe
das Anzugsmoment an der Mutter aufbringen.
Anzugsmomente beachten.
4. Die kurzen Schrauben (A20) durch die vorgese-
henen Löcher der Deckel (A1, A2) stecken.
5. Die kurzen Muttern (A21) zusammen mit je ei-
ner Unterlegscheibe (A25) auf die Schrauben
(A20) schrauben und festziehen. Anzugsmo-
mente beachten.
6.1.2
Stellkraft erhöhen
Die Stellkraft kann nur bei Antrieben mit „Antriebs-
stange ausfahrend" erhöht werden. Dazu können
die Federn um 12,5 % (240 cm²) oder bis zu 25 %
(350, 700 cm²) ihres Hubs oder der Spanne ihres
Nennsignalbereichs vorgespannt werden. (240 und
700 cm² nur noch als Bestandsgeräte)
Beispiel: Bei einem Signalbereich von 0,4 bis 2 bar
wird eine Vorspannung gewünscht. 25 % dieser
Spanne sind 0,4 bar. Daher verschiebt sich der Si-
gnalbereich um 0,4 bar auf 0,8 bis 2,4 bar. Der neue
Signalbereichsanfang entspricht 0,8 bar, das neue
Signalbereichsende entspricht 2,4 bar.
_ Den neuen Signalbereich von 0,8 bis 2,4 bar auf
dem Typenschild als Arbeitsbereich mit vorge-
spannten Federn eintragen.

6.2 Hubbereich anpassen

Teilweise haben Ventil und Antrieb unterschiedliche
Nennhübe. Je nach Wirkrichtung ergibt sich daraus
folgender Handlungsbedarf:
Wirkrichtung „Antriebsstange ausfahrend"
Bei Ventilen, deren Hub kleiner ist als der Nennhub
des Antriebs, müssen vorgespannte Federn einge-
setzt werden.
Beispiel: Ventil DN 50 mit Nennhub 15 mm und An-
trieb 700 cm² mit Nennhub 30 mm; Nennsignalbe-
reich 0,4 bis 2 bar.
Der Stelldruck für den halben Antriebshub (15 mm)
beträgt 1,2 bar. Addiert mit dem Signalbereichs-
anfang von 0,4 bar ergibt sich ein Stelldruck von
1,6 bar, der für die Federvorspannung erforder-
lich ist. Der neue Signalbereichsanfang entspricht
1,6 bar, das neue Signalbereichsende entspricht
2,4 bar.
_ Den neuen Signalbereich von 1,6 bis 2,4 bar auf
dem Typenschild als Arbeitsbereich mit vorge-
spannten Federn eintragen.
Inbetriebnahme
25
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