10.
Programmieren
Unter dem Menüpunkt „Programmieren" sind alle Funktionen zusammengefaßt, die für das Erstellen und Ändern
eines NC-Programms erforderlich sind. Das Programm wird satzweise im an die DIN 66025 angelehnten Standard
dargestellt. Dabei finden die DIN-Codes Verwendung, die im Befehlsvorrat der PS50 enthalten sind (siehe [10.6]).
Außerdem besteht die Möglichkeit, die NC-Programme in Form von ASCII-Dateien am PC mittels eines üblichen
ASCII-Editors zu erstellen und dann über die serielle Schnittstelle an die PS50 zu senden (download). Auch das
Laden (upload) von Programmen in den PC ist möglich. Diese Funktionen sind jedoch nur mit der Option serielle
RS232-Schnittstelle auszuführen.
10.1
Allgemeine Hinweise zu NC-Programmen
Die PS50 bietet Speicherplatz für etwa 800 NC-Sätze. Dabei ist jedem NC-Satz eine Programm- (1..99) und Satz-
nummer (1..255) zugeordnet. Die Abarbeitung des NC-Programms erfolgt in aufsteigender Folge von Satznummern.
Die in der Softwareversion V3 implementierte Programmverwaltung bietet dem Anwender die Möglichkeit 99 Pro-
gramme zu verwalten bzw. anzulegen. Durch die Programmnummer 1..99 wird das betreffende Programm ange-
sprochen. Der 800 Sätze umfassende Programmspeicher der PS50 kann nun beliebig auf die 99 Programmplätze
verteilt werden. Es kann sowohl wenige Programme mit max. 255 Sätzen als auch viele Programme mit entspre-
chend wenigen Sätzen geben.
Ein Programm wird ausgewählt, durch Eingabe einer Programmnummer von 1..99, andere Werte werden nicht an-
genommen.
Dabei ist zu beachten, daß die Satznummern automatisch aufeinanderfolgend vergeben werden. Es ist also nicht
möglich, nur jeden zweiten oder jeden fünften Satz zu belegen. Sollte nachträglich an einer Stelle mitten im Pro-
gramm ein weiterer Satz erforderlich sein, kann dies durch die "Satz einfügen"-Funktion (s. Programmverwaltungs-
routinen [10.5]) erfolgen.
Ein Satz wird ausgewählt durch Eingabe einer Satz-Nr. von 1..255. Dabei wird die Satz-Nr. automatisch auf 1 korri-
giert, falls der Wert 0 eingegeben wurde. Außerdem erfolgt eine Korrektur auf den zuletzt angelegten Satz des aktu-
ellen Programms, falls eine größere Nummer eingegeben wurde.
Ein NC-Satz besteht aus einem Kommando und einem oder mehreren folgenden Parametern. Das Kommando wie-
derum besteht aus einem
•
Adreßzeichen (F, G, M, Q, ..) das die Art des Kommandos charakterisiert, und einem
•
zugehörigen Zahlenwert, der das Kommando eindeutig spezifiziert.
Nicht bekannte Befehle oder deren Parameter werden überlesen und führen zu keiner Fehlermeldung. Die Pro-
grammierumgebung unterstützt jedoch nur die Adreßzeichen, die im Befehlsvorrat enthalten sind, der zugehörige
Zahlenwert wird nicht auf Plausibilität überprüft.
Unter dem Adreßzeichen 'Q' sind die folgenden Befehle zusammengefaßt :
•
Sprungbefehle
•
Schleifenzähler-Bearbeitung (für Programmschleifen)
•
I/O-Befehle
Diese Befehle entsprechen nicht dem nach DIN66025 genormten Standard, das Adreßzeichen 'Q' ist für anwen-
dungsspezifische Erweiterungen reserviert.
Wichtig !!!
Nach dem Erstellen der NC-Programme muß die Betriebsart Programmieren durch die ESC-Taste verlassen wer-
den. Dadurch erfolgt das Speichern der NC-Programme. Ohne Speichern der NC-Programme wird beim nächsten
Ein-/Ausschalten der Steuerung der NC-Programmspeicher komplett gelöscht; damit sind alle Programminformatio-
nen verloren.
Es ist unbedingt notwendig, vor dem Ausschalten der Steuerung die Betriebsart Programmieren ordnungsgemäß
über die ESC-Taste zu verlassen.
Stand:29.10.1999
B e d i e n u n g s a n l e i t u n g P S 5 0
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