10. anPassen des rades an den Fahrer/die Fahrerin
Sattel weiter nach hinten. Sie erreichen eine aero-
dynamischere Sitzposition und können speziell
bergauf etwas mehr Beinkraft auf das Pedal brin-
gen. Freizeitradler schieben den Sattel eher etwas
nach vorne. Sie erreichen eine etwas aufrechtere
Oberkörperhaltung, das Fahrverhalten wird etwas
ruhiger und die Kurvenlage etwas stabiler.
Während der Einstellarbeiten sollt das Rad waa-
gerecht stehen. Lösen Sie die Schraube am Kopf
der Sattelstütze, die Sie mit einem Inbusschlüssel
von unten erreichen. Richten Sie den Sattel in
der gewünschten Position aus und ziehen die
Schraube wieder fest. Unsere Rennräder und
Mountainbikes der Race-Serie verfügen über
Stützen mit Zweischraubenklemmung, bei denen
die Sattelstellung über jeweils eine Schraube am
vorderen und hinteren Sattelstützkopf sehr präzi-
se justiert werden kann.
Überprüfen Sie den festen Sitz des Sattels, indem
Sie mit den Händen versuchen, den Sattel nach
vorne oder hinten zu kippen.
Einstellung der Sattelneigung und Sitzlänge
Mit der horizontalen Verstellung ändert sich nicht
nur die Distanz zum Lenker, sondern auch die
Position zum Tretlager Dies wiederum hat ent-
scheidenden Einfluss auf die Kraftübertragung
durch die Beine auf die Pedale. Unter Sportlern
geht es hier ans "Eingemachte", denn verschie-
dene Strecken-Profile erfordern verschiedene
Einstellungen. Auf einer Passfahrt wird der Sattel
eher nach hinten gestellt, für ein Zeitfahren eher
nach vorne. Der Freizeitfahrer ist normalerwei-
se mit einer mittleren Einstellung gut bedient.
Entscheidenden Einfluss auf die Sitzlänge sollten
Sie jedoch eher durch eine andere Vorbaulänge
nehmen.
20
10.3
Durch die Lenkerhöhe wird die Neigung des
Rückens festgelegt. Generell gilt: Je tiefer der
Lenker, um so sportlicher die Sitzposition, je
höher, um so bequemer. Dies kann jedoch
auch trügerisch sein, denn bei höherem Lenker
haben Sie auch einen höheren Luftwiderstand
zu überwinden, was wiederum durch höhere
Kraftanstrengung
dert. Ihre bevorzugte Lenkerhöhe kann sich mit
wachsender Gewöhnung und wachsendem
Trainingszustand verändern. Sie kann sogar mit
der Länge der Strecken, die Sie am Stück zurück-
legen, variieren. Richtwerte für die Lenkerhöhe
sind von deutlich unterhalb der Sattelhöhe (sehr
sportlich) bis deutlich oberhalb der Sattelhöhe
(sehr aufrecht).
Einstellung der Lenkerhöhe bei Modellen mit
konventionellem Schaftvorbau
Konventionelle Vorbauten mit Schaft können Sie
in der Höhe und in der Neigung gemäß Ihrer
Körpergröße und nach Ihrem eigenen Geschmack
waagerecht
einstellen. Lösen Sie hierzu die senkrecht in den
Vorbauschaft versenkte und mit einer Kunststoff-
Schutzkappe verdeckte Innensechskantschraube.
Lässt sich der Vorbauschaft nun noch nicht
im Gabelschaft vertikal bewegen, schlagen Sie
von oben mit einem Kunststoffhammer leicht
auf die Innensechskantschraube, damit sich der
Klemmkeil im Gabelschaft löst. Bringen Sie den
Vorbau unter Beachtung der Maximalmarkierung
auf dem Vorbauschaft in die gewünschte Höhe.
Richten Sie den Lenker/Vorbau anschließend
wieder gerade aus, d. h. den Lenker parallel
zum Gabelkopf bzw. den Vorbau in Flucht mit
dem Vorderrad. Stellen Sie dazu sicher, dass
das Vorderrad gerade in die Gabel eingespannt
ist Achten Sie auf ausreichend Schmierfett an
der Kontaktstelle zwischen Vorbauschaft und
Gabelschaft. Ziehen Sie anschließend die
Innensechskantschraube wieder fest. Überprüfen
Sie den festen Sitz des Vorbaus, indem Sie das
Vorderrad zwischen die Beine nehmen und ver-
suchen, die Lenker-Vorbaueinheit zu verdrehen.
Dies darf nur noch mit erheblichem Kraftaufwand
möglich sein. Vorsicht: Mit diesem Test kann bei
extremer Gewaltanwendung der Gabelschaft von
innen beschädigt werden.
einstellung der lenkerhöhe
und der vorbauneigung
das
Komfortgefühl
min-