3.2
Digitale Ausgänge
Die digitalen Ausgänge sind als 24V-Ausgänge ausgeführt mit ..
24V
= HIGH-Pegel
0V
= LOW-Pegel
die Ausgangsschaltung ist so ausgelegt, daß bei 24V ein max. Strom von 150mA/Ausgang geliefert werden kann.
Die Versorgungsspannung der Ausgänge und die der PS50 muß dieselbe sein. Es ist darauf zu achten daß das
24V-Netzteil, den Strombedarf der Ausgänge (abhängig von angeschlossener Last) einschließlich dem Versor-
gungsstrom der Steuerung liefern kann.
A01 .. A07 - programmierbare Ausgänge
Nur im Automatablauf aktiv; die programmierbaren Ausgänge können frei und satzbezogen im NC-Programm ge-
setzt oder zurückgesetzt werden. Die Beschreibung der Programmierung erfolgt in [10.3].
A08 - Antriebsbremse "0-aktiv"
An diesen Ausgang kann ggf. eine Antriebsbremse angeschlossen werden. Eine 0 auf diesem Ausgang bewirkt den
Einfall der Antriebsbremse; die Zeiten zwischen Bremsen-Einfall und Regler-Freischaltung sind parametrierbar (sie-
he [5.3] (Par. 18, 19)).
A09 – NC-Programm in Abarbeitung "1-aktiv"
Nur im Automatablauf aktiv; dieser Ausgang signalisiert, daß das angewählte NC-Programm gerade abgearbeitet
wird. Nach dem Programm-Ende wird dieser Ausgang wieder rückgesetzt.
Dieser Ausgang dient außerdem als Quittierungs-Signal für ein SPS-Kommando. SPS-Kommandos werden in Form
von flankensensitiven Eingangs-Signalen durch die PS50 verarbeitet. Nach Auswertung einer 0->1 Flanke eines
SPS-Einganges wird dieser Ausgang gesetzt und signalisiert die Annahme des Kommandos. Nach Rücksetzen des
betreffenden SPS-Einganges wird auch der Ausgang A09 wieder rückgesetzt.
A10 - Achse in Position "1-aktiv"
Dieser Ausgang wird in jeder Betriebsart verarbeitet und signalisiert, daß die Achse ihre Sollposition erreicht hat.
Dieser Ausgang ist jedoch nicht mit der Zentralfreigabe (A11) zu verwechseln, der nur im Automatablauf angesteuert
wird.
A11 - Zentralfreigabe Satzfortschaltung
Im Gegensatz zu A10 wird dieser Ausgang A11 nur in der Betriebsart Automatik angesteuert. Nach jeder erfolgrei-
chen Positionierung bzw. Abarbeitung eines NC-Satzes wird A11 gesetzt. Dies gilt jedoch nur für NC-Fahrsätze. Bei
anderen NC-Sätzen (bspw. Ausgang setzen) erfolgt immer eine interne Satz-Weiter-Schaltung ohne daß der Aus-
gang A11 gesetzt wird. Der Ausgang bleibt solange gesetzt bis die Satzfortschaltung (E01) erfolgt. Bei interner Satz-
fortschaltung wird A11 nur kurzzeitig gesetzt (wenige ms). Dieser Ausgang und der Ausgang A10 kann durch nach-
folgende Systeme ausgewertet und dadurch die Satzfortschaltung gesteuert werden.
A12 – PS50 bereit "1-aktiv"
Nach dem Einschalten und ordnungsgemäßem Hochlaufen der Steuerung signalisiert dieser Ausgang den Bereit-
zustand der PS50. Ein Fehlerzustand, unabhängig welcher Art und aus welcher Quelle, wird spezifisch am LC-
Display angezeigt. Gleichzeitig wird mit jeder Fehlermeldung dieser Ausgang rückgesetzt. Nachfolgende Systeme
können somit einen Fehlerzustand auswerten. Nach Quittieren der Fehlermeldung wird dieser Ausgang wieder ge-
setzt (siehe auch [4.4]).
A13, A14 - Richtungssignal (bspw. für Frequenzumrichter) "1-aktiv"
Es besteht die Möglichkeit, den Analogausgang in zwei verschiedenen Arten zu betreiben:
•
+/-10V - die Richtung der Achse wird durch das Vorzeichen der Analog-Spannung bestimmt
•
+0..10V und Richtungssignal - die Richtung der Achse wird durch einen digitalen Ausgang bestimmt
bei der zweiten Variante repräsentieren die Ausgänge A13 und A14 diese Richtungssignale.
Die tatsächliche Richtung ist abhängig von den Umgebungsbedingungen (Verdrahtung, Parametrierung).
A15 - Schleichgang (Drehstrom-(Brems-)motorantrieb)
A16 - Eilgang (Drehstrom-(Brems-)motorantrieb)
Diese Ausgänge sind nur bei der Antriebsart Drehstrom-(Brems-)motorantrieb wirksam und signalisieren den
Schleich- bzw. Eilgang. Zusammen mit den Richtungssignalen A13, A14 und der Bremsen-Ansteuerung A08 kann
damit der Antrieb in beiden Richtungen mit zwei verschiedenen Geschwindigkeiten verfahren werden.
Stand:29.10.1999
B e d i e n u n g s a n l e i t u n g P S 5 0
= logisch 1
= logisch 0
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