10.3
Programmierbare Ausgänge, Eingänge auswerten, Sprungbefehle, Schleifen
In diesem Kapitel sind alle Kommandos, die mit dem Adreßzeichen 'Q' beginnen zusammengefaßt. Diese sind:
Q00
xxxxxxx
Q01
xxxxxx
Q02
xxxxxx
xxx
Q03
xxx
Q04
xxx
Q10
xxxx
Anhand von Beispielen soll die Programmierung der 'Q'-Kommandos aufgezeigt werden.
Programmierbare digitale Ausgänge
Q00
1012220
Auswertung digitale Eingänge
Q01
222021
Q02
222021 123
Sprungbefehle
Q03
22
Q04
22
Schleifenzähler
Q10
1000
001
Q10
1000
002
Q01
2021
003
Q04
2
Stand:29.10.1999
B e d i e n u n g s a n l e i t u n g P S 5 0
programmierbare Ausgänge
Auswertung von digitalen Eingängen, warten bis Bedingung erfüllt
Auswertung von digitalen Eingängen, bedingter Sprung
unbedingter Sprung
Schleifenzähler-Behandlung, bedingter Sprung
Schleifenzähler setzen
die im Satz-Parameter angegebene Ziffernfolge repräsentiert die digitalen
Ausgänge A01..A07; dabei kann jede Ziffer die Werte 0, 1 und 2 annehmen, andere Ziffern
werden von der Eingaberoutine nicht unterstützt.
Ziffer = 0 :
betreffender Ausgang wird zurückgesetzt
Ziffer = 1 :
betreffender Ausgang wird gesetzt
Ziffer = 2 :
der Zustand des betreffender Ausgang bleibt beibehalten
In diesem Beispiel wird A01 und A03 gesetzt (HIGH=24V), A02 und A07 zurückgesetzt
(LOW=0V), A04, A05 und A06 werden nicht tangiert
die im Satz-Parameter angegebene Ziffernfolge repräsentiert die digitalen
Eingänge E11..E16; dabei kann jede Ziffer die Werte 0, 1 und 2 annehmen,
andere Ziffern werden von der Eingaberoutine nicht unterstützt.
Ziffer = 0 :
betreffender Eingang wird auf 0 ausgewertet
Ziffer = 1 :
betreffender Eingang wird auf 1 ausgewertet
Ziffer = 2 :
der Zustand des betreffenden Eingangs ist für die Erfüllung
der Eingangsbedingung nicht relevant
In diesem Beispiel ist die Bedingung erfüllt, wenn E14=0 und E16=1 ist; der Zustand der
Eingänge E11,E12,E13 und E15 ist für die Eingangsbedingung nicht relevant.
Beim Kommando Q01 wird das Programm solange unterbrochen, bis die Ein-
gangsbedingung erfüllt ist.
Beim Kommando Q02 erfolgt bei Erfüllung der Eingangsbedingung ein Sprung zu dem im 2.
Satz-Parameter angegebenen Satz (im Beispiel Satz 123), bei Nicht-Erfüllung der Ein-
gangsbedingung wird mit der nächste Satz abgearbeitet.
der im Satz-Parameter angegebene Wert ist die Satznummer, die nach dem
Sprungbefehl ausgeführt wird. Dabei ist Q03 ein unbedingter Sprung, d.h.
daß auf jeden Fall ein Programmsprung zum Satz 22 (Beispiel!) folgt.
Beim Kommando Q04 erfolgt dieser Sprung bedingt - und zwar nur wenn der
interne Schleifenzähler verschieden von 0 ist. Gleichzeitig wird der Schleifen-
zähler um 1 erniedrigt (dekrementiert).
mit diesem Kommando wird der interne Schleifenzähler programmiert (gesetzt).
Er legt bei Schleifen-Kontruktionen die Anzahl der Schleifendurchläufe fest.
In diesem Beispiel ist eine Schleife mit 1000 Zyklen programmiert. Im Satz 1
wird der Schleifenzähler = 1000 gesetzt, Satz 2 wertet die Eingangsbeding-
ung aus und unterbricht das Programm, bis diese erfüllt ist. Im Satz 3 wird der
Schleifenzähler um 1 erniedrigt (Schl.Zähler = Schl.Zähler-1); ist der Schl.-
Zähler > 0 erfolgt ein Sprung zu Satz 2 - sonst ist das Programm beendet.
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