14.
RS232-Schnittstelle
Über die serielle RS232-Schnittstelle besteht die Möglichkeit, NC-Programme zu übertragen. Sowohl der Upload
(Übertragung der NC-Daten von der Steuerung zum Host-Rechner) als auch der Download (Übertragung der NC-
Daten vom Host-Rechner zur Steuerung) wird unterstützt.
Die RS232-Schnittstelle ist eine Erweiterungs-Option, die separat bestellt werden muß !
Nach Einschalten der Steuerung wird die (De-)Aktivierung der RS232-Schnittstelle angezeigt
Zu beachten ist, daß ein Hardware-Handshake durch die Signale (CTS, RTS, DTR, DSR) nicht vorgesehen ist. Die
serielle Verbindung besteht nur aus Sende-/Empfangs-Leitung (TxD, RxD) und der GND-Leitung. Dazu muß ein
sogenanntes Null-Modem-Kabel, bei dem die TxD,RxD-Signale gekreuzt sind, verwendet werden. Für die Übertra-
gungsleitung zwischen PS50 und PC gilt folgende Belegung:
RS232-Kabel PS50 - PC
PS50
PC
SubD-Buchse
SubD-Stecker
9-polig
9-polig
1
1
2 - nach ..------ 3
3 - nach ..------ 2
4
4 Brücke zu 6
5 - nach ..------ 5
6
6 Brücke zu 4
7
7 Brücke zu 8
8
8 Brücke zu 7
9
9
Die Übertragung wird durch ein sog. Software-Handshake gesteuert. Dabei werden die Steuerkommandos XON,
XOFF verwendet. Beim Übertragungsrechner muß folgende Einstellung vorgenommen werden:
•
Baudrate anpassen Par. 62, siehe [5.3]
•
Einstellung des Übertragungsprotokolls auf
Parity
: even/odd (je nach Parametrierung)
Daten-Bits : 8
Stop-Bits
: 1
Datenfluß : XON/XOFF
Die PS50 ist in jedem Betriebszustand bereit, Daten zu Senden oder zu Empfangen. Es muß keine bestimmte Be-
triebsart eingestellt werden. Die Übertragung erfolgt im Hintergrund und wird nicht visualisiert.
14.1
Up-/download von ASCII-codierten NC-Programmen
Die Generierung der NC-Datensätze kann mit jedem üblichen ASCII-Editor vorgenommen werden. Übertragen wird
eine lesbare ASCII-Datei. Im Folgenden ist ein Beispiel eines NC-Programms dargestellt, das alle wesentlichen
syntaktischen Elemente enthält. Das Programm selbst enthält keinen sinnvollen Ablauf, es sind lediglich alle verfüg-
baren Kommandos programmiert worden, um die RS232-Übertragung zu dokumentieren.
Jede Programmdatei muß zunächst mit der Programmnummer beginnen (im Beispiel %06 = Prog.Nr 6), die nach-
folgenden Daten werden unter dieser Prog.-Nr. gespeichert.
Kommentare sind an jeder Stelle im Programm möglich und müssen in Klammern eingeschlossen sein. Jeder Satz-
information muß eine Satznummer vorangestellt werden. Dies erfolgt mit dem Kennbuchstaben 'N'. Die Satznum-
mern selbst sind beliebig und maximal 3-stellig. Steuerungsintern werden die Satznummern in aufsteigender Form
vergeben. Dabei werden ggf. die Sprungadressen angepaßt. Am Ende eines Programms muß immer das Komman-
do M30 (ohne Satznummer) stehen; dieses Kommando veranlaßt die PS50, das übertragene Programm in den
Speicher zu schreiben. Das Kommando M30 selbst wird nicht gespeichert.
Stand:29.10.1999
B e d i e n u n g s a n l e i t u n g P S 5 0
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