12. wartung und PFlege der koMPonenten
Verwenden Sie keinen Hochdruckreiniger
zur Säuberung Ihres Fahrrades. Durch den
hohen Druck können Lagerdichtungen
beschädigt werden. Wasser und Schmutz
kann in die Lager eindringen und das Fett
herausspülen. Reinigen Sie Ihr Fahrrad
mit einem weichen Tuch, einem Schwamm
oder einer Spülbürste mit lauwarmem,
klarem Wasser, oder unter dem leichten
Wasserstrahl eines Gartenschlauches.
Schmierstoffe verlieren im Laufe der Zeit
an Wirkung. Alle Schmierstellen sollten
regelmäßig überprüft und ggfs. gesäubert
und neu abgeschmiert werden. Immer
ausreichend und sauberer Schmierstoff
an der richtigen Stelle ist Voraussetzung
für eine einwandfreie Funktion und lange
Lebensdauer der Komponenten.
Die wichtigsten Wartungsarbeiten, die Sie
regelmäßig durchführen sollten:
12.2
Bremsen
Führen Sie regelmäßig ein paar Probebremsungen
auf einer wenig befahrenen Strecke durch, um
die einwandfreie Funktion des Bremssystems
zu testen. Ziehen Sie beide Bremshebel an. Sie
sollten leichtgängig funktionieren und sich auch
bei einer Vollbremsung nicht bis zum Lenker zie-
hen lassen. Die Bremswirkung sollte nach etwa
einem Drittel des Hebelweges einsetzen. Beide
Bremsbeläge sollten gleichzeitig und zuerst mit
der vorderen Belagkante die Felgen berühren.
Danach sollen sie im Verlauf der Bremsung mit-
tig mit ihrer ganzen Fläche auf der Felgenflanke
aufliegen. Man muss das Gefühl eines exakten
Druckpunktes haben. Für eine gute Bremswirkung
müssen die Felgenflanken bzw. Bremsscheiben
stets frei von Verschmutzungen, insbesondere
von Öl und sonstigen Schmiermitteln sein.
Die Bremsbeläge dürfen auf keinen Fall die Reifen
berühren und bei gelöster Bremse nicht an der Felge
schleifen. Unter bestimmten Witterungsverhältnissen,
speziell bei Nässe und Feuchtigkeit, können
Bremsen quietschen, da das System konstrukti-
onsbedingt nicht vollständig vibrationsfrei ist. Auch
die Kombination bestimmter Beläge mit bestimmten
Felgen kann zu einem Quietschen führen.
34
Einstellung der Bremsanlage bei
Seilzugbremsen
Der laufende Verschleiß der Bremsbeläge führt
dazu, dass sich der ursprüngliche Abstand zwi-
schen den Belägen und den Felgenflanken all-
mählich vergrößert. Die Bremsen können dann
mittels einer Einstellschraube am Bremsgriff
(V-Brake)
oder
Bremskörper
durch
Herausdrehen
Manche Einstellschrauben verfügen über einen
Konterring, der fest gegen den Bremshebel oder
Bremskörper geschraubt werden muss, damit sich
die Einstellung nicht von selbst löst. Der Schlitz in
der Einstellschraube sollte nach unten bzw. hinten
zeigen, damit kein Schmutz oder Spritzwasser ein-
dringen kann. Achtung: Drehen Sie die Schraube
nicht zu weit heraus, sie sollte wenigstens 4 bis 5
Gewindegänge im Hebel verbleiben! Der Abstand
zwischen Belägen und Felgenflanken muss auf
beiden Seiten gleichmäßig ca. 1 bis 2 mm betra-
gen. Kann dies mit Hilfe der Einstellschrauben
nicht mehr erreicht werden, muss der Bremszug
neu gespannt werden. Kontrollieren Sie regelmä-
ßig die Klemmschrauben für die Bremszüge, die
Gabelbefestigungsschrauben für die Bremskörper
und die Bremsgummihalterungsschrauben auf
festen Sitz.
Einstellschraube zum Nachstellen des Abstandes
zwischen Belägen und Felgenflanke
(Rennbremse)
nachgestellt
werden.