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Materialbelastung Und -Schäden; Einklappen Des Schirms; Einseitiges Einklappen; Frontstall - Swing Discus Betriebsanweisung

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Materialbelastung und -Schäden
SWING rät davon ab das Material des
Discus im Rahmen von Sicherheitstrainings
über Gebühr zu strapazieren.
Im Rahmen von Sicherheitstrainings können
unkontrollierte Flugzustände auftreten, die
Außerhalb der Betriebsgrenzen des
Gleitsegels liegen und die zu Überlastungen
des Gerätes führen können.
Vertrimmungen der Leinenlängen und des
Kappenmaterials nach einem
Sicherheitstraining können zu einer
generellen Verschlechterung der
Flugeigenschaften führen.
Grundsätzlich sind Schäden in Folge von
Sicherheitstrainings von der Garantie
ausgeschlossen.

Einklappen des Schirms

Einseitiges Einklappen

Einseitige Einklapper werden durch
Wanderung des Staupunktes an der
Anströmkante des Schirmes hervorgerufen.
Durch negative Anstellwinkel kollabiert ein
Teil der Kappe und klappt nach unten weg,
das Gleitsegel kann durchsacken,
wegdrehen oder in eine schnelle Rotation
geraten.
Ausleitung
Ist der Schirm einseitig eingeklappt, muss
die Drehbewegung durch dosiertes
Anbremsen auf der intakten Flügelseite
kontrolliert und der Flügel stabilisiert
werden, bis der Gleitschirm wieder
geradeaus fliegt. Bei großflächigen
Einklappern ist das Gegensteuern feinfühlig
durchzuführen, damit die Strömung am
Schirm nicht vollständig abreißt und das
Manöver in einen Fullstall übergeht.
Das Wiederöffnen des eingeklappten
Flügelbereichs erfolgt im Regelfall
eigenständig und kann durch dosiertes
32
Kapitel 7
Gefahreneinweisung und Extremflug
Anbremsen (kein hektisches „Pumpen") der
betroffenen Seite bei gleichzeitigem
Gegensteuern auf der offenen Seite
unterstützt werden. Nutzen Sie dabei den
vollen Bremsweg.
Nach sehr großen, flächigen Einklappern
über 70% sind Verhänger nicht
auszuschließen, bei denen sich das
Flächenende der eingeklappten Seite
zwischen den Leinen verhängt. Hier muss
der Gleitschirm ebenfalls durch
Gegenbremsen und Gewichtsverlagerung
am Wegdrehen gehindert werden. Das
verhängte Ende lässt sich meist durch einen
kurzen, schnellen Zug mit der Bremsleine
öffnen oder mit einem Zug an den
separaten Stabiloleinen.
WARNUNG
Zu starkes Gegensteuern auf der
intakten Flügelseite kann zum
Strömungsabriss und damit zu weiteren
unkontrollierten Flugfiguren
(Kaskadenverhalten) führen.

Frontstall

Einklappungen des mittleren
Eintrittskantenbereichs werden ebenfalls
durch negative Anstellwinkel verursacht.
Ausleitung
Der Discus beendet einen Frontstall
normalerweise schnell und selbständig.
Durch leichtes symmetrisches Bremsen auf
beiden Seiten kann die Wiederöffnung
unterstützt werden. Bei extremen Frontstalls
über die gesamte Flächentiefe können die
Außenflügel nach vorne wandern, so dass
der Schirm eine U-Form bildet. Die
Ausleitung erfolgt ebenfalls über leichtes
symmetrisches Bremsen auf beiden Seiten,
wobei darauf geachtet werden muss, dass
beide Flügelenden gleichmäßig in die
normale Fluglage gelangen.
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